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Google: Neue Smartphones in der Türkei derzeit ohne Google-Apps und -Dienste

Schräge Geschichte da in der Türkei. 2018 bekam Google eine Strafe in Höhe von über 14 Millionen Euro aufgebrummt. Grund der dortigen Wettbewerbshüter war, dass Google mit seiner Art, eigene Dienste und Apps auf Handys anzubieten, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen habe.

Wir erinnern uns: Nicht nur in der Türkei hatte Google Ärger, auch in Russland gab es Querelen, was auch dazu führte, dass man beim erstmaligen Einrichten eines Smartphones mit Google-Diensten sich eine Standard-Suchmaschine und einen Browser aussuchen darf.

Zurück zu Google in der Türkei. Das türkische Wettbewerbsgremium entschied am 7. November, dass Änderungen, die Google in seinen Verträgen mit seinen Geschäftspartnern entsprechend den Anforderungen des Gremiums vorgenommen hat, unzureichend waren, da sie immer noch keine Änderungen an der Standardsuchmaschine erlaubten.

Das Wettbewerbsgremium teilte mit, dass es Google eine Geldbuße von 0,05 % seines Umsatzes pro Tag wegen der Verletzung auferlegt habe und dass dies so lange gelten werde, bis alle Forderungen erfüllt seien. Google wurde eine 60-tägige Frist eingeräumt, um das Urteil anzufechten.

Laut Reuters ist es aber so, dass Google wohl seine Partner informiert habe, dass man keine Dienste und Apps mehr zuliefere (man hat Partnern also die Lizenz entzogen), neue Smartphones in der Türkei würden dann quasi so aussehen, wie hier das Mate 30 Pro von Huawei – volles Android, ohne Google Mail, YouTube, Play Store, Google Maps und Co. Bestehende Smartphones sind natürlich auch in der Türkei nicht vom Google-Dienste-Aus betroffen. Google selber teilte mit, dass man nun nach einer Lösung suche.

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