Google Mail: unendliche Adressen

Der wahrscheinlich älteste und mein beliebtester Google Mail-Tipp. Oft erwähnt, doch nie in einem eigenen Beitrag gewürdigt (zumindest erinnere ich mich bei fast 6000 Beiträgen nicht an ihn). Nicht für die Google Mail-Ninjas, eher für die Einsteiger: eine E-Mail-Adresse bei Google heißt: unendliche Adressen. Wofür? Manchmal möchte man vielleicht ein zweites Twitter-Konto einrichten – geht nicht, wenn die E-Mail-Adresse bereits benutzt wurde. Oder man will schauen, welcher Dienst die eigene Mailadresse weiter verwurstet.

Beispiele gefällig? Deine Mailadresse ist MaxMustermann@googlemail.com. Dann bist du übrigens auch unter MaxMustermann@googlemail.com erreichbar. Wie noch? Max.Mustermann, M.axMustermann und so weiter und sofort, der Punkt ist variabel zu verschieben. Laaaaaaangweilig? MaxMustermann+Twitter, MaxMustermann+Facebook. Man kann ein Pluszeichen hinter die eigentliche Adresse setzten und irgendeinen Humbug dahinter schreiben. Kommt alles an. Muss man allerdings immer ausprobieren, viele Dienste sehen das Pluszeichen als zu blockende Variable. Da funktioniert es einfach nicht. Soweit klar? Und so bekommt der älteste Trick für unendliche Mail-Adressen 2011 endlich seinen verdienten eigenen Beitrag hier. Unendliche Signaturen gibt es hier. Was sind eure kleinen Tipps & Tricks?

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

50 Kommentare

  1. Ist ein tolles Feature, darum habe ich das auch auf meinen (Postfix + Dovecot) Mailserver aktiviert. 🙂

  2. Hast Du schon mal vorgestellt. 😀

  3. Auf jeden Fall tolles Feature.

    Was auch geht (bestimmt schonmal von jemanden erwähnt) ist: statt @googlemail.com kann man auch @gmail.com benutzen und umgekehrt

  4. @J: steht doch oben 🙂

  5. Vielen dank!
    Die Losung Mut den Punkten kannte ich zwar schon; das +irgendwas war mir aber neu. Gute Erfindung! 😉

    http://twitter.com/stelten

  6. Der erste eigene Beitrag war hier.
    http://stadt-bremerhaven.de/was-passiert-mit-euren-email-adressen
    Eben mal aus meinem ScrapBook gezaubert, wo gute Tipps gesammelt werden 😉 .

  7. @Caschy

    Upps 😀 Da hab ich wohl nicht richtig gelesen…

  8. Ein Bekannter wendet diese Taktik (wenn auch etwas paranoid) an, um rauszufinden wer die E-Mail Adressen verkauft / weitergibt.

  9. Ja, nee, diesen Trick kannte ich nicht nicht. Obwohl ich es schon mal irgendwo gelesen habe. Werds mal ausprobieren!

  10. klappt überigend auch bei Hotmail 🙂 (zumindest mit dem + zeichen)

  11. DonHæberle says:

    @@ndreas: Schön zu sehen, dass selbst caschy mit seiner eigenen Suche Probleme hat. Das erleichtert mich zumindest etwas. 🙂

  12. Hab ich noch nicht gewusst, sehr praktisch!

    Dazu aber gleich noch eine Frage: Ich leite alle meine eMail-Accounts automatisch auf gmail um, und lasse diese über Filter in die jeweiligen Ordner verteilen. Wenn ich jetzt bei jeder dieser Weiterleitungen an eine neue …+…@gmail.com Addresse weiterleiten würde und danach filtern könnte würde mir das sehr fricklige Filterarbeit erstparen. (Bin in einigen Mailverteilern und deswegen ist die An-Addresse nicht immer die des Accounts von welchem ich weiterleite).
    Nur leider finde ich keine Möglichkeit danach zu Filtern an welche eMailaddresse die Mail weitergeleitet wurde. Gibt es da Möglichkeiten?

    mfg

  13. Ist besonders toll, wenn wieder eine Webseite das +-Zeichen nicht als gültig anerkennen will. NOCH besser ist es, wenn sie es schluckt, aber in der Datenbank falsch vermerkt. Auf diese Weise konnte ich mir mal ein verlorenes Password nicht zusenden lassen, weil ich ja die korrekte Adresse eintragen musste (mit +), aber die Bestätigungsmail wurde anscheinend nicht mehr zugesandt. Hat mich Mühe und Überredungskunst gekostet.
    Seitdem teste ich sowas immer doppelt, bevor ich ein Pluszeichen verwende. Obwohl es nämlich gültig ist, schlucken einige dumme alte Anmeldeformulare es nicht.

