Google Maps beginnt mit Geschwindigkeitsanzeige in Deutschland

Das Unternehmen Google hat in seiner Kartenlösung Google Maps in Deutschland eine neue Funktion freigeschaltet. Nutzer, die Google Maps für die Navigation nutzen, sehen links unten die Anzeige ihrer eigenen Geschwindigkeit, so wie es einige andere Navigationslösungen ja auch visualisieren. Google selber schaltet die Funktion für Anwender in Deutschland derzeit serverseitig auf der Android-Plattform scharf, die ersten Nutzer, die die Geschwindigkeitsanzeige sehen, sind die, die die Google-Maps-Beta nutzen. Unklar ist bisher, ob Google diese Funktion auch nutzen wird, um in Deutschland bei Geschwindigkeitsübertretungen zu warnen. Google hat die Funktion vor einigen Tagen offiziell gemacht, allerdings ist Deutschland bisher kein offiziell unterstütztes Land.

Danke Karsten!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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45 Kommentare

  1. MoshPitches says:

    Die Warnung bei erhöhter Geschwindigkeit halte ich für höchst sinnvoll und ich hoffe, dass diese nicht optional ist.
    Das könnte einige Raser da draußen vielleicht ein wenig aufmerksamer machen und somit den allgemeinen Straßenverkehr ein bisschen sicherer.

    • Schön wäre es. Hoffe das auch, nur glauben tue ich nicht dran.

      Sehe das bei mir jeden Tag auf dem Arbeits-/Heimweg (20 km/Strecke). Fahre meist zwischen 100 & 110 km/h auf der Bundesstraße. Und oft werde ich dann noch überholt, nicht selten auch mit echt waghalsigen Manövern in Kurven und/oder bei Gegenverkehr. Und hinterm nächsten Lkw trifft man sich wieder. Gerade wenn solche Leute das Leben anderer so rücksichtslos gefährden, nur weil ihr Auto schneller fahren kann, als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, wünsche ich die in den nächsten Straßengraben. Schön auf eigene Kosten und ohne Schaden anderer. Und genau diese Art von Risikofaktoren interessieren sich einen Dreck für Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die installieren sich eher Apps, die sie vor Blitzern warnen, damit sie sich nicht mit ihrer Verantwortungslosigkeit konfrontiert sehen müssen.

      • @icancompute aka Peter:
        Toller Typ bist du, Menschen einen Unfall zu wünschen.
        Ein Unfall im Straßengraben geht übrigens nicht ohne Schaden anderer.

        • Peter Brülls says:

          Doch natürlich. Ich habe mich mal in denn graben geschleudert, als Fahranfänger massiv die Gefahr von Schneefall auf nasser Straße unterschätzt und dann, als es mir aufging, zu stark gebremst. War Gottseidank niemand auf der Strecke sonst. Totalschaden nach Baum und Überschlag, aber kein Kratzer.

          War also ohne Schaden anderer.

          Ungeachtet dessen wünsche ich selbst das keinen Raser, allerdings fehlt mir da dennoch jedes Mitleid.

          Fällt halt unter „selbst schuld“.

          Und die Klientel die er beschreibt ist mit wohlbekannt. Sind die gleichen, die mich mit 30 cm Abstand auf dem Rad überholen, mit deutlich mehr als 30 km/h in der 30er Zone.

        • Jemanden den Straßengraben zu wünschen ist was ganz anderes als aktiv durch idiotisches Fahren das Leben Anderer zu gefährden. Von daher noch irgendwie legitim.

        • Ich habe Kinder. Die sitzen hin und wieder auch mit im Auto. Ja, da kann man auch mal emotional (wütend) werden, wenn sich trotz Gegenverkehr jemand berufen fühlt, dir bei einem völlig unnötigen und sehr riskanten Überholmanöver deinen Sicherheitsabstand zum Vordermann abzunötigen und mir so bei durchaus 100 km/h ein verdammt hohes Unfallrisiko aufzwingt.

