Google: Nest-Thermostate sollen Nutzer zukünftig über eventuelle Probleme im Heizkreislauf informieren können

Smarten Geräten wird eine gewisse Intelligenz zugeschrieben, wenn auch künstlicher Natur. Dass intelligente Geräte aber unter anderem auch in der Lage sein könnten, zu erspähen, ob etwas im sonst so smarten Haushalt bereits defekt ist oder eventuell droht bald kaputtzugehen, das hat auch Google erkannt. Ergo kündigt das Unternehmen nun eine Neuerung für Nest-Thermostate an, die erst einmal erprobt werden soll, während sich jene Tests vermutlich wieder auf den US-amerikanischen Raum beziehen werden.

Das Ziel ist es, dass das Nest-Thermostat anhand seiner Sensoren und Software erkennen können soll, wenn sich im angebundenen HVAC (heating and cooling system), also im Heizkreislauf, ein Problem ankündigt. Hiermit will Google dafür sorgen, dass Nutzer der Thermostate frühzeitig wissen, wenn ihre Heizung einen Defekt hat, bevor diese im Winter im Kalten sitzen müssen. Erkennt ein entsprechendes Thermostat einen solchen Fehler, bekommt der Nutzer eine warnende E-Mail zugeschickt.

Ebenfalls arbeite Google derzeit schon mit ein paar ersten Partnern zusammen, um dem Kunden im Problemfall auch direkt einen Fachmann an die Hand reichen zu können. Hierfür hat man sich die Plattform „Handy“ herangezogen, die eben solche Fachleute vermittelt und bisher in über 20 Orten verfügbar ist, darunter Atlanta, Boston, Denver, Las Vegas und San Diego. Nach den ersten Tests plane man aber auch hier noch gehörig auszubauen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Ich behaupte mal das ist Blödsinn. Wie soll das Thermostat erkennen ob irgendwas mit dem Kessel ist? Hier gehts um mehr Daten für Google und um den Dienst (Handy) durchzudrücken.

    Ein Kessel hat sowieso umfangreiche Fehlermeldungen. Beispiel: https://youtu.be/F-bVB8wSjKM?t=7
    Und das Handbuch liegt irgendwo im Heizungskeller oder bei den Unterlagen.

    • Meine Buderus ist kein so altes Schätzchen wie im Video, hat ein bedienungsfreundliches Display und Ethernet und ich kann am Telefon jederzeit alle Werte in Echtzeit an der Quelle mitverfolgen.
      Amerikaner haben sehr oft extrem veraltete Heizungen, bei denen sowas wie auch nur eine LED Statusanzeige pure science fiction ist. Land der billigen Energie halt. Vordigitale verdrahtete Steuerungen waren extrem langlebig.
      Da geht kaum mehr als on/off und dann sehr krude Thermostate im Wohnraum, die meist krude Warmluftheizungen steuern. Da sind physikalische Thermostate tausend Mal ungenauer als bei den hierzulande üblichen Warmwasserkreislaufheizungen mit feinmechanischen Thermostatventilen im Zulauf.
      Das hat erst den Markt für Nest und Co Übersee geschaffen, weil die dort üblichen Heizungen unfassbar schlecht einzustellen sind. Ich kannte viele Leute während meiner Zeit Übersee die gezielt überheizt haben und wenn es zu warm im Raum wurde hat man das Fenster geöffnet. Manche haben sogar im Winter die AC Kühlung aktiviert, die ist genauer steuerbar und dann hat man gegen die Heizung angekühlt und irgendwo dazwischen eine stabile Raumtemperatur erzeugt.
      Wie gesagt, sowas schreite natürlich nach Produkten wie Nest.
      Wer eine hierzulande übliche Zentralheizung mit Heimeier Thermostat am Heizkörper hat braucht sowas nicht, das ist eine Spielerei für große Kinder.
      Halbwegs moderne Heizung im Keller, hydraulischer Abgleich und gut eingestellte Heizkurve, die Thermostate halten dann die Raumtemperatur recht präzise in der Feinsteuerung, effizienter geht’s nicht mehr.

      • Mag sein dass dort oft veraltetes Equipment vorhanden ist. Meiner Erfahrung eher nicht, kommt vielleicht drauf an wo man ist. Viele heizen auch nur mit Strom/Gebläse. Die Frage war, wie zufällig ein Thermostat einen Defekt erkennen kann, der sich anbahnt.

        • Gar nicht, aber ein statistischer Dreisatz (x Heizungen haben sich y verhalten bevor z defekt auftrat, also Meldung..) ist halt besser als Null Diagnose aus diesen primitiven on/off Kasten. Wenn meine Heizung sogar genau die Zündungen und Fehlzündungen des Gasbrenners protokolliert brauche ich kein Thermostat irgendwo im System das Mutmaßungen anstellt, ich kann direkt die Prozessdaten an der Quelle überwachen. Somit ist solch ein Thermostat hierzulande überflüssig.

  2. Argh, ich hab grade zuerst Herzkreislauf gelesen. Und hatte mich gewundert, wie das gehen soll ^^

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