  14. @Jan Schöppach klar, wenn du einen Filter erstellst kannst du eine „An“ Adresse definieren. http://twitpic.com/4y4j5s

  15. @josh: die An-Addresse beinhaltet bei umgeleiteten Mails aber nicht die Addresse an die weitergeleitet wurde, sondern die an die Ursprünglich geschickt wurde. Was auch intelligent ist, nur in diesem Fall schade.

  16. LinuxMcBook says:

    Lustig, genau das wurde mir heute bewusst, als ich in einem Account meine angegebene E-Mailadresse betrachtete.

    Schön wäre es, wenn Google Mail E-Mails gleich ein Label zuteilen würde, welches der Text ist, der hinter dem Plus steht…

    Edit: Caschy kannst du dein Abo Opt-In nicht so einstellen, dass man nur einmal eine Mail bestätigen muss und nicht für jeden Thread neu? Oder ist das rechtlich nicht möglich?

  17. Nippelnuckler says:

    kann mich erinnern das du das schonmal vorstelltest. auch heute für mich total unintresannt ^^ denn ich nutze twitter@meinedomain.de facebook@meine… etc pepe

  18. Schimpf mich Oberlehrer, aber du meinst sicherlich „unendlich viele Adressen“ statt „unendliche Adressen“. Denn letztere sind garantiert nicht zulässig. 😉
    (Alternativ wäre umgangssprachlich noch „unendlich Adressen“ denkbar.)

  19. Versteh ich immernoch nicht…
    d.h. wenn du paradonym @ gmail.com hast gehört dir auch p-a-r-a-d-o-n-y-m @ gmail.com aber nicht T-ES-T @ gmail.com???

  20. pppinkfloyd says:

    Ähhhh ??
    An sich ja ein ganz interessanter Umstand, aber wenn ich testen möchte ob ein Dienst die Adressen weiter gibt und ich dann vollgespammt werde habe ich damit doch nichts erreicht, da die Spam Mails ja künftig trotzdem in mein Postfach wandern – oder verstehe ich da was falsch???
    Kann man die denn anschließend vom Empfang ausschließen?

  21. @Xalloc: danke! genau das was ich gesucht habe.

  22. Super Tipp!!!

    mit unter ein Grund dafür, dass ich täglich hier vorbeischaue!

    PS: @pppinkfloyd: müsste man noch ausprobieren, aber eigentlich sollte man doch die besagte Adresse einfach per Filterregel ausblenden/ direkt in den Spamordner verschieben können?

  23. Erst mal sorry, für den Doppelpost!

    Ich habs eben mal ausprobiert…

    Direkt in Spam geht nicht, aber es ist möglich die „Spamadresse“ so zu filtern, dass man davon nichts mehr mitbekommt.

    Dazu einfach neue Filterregel mit besagter Adresse, und dann Häkchen bei „Posteingang überspringen“, „Als gelesen markieren“ und „Löschen“
    und man bekommt von den Spams so gut wie nichts mehr mit, im Papierkorb sind sie nach 30 Tagen dann ja eh Geschichte.

  24. Für alle Dropbox Fanboys:

    Dropbox droht behördliche Untersuchung
    Bei der Bundesbehörde FTC wurde eine Beschwerde gegen den Online-Speicherdienst eingereicht.

    Dass Dropbox ermittelnden Behörden Zugriff auf die gespeicherten Dateien seiner Nutzer gewährt, ist mittlerweile ebenso bekannt, wie der Umstand, dass Sicherheitslücken auftreten können. Ausgehend von diesen Mängeln hat nun ein US-Sicherheitsforscher bei der US-Behörde FTC eine Beschwerde eingebracht, die Wired vorliegt. In dieser wirft Christopher Soghoian dem Dienst vor, seine Nutzer wissentlich falsch informiert zu haben. Der Dienst habe Nutzern versichert, dass alle gelagerten Dateien verschlüsselt seien und daher selbst Dropbox-Mitarbeiter keinen Zugriff hätten. Diese Information war jedoch falsch. In der Beschwerde wird auch darauf hingewiesen, dass andere Web-Services eine ähnliche Politik verfolgen und ebenfalls mit verwirrenden Nutzungsbedingungen auffallen. Weiters wird Dropbox vorgeworfen, dass sie falsche Angaben bezüglich ihrer App machen. Die Firma behaupte, dass der Datenverkehr verschlüsselt via HTTPS erfolgt. In Wirklichkeit werden Inhalte jedoch unverschlüsselt übermittelt.