          Und doch, Unfälle, die im Straßengraben enden, können durchaus ohne Schaden anderer vonstatten gehen. Wenn nämlich derjenige, der sich gegen die Straßenverkehrsordnung verhält schlicht und ergreifend nach rechts weg im Graben oder Feld landet, trifft es nur ihn. Ich wünsche denen nicht den Tod oder bleibende gesundheitliche Schäden. Aber eine dicke Quittung für ihr rücksichtsloses Verhalten.

          Und noch was: So ein Raser hat einer Familie aus meiner Heimatgegend mit vier Kindern diesen Kindern die Eltern genommen. Die Kinder haben den Unfall überlebt. Vier bis 11 Jahre alt. Der Raser hat auch überlebt. Ich glaube, der wünscht sich heute noch, nur im Straßengraben gelandet und mit Knochenbrüchen davongekommen zu sein.

          In der Fahrschule hab ich einen wichtigen Satz gelernt, der mehr zutrifft, als alles andere: Man muss immer mit der Dummheit der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen.

          Sicher, auch ich fahre nicht immer vorbildlich und hin und wieder ein paar km/h zu schnell. Gerade bei viel Verkehr fahre ich dafür sehr konzentriert und möglichst vorausschauend. Auch kann ich nicht ausschließen, dass ich nicht irgendwann mal einen Unfall verursache. Mir ist nur irgendwann mal bewusst geworden, wie wenig es bringt, rücksichtslos zu rasen. Und deshalb versuche ich mich so zu verhalten, wie ich es von anderen auch erwarte.

    • Ich denke ein Raser ist sich schon sehr bewusst darüber dass er zu schnell fährt. Und die meisten Rasen vermutlich eher auf bekannten Strecken und werden deswegen sowieso kein Navi laufen haben.

      Diese Funktion würde eher für den verantwortungsvollen Urlaubsfahrer Sinn machen. Auf unbekannten Strecken übersieht man ja schnell mal ein Verkehrsschild…

      • Oh, das würde ich so nicht sagen. Die Bundesstraße, die meinen Arbeitsweg darstellt, ist recht lang und wird auch von vielen Fahrzeugen – abgesehen von reichlich Lkw – mit ortsfremden Kennzeichen befahren. Und meist sind es gerade die, die riskant fahren, weil sie nicht genau wissen, dass man hinter der nächsten Kurve eine lange Gerade hat, wo man ganz einfach ohne großes Risiko überholen könnte. Fahrer mit Ortskenntnissen (mache ich jetzt mal am Kennzeichen der umliegenden Kreise fest) machen das eher selten, weil es ihnen das Risiko nicht wert zu sein scheint.

        Fahrer mit leistungsstärkeren Firmenwagen (meist Audi A6, BMW 5er/7er, VW Passat, Skoda Octavia/Superb, Merceds schlagmichtot mit Firmenlogos oder diesen Kennzeichenhalteraufklebern und entsprechend passenden Buchstaben auf dem Kennzeichen selbst) fahren meiner Erfahrung übrigens eher gesittet und weniger risikoreich. Obwohl man bei denen annehmen könnte, sie haben es aufgrund längerer Strecken eher eilig, möglichst wenig Zeit auf der Straße zu verbringen. Ist jedenfalls so mein Eindruck auf der Strecke.

        Ich weiß meine Arbeitsstrecke übrigens zeitlich gut einzuschätzen. Auch, wann mehr oder eher weniger Betrieb ist. Wer pünktlich los fährt, muss auch nicht rasen.

  2. Wäre es nicht sinnvoller, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit anzuzeigen… die Gefahrene, sieht doch ohnehin jeder.

    • Reichen da die Straßenschilder nicht aus?
      Ein Penetrant nervender Ton muss das sein 😛

      • Peter Brülls says:

        Manchmal nicht. Ich war auf diversen Strecken, wo ich das aufhebungszeichen tatsächlich verpasst habe oder nach einigen Kilometern nicht glauben wollte, dass es noch eine 70er Strecke sein solle. (Breite Straße, kein Wohnhaus auf km zu sehen, keine Kurven, etc)

