Schaut man sich die Nachrichten an, dann kann dies durchaus ein frustrierendes Erlebnis sein. Manchmal fragt man sich, ob Themen einfach aufgebauscht werden, weil man sich im Sommerloch befindet – oder ob diese Welt einfach immer weiter den Bach runter geht und es schlimmer wird von Tag zu Tag.
Die Wahrheit befindet sich wahrscheinlich in der oft zitierten Mitte und es mag Menschen geben, die mental nicht so gut in den Tag starten, wenn sie bereits am Morgen schon mit den schlechten Nachrichten aus dieser Welt konfrontiert werden.
Oft sind es ja nicht einmal nur die Nachrichtensender, sondern vielleicht die kuscheligen Ecken im Netz, die wir uns in Sachen Inhalte selbst eingerichtet haben – Google+, Twitter, Facebook, Instagram oder sonst etwas. Das Problem ist aber auch da, dass es Menschen gibt, die keine Diskussion wollen, sondern einfach eine Meinung oder einen Standpunkt vertreten wollen – ohne den Platz für andere Meinungen. Giftige Umgebung.
In den USA versucht Google nun durch ein experimentelles Feature dem Google Assistant gute Nachrichten aus den Rippen zu leiern. Auf Zuruf kann man dann via Google Assistant im Smartphone oder einem Lautsprecher die guten Nachrichten erklingen lassen. „OK Google, erzähl was Gutes“ bringt kuratierte, gute Nachrichten.
Die Geschichten stammen aus verschiedensten Medien, kuratiert und zusammengefasst vom Solutions Journalism Network. Die sind eine unparteiische Non-Profit-Organisation, die sich der Verbreitung der Praxis des Lösungsjournalismus verschrieben hat, was zeigt, wie Probleme lösbar sind und dass es möglich ist, besser zu werden. Der Lösungsjournalismus stärkt und energetisiert das Publikum und soll helfen, negative Nachrichtenmüdigkeit zu bekämpfen.
Logo, letzten Endes ist so etwas auch nur eine Filterblase, wenn ich mir ausschließlich die guten News gebe. Aber vielleicht hilft es Personen, die sonst nur mit negativen Nachrichten zusammenkommen. Das geht ganz flott und man merkt es vielleicht nicht einmal.