    Umstrittene Informationspolitik
    Eine Dropbox-Sprecherin zeigte sich in einer ersten Reaktion unbeeindruckt. Man glaube, die Beschwerde werde keine Konsequenzen haben. Man habe alle Probleme und Änderungen bereits vor Wochen im eigenen Blog adressiert. Für Soghoian ist dies jedoch zu wenig. Die FTC solle Dropbox dazu zwingen, die Nutzungsbedingungen klarer zu formulieren und alle Nutzer informieren, dass ihre Dateien für Fremde einsehbar sind.

  25. das ganz nennt sich tagged mail – http://en.wikipedia.org/wiki/Email_address (das Kapitel Address tags)

  26. Super Funktion. Google hat eindeutig zuviele Server und weiß nicht wie, die Festplatten voll werden 🙂

  27. Du hattest das irgendwann schon mal verbloggt und mich damit auf die Idee gebracht Signaturen anhand des Suffix der E-Mail-Adresse festzulegen.

    http://www.ali.dj/multiple-signatures-in-gmail-without-bookmarklets-or-plugins/

    Die Meisterschaftsfeierei tut deinen grauen Zellen nicht gerade gut.

  28. BTW. Als ich dann mal nicht auf meine Magenschmerzen wegen Googles AGB gehört hab, wollte ich mir tatsächlich mal einen Account anlegen. Da zeigt sich der nachteil eines Allerweltsnames: Alles weg;(

    Nach diesem Artikel ist mir dann auch mehr klar, wieso, niemand kann in die andere Maildomain flüchten, da ja immer beide registriert werden. Schade, dass Google keine weiteren anbietet, dann wären wieder ein paar Namen auf dem Markt.

    Vorname.Nachname.Jahreszahl@… wollt ich dann auch nicht. Dann sieht man sofort „haha, dein Name war schon weg“ 😉

  29. Superpuper says:

    Es geht leichter: http://10minutemail.com
    Verhimdert zudem nOch das ihr haufen werbe mails bekommt in meinem google konto landen im mo at 20 mails alle brauche ich auf mein alteb web account wo ich alles mit gemacht habe kommen am tag 150 und ich bruache keine 😉

  30. @Superpuper (wieviel IQ hat man für so einen Nick?)
    ich hab jetzt mehrmals versucht deinen Text zu lesen und zu verstehen, vergeblich. Bleib beim pupen…

  31. ich finde es etwas doof, dass man bei der anmeldung in den agb’s erlauben muss, dass informationen über einen gespeichert und weiterverwendet werden dürfen, auch die in den erhaltenen emails und versendeten emails….
    is nichso mein ding.

    machen yahoo und microsoft übrigens auch so ähnlich….

    aber „is ja nur für werbung“.

  32. @Nippelnuckler
    Mir hat mal ein Onlineservice mit dem Anwalt gedroht, wenn ich nicht sofort die Emailadresse derenDomainname@meineDomain.de löschen würde. Ich habe denen dann mitgeteilt, dass ich diese Emailadresse nur auf deren Seite zur Anmeldung eingesetzt habe, hat sie aber nicht interessiert… Ist halt ein Problem wenn man Hinz und Kunz ins Netz lässt…

  33. Es fehlt halt noch, dass man den Absender-Namen frei wählen kann, damit man auf tagged mails auch richtig antworten kann.

    Ich habe mir Google Apps für meine Domain eingerichtet und nutze dort auch individuelle Adressen für jeden Dienst (ebay@meinname.de, forum@meinname.de). Die Mails werden dann mit Catch-All in ein Postfach gelegt und verspammte Adressen gefiltert. Leider kann ich den Absender für eine Antwort erst wählen, wenn ich ihn umständlich angelegt habe und bestätige, dass GMail diesen verwenden darf.

    Gibts dafür ne Lösung?

  34. Sehr guter Tipp. Mir war er nicht bekannt. Allerdings ist schade dass man nicht auch wieder was ausschliessen kann. denn oft lege ich nur spammailadressen an und wenn der spam zu viel wird vernichte ich die emailadresse wieder . das geht leider nicht und wäre wirklich hilfreich.

  35. @Tim:
    Einfach einen Filter anlegen: An „deine Spam Adresse“ -> Löschen.
    Und fertig 🙂

  36. Funktioniert übrigens auch mit Google Apps – gerade getestet. Sehr praktisch: einmal vorname@nachname.de und einmal spam+twitter@nachname.de, spam+facebook@nachname.de etc. Macht das ganze noch besser, weil man dann den ganzen Anmeldespam von der richtigen Adresse trennen kann.