        • Absolute Zustimmung! Gerade wenn man auf unbekannten Straßen mit unregelmäßig wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen unterwegs ist, kann man da schon mal ein Schild übersehen. Hat mich letztens auch eine (geringe) Blitzergebühr gekostet. Und ich bin beileibe kein Raser. Seitdem läuft wieder die Blitzer App nebenbei, die warnt mich dann zumindest an den potentiell teuren Stellen. Lieber wäre mir aber eine verlässliche Anzeige, wie schnell ich jeweils fahren kann. Und wie weiter unten vorgeschlagen wird: Gerne per Erkennung durch die Kamera; das Handy kann man dann ja so befestigen, dass sie nach vorne gucken kann. Neuere Autos können das ja mit Bordmitteln – eine Möglichkeit, auf die ich mit meiner alten Kiste echt neidisch bin. 🙂

    • J. Renner says:

      Jein. Die Geschwindigkeitanzeige des Tachos ist recht fehleranfällig. Ein Tacho darf nie weniger Anzeigen als man wirklich fährt. Da er wie jedes Messgerät eine Messtoleranz besitzt geht er also schon mal von Gesetzes wegen um seine Messtoleranz falsch (zeigt 3-5km/h mehr an). Dann ist er auf die maximal für dieses Fahrzeug zulässigen Reifendurchmesser ausgelegt. Aber je kleiner das Rad, z.B. durch Profilabnutzung oder weil man im Winter eine kleinere Stahlfelge fährt, um so kleiner auch die zurückgelegte Strecke je Umdrehung. –> Daher der Tacho geht noch stärker flasch. Da können schon mal 10 km/h zu viel bei 100 km/h bei raus kommen. Oder man fährt auf in der 80er Strecke auf der Autobahn 85 km/h und hinten drängelt der LKW warum am mit nur 77 km/h nach seinem (genaueren) Tacho unterwegs ist.
      Eine GPS Geschwindigkeitsmessung kann auch schwanken, aber in einer längeren fahrt mit gleicher Geschwindigkeit nach Tacho kann man genau den Unterschied zwischen Tacho und echter Geschwindigkeit erkennen.

    • Beide Geschwindigkeiten anzeigen.

  3. Was bringt mir die Anzeige der eigenen geschwindigkeit? Die sehe ich doch auf dem Tacho.

    • Dein Tacho ist recht ungenau. Da sind gerne mal 6% Abweichung ok. GPS dagegen kann das sehr genau

      • Und deswegen konzentrierst du dich ständig auf dein Smartphone, weil dort die Abweichung nur 3% sind statt 6%…das macht Sinn

        • GooglePayFan says:

          Ständig?
          Ich nutze die GPS Geschwindigkeit einmal, um den Tempomaten auf Höchstgeschwindigkeit + 22km/h einzustellen und dann kümmere ich nicht weiter drum…

      • Der Tacho darf nie weniger anzeigen, die Abweichung ist nur nach oben erlaubt. Bei schlechtem GPS-Empfang kann der Wert erheblich von der gefahrenen Geschwindigkeit abweichen (in beide Richtungen). Daher ist die Anzeige in der Tat in der Form tatsächlich sinnfrei.

      • Peter Brülls says:

        Tacho kann man sich einmal bei guten Wetter und leerer Strecke abgleichen. Dann merken dass Tacho 55 gleich 50 usw und gut ist’s. Wer das nicht gebacken kriegt, ist auch mit dem schrägblick aufs Smartphone überfordert und sollte lieber nach Tacho fahren.

  4. Ich würde mir eine Anzeige in Minuten wünschen, wann ich das nächste mal abbiegen/abfahren muss.

  5. Warum sollte man es nicht freischalten? Im Vergleich zur Blizerwarnung ist es ohne Einschränkung legal, hilfreich und ein aktiver Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit.

  6. Was mich mal interessieren würde:
    Bekomme ich diese Anzeige dann auch in Android Auto? Die Intelligenz davon sitzt ja meines Wissens auch im Smartphone und das Display im Auto ist tatsächlich „nur“ ein Display…
    Irgendwie finde ich zu diesem Thema nirgends Infos

  7. Warum überschleicht mich das dumme Gefühl das sämtliche Feature von Waze abgekupfert werden um es dann in x Jahre in der Versenkung verschwinden zu lassen.

    • Black Mac says:

      Wo wäre das Problem? Jeder Fortschritt von Maps ist eine gute Sache. Und wenn es Waze nicht mehr braucht …

    • Waze gehört doch sowieso schon seit 2013 Google – warum sollte es dann keine Zusammenführung der Produkte/Features geben?

