Google Maps (Beta): Teardown verrät neue Features

Wieder einmal war es an der Zeit, Google Maps einem Teardown zu unterziehen. Dieses Mal hat man sich bei Android Police die aktuelle Beta-Version 9.72 vorgenommen und konnte dabei neben einer kleinen Designänderung vor allem auf ein paar interessante Features stoßen, die so eventuell bald auch in die finale Version implementiert werden könnten.

Designänderung? Designänderung! Was sich so auffällig anhören mag, wäre mir im Detail vermutlich selbst beim dritten Mal hinschauen in Maps gar nicht aufgefallen:

Solltet ihr in den Navigations-Optionen eingestellt haben, dass bestimmte Routentypen oder Fortbewegungsmittel wie Fähren vermieden werden sollen, so wurden jene Eingaben in Großbuchstaben eingeblendet. Beta 9.72 ändert dies in der Form, dass man ein nun vernünftiges Format verwendet und nicht mehr jeder zu vermeidenden Vorgabe ein „vermeide“ anfügt. Optik und so 😉

Viel interessanter finde ich persönlich das erste Feature, dass man beim Teardown der APK finden konnte. Google Maps kann demnach nämlich bald schon (insofern das Feature dann später auch final erscheint) darüber informieren, wie voll ein Bus oder eine U-Bahn eventuell sein könnte. Plant man nämlich eine Fahrt mit einem solchen Gefährt, dann kann es durchaus wichtig sein zu wissen, ob man lieber den ersten oder doch eher den nächsten Bus nimmt. Maps informiert dabei in vier verschiedenen Abstufungen: viele Sitze verfügbar, wenig Sitze verfügbar, nur noch Stehen möglich, nur noch gedrängtes Stehen möglich (frei übersetzt aus der Quelle). Gerade Reisenden mit Platzangst dürfte dieses Feature sehr gefallen.

Des Weiteren ließen sich in der APK Hinweise darauf finden, dass man bald schon einigermaßen komfortabel direkt aus der App heraus die Möglichkeit haben wird, gesperrte Straßen melden zu können. Bisher war ein Umweg über Waze oder das Web notwendig, eine Mail an Google wäre sicherlich auch möglich, dürfte dann vermutlich aber länger dauern, als dass die Sperrung besteht. Über das App-interne Formular kann der Nutzer dann später auch zusätzliche Informationen angeben, wie: Warum ist die Straße gesperrt? In welche Richtung(en) ist die Straße gesperrt? Sollte es sich um eine temporäre Sperrung handeln, wie es beispielsweise Paraden erfordern, so soll sich auch das dort eintragen lassen.

Die beiden letzten Neuerungen finde ich persönlich zwar weniger spannend, wollte sie hier aber dennoch eben mit erwähnt wissen. Zum einen baut Google anscheinend die Möglichkeit aus, direkt aus Maps heraus einen Uber-Account erstellen zu können. Dies sei in Teilen zwar bereits möglich, der Prozess der Account-Erstellung soll in der Beta nun aber deutlich umfangreicher ausfallen. Die zweite Änderung betrifft die Benachrichtigungen von Maps. Hier sollen nun eventuell einige Nutzer eine kurze Rückfrage der App erhalten, ob die von Google erkannte Form der Fortbewegung korrekt sei.

Nutzer der Beta von Google Maps sollten das Update auf Version 9.72 bereits erhalten haben oder spätesten in den kommenden Tagen darauf aktualisiert werden. Ungeduldige greifen zur geprüften APK vom APKMirror.

Android Police

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Die Sache mit dem öffentlichen Nahverkehr klingt nett.
    Gesperrte Straßen konnte man jedoch auch schon vorher melden. Ich hatte es erst im letzten Herbst grmacht (über die Schütteln / Feedbsck Option)

  2. Cool, noch mehr Funktionen…

    Finde Maps inzwischen einfach nur noch überladen, lahm und kompliziert. Fängt schon mit dem jedes Mal automatisch öffnenden „erkunden“ von Maps an, was man bis heute nicht ein für alle Mal schlicht deaktivieren kann, weil es einfach nur nervt.

    Der Kompass ist auch völlig für’n Po und darf spätestens 2 Tage später wieder neu kalibriert werden ,….

  3. Holger Frommann says:

    Ich finde, dass Google es seit Jahren versäumt, Grundfunktionen nachzurüsten. Ich habe zum Beispiel zwei Wohnsitze, die ich abwechselnd benutze, was ich überhaupt nicht einstellen kann. Viele Vorschläge von Assistant gehen damit buchstäblich in die falsche Richtung.

  4. Also das mit dem Melden von gesperrten Straßen kann ich schon lange in der App. Im linken Seiten-Menü ganz unten auf „Feedback geben“ > „Falsche Angaben“, und schon kann man Straßen oder einzelne Segmente auswählen und melden. Hat aber noch nie funktioniert (zumindest nicht für Sperrungen; fehlende Straßen, Änderungen etc wurden immer schnell bearbeitet) ich glaube mittlerweile, damit sind eher größere Sperrungen gemeint und keine kurzzeitigen.
    Das geht in der aktuellen 9.72, ging aber wie gesagt auch schon länger. Will nicht lügen, aber das ist bestimmt schon ein Jahr.
    Edit: Oh, hatte oben bereits jemand angesprochen. Naja, lasse es hier trotzdem stehen.

  5. Das melden von Straßensperrungen und endlich auch einseite Sperrungen finde ich super. Auf meinem Arbeitsweg ist letztes Jahr eine Bundesstraße gesperrt worden, immer Abschnittsweise einseitig ein paar Kilometer. Das ging über 7 Monate, Google hat das nicht ein einziges Mal richtig in Maps angezeigt.

  6. Schade, dass Standortfreigaben nicht während der Navigation nutzbar sind

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