  37. kamikater says:

    Schön und gut, wenn man Mails an maxmustermann+onlineshopxy @googlemail.com empfangen kann, aber wenn man dann senden will, kann man trotzdem nur von maxmustermann @googlemail.com senden. 🙁 Hatte das neulich mit Thunderbird ausprobiert.

    @paradonym
    Richtig, aber nur wenn du . statt – schreibst.

  38. Mal was anderes nebenbei gefragt: Weiß eigentlich jemand, ob GMail die Speicherbegrenzungen aufgehoben hat? Bei mir wird da gar nichts mehr von einem Limit eingeblendet.

  39. 7 GB wie immer.

  40. @kamikater:
    Doch, senden geht scheinbar auch, hab ich grad probiert.

    Man muss nur in den E-Mail-Einstellungen unter „Konten und Import“ bei „E-Mail senden als“ die eigene Googlemailadresse mit dem Zusatz hinzufügen, also z. B. max.mustermann+spam@googlemail.com

    Dann kann man beim Senden einer neue Email diese Adresse als Absenderadresse auswählen. Funktioniert auch bei Google Apps. Ich hab das allerdings nur in der Weboberfläche ausprobiert, ob das mit Thunderbird auch so geht, kann ich nicht sagen.

  41. kamikater says:

    Das kannte ich nicht und hab das jetzt ausprobiert. Was da Google bietet ist im Prinzip das gleiche wie die Identitäten in Thunderbird.

    Mann muss erst mal eine weitere Adresse einrichten, wie du es erklärt hast, dann kann man direkt aus Googlemail „Von derselben Adresse aus antworten, an die die Nachricht gesendet wurde.“ Wenn man dann diese Adresse in Thunderbird als weitere Identität einfügt, kann man auch aus Thunderbird damit senden. (Outlookbenutzer müssten das Konto komplett neu einrichten)

    ABER: Ob aus Webmail oder Thunderbird, die richtige Mailadresse wird trotzdem mitgesendet. Im Mailheader steht:

    Sender: max.muster @googlemail.com
    From: max.muster+spam @googlemail.com

    Wenn der Empfänger der Mail Thunderbird benutzt, fällt das erst mal nicht auf, aber in Outlook heißt der Absender:

    max.muster @googlemail.com im Auftrag von max.muster+spam @googlemail.com

    Nun ja :/ Wie kann man seinen Mailclient dazu bringen direkt das Sender-Feld zu benutzen? Evtl. bei der eigenen Domain irgendwie?

  42. kamikater says:

    Hier scheint die Lösung mit eigenen Domains zu stehen:

    http://mail.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&ctx=mail&answer=22370

    „Sollten Sie sich für die erste Option entscheiden, erscheint Ihre Google Mail-Adresse als Absender im E-Mail-Header, um zu verhindern, dass Ihre Nachricht als Spam eingestuft wird. Die meisten E-Mail-Clients zeigen das Feld „Absender“ nicht an. Bei einigen Versionen von Microsoft Outlook allerdings wird „Von IhrNutzername @googlemail.com für benutzerdefinierteAdresse @mydomain.com“ angezeigt. Sollte es also ein Problem darstellen, dass der Schriftzug „Im Auftrag von“ in Ihren Nachrichten erscheint, empfehlen wir, die SMTP-Server Ihres anderen E-Mail-Anbieters zu verwenden.“

    Kann mir das jemand erklären? Was muss mein Webspace unterstützen?

  43. N’Abend! Weiß jemand wie das mit Postfix + Dovecot funktioniert? Bzw. hat jemand einen Link zu nem Tutorial?

    Grüße

  44. Um seine eigentliche Emailadresse zu verschleiern (aus welchen Gründen auch immer), taugt das allerdings gar nicht. Das +-Zeichen und alles was danach kommt rauszufiltern und so die originale Adresse zu erhalten, dürfte für Adressensammler wohl mittlerweile zu den gängigen Vorgehensweisen gehören. Bei Yahoo ist diese Geschichte um einiges besser gelöst, da die zusätzlichen Adressen nur aus einem Teil der Originaladresse plus einem Zusatz bestehen.

  45. Irre ich mich, oder erinnere ich mich richtig? Es gab eine Zeit bei der ich eine Mail-Adresse bei Google hatte und die war: vorname.nachname@gmail.de
    Diese Adresse wurde dann von Google in gmail.com verändert. Ob ich jetzt die Chance habe meine ursprüngliche Mailadresse wieder zu bekommen?