      Über die Sinnhaftigkeit einer Geschwindigkeitsanzeige kann man sicherlich stundenlang diskutieren….

  8. Funktioniert das auch in Android Auto?

  9. Reine Navi-Lösungen machen das ja schon immer, es ist also wirklich nichts besonderes, wenn ein Navi die aktuelle Geschwindigkeit anzeigt.

    Viel sinnvoller halte ich aber die Anzeige der aktuellen Geschwindkeitsbegrenzungen. Navigon hat das auch einigermassen hinbekommen. Es ist klar, dass dann Baustellen etc. nicht dabei sind, aber die dauerhaften Einschränkungen könnte man schon anzeigen lassen.

  10. Wozu brauche ich denn eine Geschwindigkeitsanzeige in der App? Ein Blick auf den Tacho genügt doch. Eine Schildererkennung per Kamera wäre da sinnvoller.

  11. Ich frage mich, warum wir mit ferngesteuertem Zeugs auf dem Mars nach Wasser suchen können und es noch immer keine vernünftige Lösung gibt, um die Raserei zu unterbinden. Die Geschwindigkeitsanzeige bei Google begrüße ich sehr, aber eher weil die Navi Funktion von Google Maps so immer erwachsener wird. Das so eine Anzeige in irgendeiner Form eine Auswirkung auf die Fahrweise irgendwelcher Proleten hat, bezweifle ich dagegen eher.

    • Die Antwort auf den ersten Satz ist relativ einfach: weil hier unten auf der Erde nicht alle Systeme miteinander verbunden und vernetzt werden. Solange Menschen als Kontrollinstanz in einfachen Regelkreisläufen (Eigengeschwindigkeit > Maximalwert = Eigengeschwindigkeit auf Maximalwert reduzieren) eingesetzt werden, kann das nicht funktionieren.
      Irgendeiner kommt immer erstmal mit Ausreden um die Ecke, die Bandbreite reicht von „hab ich nicht gesehen“ bis „das macht doch hier überhaupt keinen Sinn“ und „ich kann das aber selber besser“.

      • Naja – die technischen Möglichkeiten wären wohl da, Autos so zu bauen, dass sie in bestimmten Zonen nicht schneller fahren können als erlaubt. Das Auto weiß doch eh schon wo es grad ist und wie schnell man da fahren darf… Blitzer wären dann auch gleich obsolet, denn das Auto hat ja inzwischen nicht nur GPS sondern auch GSM und könnte die Geschwindigkeitsübertretung sofort selbstständig an die Behörden übermitteln.

  12. Na klasse, wird die gefahrene Geschwindigkeit in Verbindung mit den GPS-Daten dann auch von Google protokolliert? Dann weiss man (bei Bedarf) also genau, wer wann, wo und wieviel zu schnell war. Bin gespannt wann die Bundesregierung auf die Idee kommt, auch diese Daten „Gerichtswertbar“ zu machen. Aktuell wird ja schon mal geschaut, wie die Bevölkerung reagiert, wenn man Smarthomedaten haben will. Das wird bestimmt super.

    • Martin Deger says:

      Klar. Deine Standortdaten werden gespeichert, wenn Du das so einstellst. Schau mal in Deine Zeitachse. Wenn man mit Google Maps navigiert ist das schon recht genau.

  13. Darauf warte ich, seit ich das erste mal mit Google Maps navigiert habe. Endlich!

  14. Weiß jemand wie man den kleinen Kompaß wieder einblenden kann, so dass man während der Navigation von 3D wieder auf 2D Nord-Süd Ansicht umschalten kann. Ich vermisse das total und konnte nicht herausfinden wie das klappen könnte.

  15. Michael Rottgardt says:

    Gibts mit Velociraptor als (Add-on) schon seit Jahren. Genial und konfigurierbar – auch mit Warnton! https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pluscubed.velociraptor

    • Funktioniert Velociraptor denn in Deutschland flächendeckend ohne die In-App-Käufe? Anscheinend gibt es ja ein monatliches Abo für bestimmte Daten.

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