Google Maps Zeitachse kommt auf iOS

Zeitachse: So heißt eine Funktion, die Android-Nutzer von Google Maps schon eine ganze Weile kennen – seit 2015, um genau zu sein. Das Smartphone archiviert dabei, wie ihr so unterwegs gewesen seid. Es zeigt auf einer Zeitachse an, wann ihr euch wohin bewegt habt – inklusive des Fortbewegungsmittel. Für die Nutzung der Funktion ist es allerdings erforderlich, dass Ihr den Standortverlauf bei Google aktiviert habt. Google gibt euch nicht nur die Möglichkeit, die besuchten Orte auf der Zeitachse einzusehen, ihr könnt diese auch bearbeiten.

Einträge lassen sich löschen und besuchte Orte lassen sich auch mit Namen versehen. Ein weiteres nettes Feature ist die Foto-Funktion. Nutzt Ihr Google Fotos, werden Euch Aufnahmen zu den Orten angezeigt, falls Ihr welche getätigt habt. Die Zeitachse kann in gewisser Weise also auch als Reisetagebuch dienen.

Die Zeitachse ist nicht nur über das seitliche Menü aufrufbar, Nutzer sehen das Zeitachsen-Symbol in den Infokarten bereits besuchter Orte. Ich zeige das mal anhand der Android-Version:

Neben Android und iOS ist die Zeitachse natürlich auch im Web zu finden – und ja, der Verlauf lässt sich natürlich auch löschen oder deaktivieren. Zum Beispiel über die Webseite der Zeitachse, unten rechts über das Zahnrad:

Google selber kündigte die Zeitachse für iOS mit sofortiger Wirkung an, bis das Update bei allen angekommen ist, kann es bekanntlich etwas dauern.

Google Fotos mit Zeitachse

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

4 Kommentare

  1. Ich empfinde dieses Feature als extrem gruselig. Mein Bruder zeigte mir das zu Ostern auf seinem HTC 10 und alter Finne… Sein gesamtes Leben lässt sich anhand dieser Zeitachse haarklein ablesen. Er feiert es, ich verstehe nicht, wie man freiwillig einem Konzern so viele Daten geben kann und diese dann auch noch so bereitwillig verknüpfen lassen kann. Das ist einfach Irrsinn.

  2. @M. Kaiser:
    Lustig, aber Du gibst diese Daten vermutlich (unfreiwillig) auch die großen Konzerne. Nur dass Du es vielleicht nicht selbst abrufen kannst. Dein Mobilfunkbetreiber und entweder Google oder Apple wissen auch jederzeit, wo Du bist, sofern Du ein Smartphone hast und das eingeschaltet ist. Und vermutlich noch einige andere Dienste mehr oder weniger anonymisiert, an die diese Bewegungsdaten verkauft werden.

  3. Es geht mir weniger nur um diese Standortdaten, sondern die Verknüpfung von Allem. Nutze ein iPhone und klar, durch »Find my phone« wird mein aktueller Standort an sich schon an Apple gesendet. Ist sicherlich eine Frage des Vertrauens.
    Meine Fotos zum Beispiel liegen allerdings auf meinem NAS und Mail und Kalender sind bei Microsoft. Somit hat kein Anbieter die Möglichkeit zu verknüpfen, was ich an welchem Tag wo gemacht habe und wie es dort aussah. (Welche Fotos ich machte)

    Ich bezweifle auch ehrlich gesagt, dass ein anderer Anbieter das so aggressiv verknüpft wie Google, hier lasse ich mir aber gerne das Gegenteil beweisen.

    Ich bin mir also vollkommen im Klaren darüber, wer meine Daten derzeit so bekommt, allerdings würde ich das nicht zentral über einen Anbieter lösen, weil ich den Gedanken gruselig finde, dass alle Daten miteinander verknüpft werden. Besonders da bei Google an der Stelle noch sehr viel mehr dazu kommt, was in der Zeitachse eben einfach nur nicht sichtbar ist, weil es dem User keinen Scheinnutzen bringen würde.

  4. Ist auch eine Frage welche Daten du welchen Anbietern gibst, wie du schon bemerkt hast. Und natürlich um welchen Anbieter es sich handelt.

    Bei Google und Facebook wird wirklich alles verknüpft und ausgewertet. Nur so kann man gezielt personalisierte Anzeigen schalten.

    Facebook hat anfangs bei der Übernahme von Instagram, Whatsapp, Moves, etc gelogen und dann doch alle Dienste miteinander verknüpft. Google ist im letzten Juni nachgezogen, was von den Medien fast komplett ignoriert wurde. Jetzt werden die Doubleclick-Cookies, die einen auf jeder Seite verfolgen, mit anderen Services wie Gmail, Fotos, YouTube, etc verbunden. Google kennt Standort, Surfverlauf, Interessen, Alter, Kaufverhalten, usw. Als nächstes steht Biometrie wie Gesicht, Iris, Sprachmuster etc auf dem Plan.

    Hier kann man sein Werbeprofil einsehen: https://www.google.com/settings/u/0/ads/
    Google denkt bei meinen drei Accounts ich sei 20 Jahre älter und kennt auch Dinge wie Standort, Geschlecht, Interessen etc nicht. Da sieht man was man mit guten Privatsphäre-Tools möglich ist.

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