Google: Konto gesperrt, da ein Vater Fotos von seinem nackten Kleinkind für den Arzt gemacht hat

Es gibt mal wieder einen Bericht über einen Menschen, der Zugang zu seinem Google-Account verloren hat. Google hat ihn von den Diensten ausgeschlossen. Eine Familie bemerkte bei ihrem Kleinkind einen geschwollenen Penis. Die Frau rief eine Krankenschwester ihres Gesundheitsdienstleisters an, um für den nächsten Morgen eine Notfallsprechstunde per Video zu vereinbaren, da es ein Samstag war und die Pandemie herrschte.

Die Krankenschwester sagte, sie solle Fotos schicken, damit der Arzt sich das vorher ansehen könne. Daraufhin wurden Fotos über das Smartphone (Android, Anbindung an Google Fotos etc.) des Mannes an das System des Arztes geschickt. Laut New York Times war auf den Bildern auch die Hand des Mannes zu sehen, damit die Schwellung besser visualisiert ist. Mithilfe der Fotos diagnostizierte der Arzt das Problem und verschrieb Antibiotika, die die Schwellung schnell beseitigten.

Zwei Tage, nachdem er die Fotos seines Sohnes aufgenommen hatte, gab das Android-Telefon des Vaters eine Benachrichtigung aus: Sein Konto war wegen „schädlicher Inhalte“ deaktiviert worden, die „einen schweren Verstoß gegen die Google-Richtlinien darstellen und möglicherweise illegal sind“. Ein „Mehr erfahren“-Link führte zu einer Liste möglicher Gründe, darunter „sexueller Missbrauch und Ausbeutung von Kindern“.

Er füllte ein Formular aus, in dem er eine Überprüfung der Entscheidung von Google beantragte, und erläuterte die Infektion seines Sohnes. Doch Google blieb bei der Entscheidung, das Konto war zu. Alles war weg. Bilder, Mails, Kontakte – Dinge, die man bei Google lagert.

Kurze Zeit kam es noch dicker. Der Vater erhielt mit der Post einen Briefumschlag der Polizei von San Francisco. Er enthielt einen Brief, in dem er darüber informiert wurde, dass gegen ihn ermittelt wurde, sowie Kopien der Durchsuchungsbeschlüsse für Google und seinen Internetdienstanbieter. Ein Ermittler, dessen Kontaktdaten angegeben waren, hatte um alles im Google-Konto gebeten: Internetsuchen, Standortverlauf, Nachrichten und alle Dokumente, Fotos und Videos, die er bei Google gespeichert hatte. Seitens der Polizei hieß es, dass nichts gefunden wurde, was den Verdacht rechtfertigt.

Die Geschichte wird in der New York Times breiter ausgeführt, letzten Endes lief es so, dass Google seine Entscheidung nicht zurücknahm – trotz Vorlage des Berichtes von der Polizei. Die Reporterin sah die Fotos, die der Vater aufnahm. Die Entscheidung, sie zu kennzeichnen, war laut ihr verständlich: Es handelt sich um explizite Fotos von den Genitalien eines Kindes. Aber der Kontext ist wichtig: Sie wurden von einem Elternteil aufgenommen, der sich um ein krankes Kind sorgte. Was Google sagte?

Die Prüfer hätten keinen Ausschlag oder eine Rötung auf den vom Vater aufgenommenen Fotos entdeckt und dass bei der anschließenden Überprüfung seines Kontos ein sechs Monate zuvor aufgenommenes Video aufgetaucht sei, das Google ebenfalls als problematisch ansah, und zwar sah man ein kleines Kind, das mit einer unbekleideten Frau im Bett liegt. Der Vater erinnerte sich nicht an dieses Video und hatte auch keinen Zugang mehr dazu, aber er sagte, dass es wie ein privater Moment klang, den er gerne aufgenommen hätte, ohne zu wissen, dass er jemals von jemand anderem angesehen oder beurteilt werden würde.

Der Account wurde nach seiner Sperrung zwei Monate später gelöscht. In dem Bericht nennt man noch ähnliche Fälle, bei denen der Anbieter das Konto nach dem automatischen Upload sperrte. Definitiv keine Einzelfälle – und es ist auch nicht nur Google, die solche Sperrungen und Scans durchführen.

Eine Rechtsexpertin kommt auch zu Wort: „Aus der Sicht von Google ist es einfacher, diesen Leuten die Nutzung ihrer Dienste zu verweigern“, vermutete sie. Andernfalls müsste das Unternehmen die schwierigeren Fragen klären, „was ein angemessenes Verhalten bei Kindern ist und was man fotografieren darf oder nicht“.

Am Ende kann die Empfehlung stehen, generell keine Fotos in die Cloud zu laden, die vielleicht problematisch erkannt werden können. Doch das macht eben auch viele Workflows von Menschen kaputt, teilweise werden Dienste so ihres Mehrwertes beraubt.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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99 Kommentare

  1. Ja, also falls das jemanden hier überrascht: Alles was auf Cloud-Plattformen liegt muss verschlüsselt sein. … und zwar so, dass es nicht automatisch entschlüsselt werden kann.

    Klar ist das nicht immer möglich, gerade in kollaborativen Arbeitsumgebungen. … aber in diesem Fall hier hätte ein vollverschlüsselter Bilderupload für Google und den betroffenen Nutzer alle Probleme gelöst.

    • Fritz Mukula says:

      Was aber auf der anderen Seite automatisch den Sinn von Google Fotos vollkommen zunichte macht. Dann wäre es einfach nur ein Backup meiner Bilddateien. In diesem Fall hätte der Vater dem Arzt eine verschlüsselte Datei zur Verfügung stellen, wer garantiert mir aber ob Google/Apple etc. auch Fotos, wie z.B. das Kind in der Badewanne, das im Familienalbum in der Cloud gespeichert wird, nicht ebenfalls als „problematisch“ bewertet und mir am Ende alle Fotos und sonstige Daten löscht. Hier fehlt ganz klar ein Gesetz, welches den User schützt und den Betreiber dazu zwingt alle Daten vor der Kontosperrung zur Verfügung zu stellen. Man darf nicht vergessen, dass hier auch E-Mails, sämtliche Einkäufe (Film, Musik, etc.) ebenfalls betroffen sind. Vor allem muss man in einem solchen Fall auch noch die E-Mail überall anpassen, wo sie bisher genutzt wurde. Da macht es sich Google etwas zu einfach.

      • Es ist nun wirklich nicht schwer, mit der Freigabe eines Albums auch entsprechendes Schlüsselmaterial mitzusenden, damit der Empfänger (und nur dieser!) die erhaltenen Daten auch entschlüsseln kann.

        Der Schlüssel kann zum Beispiel einfach an den Link zum Album dran gehangen werden. Letztlich bedeutet das einen ordentlichen Programmieraufwand und manche Sachen müssten sicher etwas anders umgesetzt werden, aber zu einem einfachen Backup würde Google Fotos dadurch noch lange nicht degradiert werden.

        Besonders kompliziert wird es bei den KI-Sachen z.B. zur Klassifizierung der Fotos. Die müsste man dann (endlich mal) on-device durchführen, Apple macht’s vor.

        • Gibt es so eine Lösung oder „wäre es für einen Anbieter wie Google“ nicht schwer so einen Schlüssel anzuhängen?

          Das wäre nämlich durchaus interessant. Vielleicht gibt es sowas ja bei anderen Anbietern? Synology oder so?

          Ich hoffe ja immer darauf, dass es mal eine Art Browser Extension dafür gibt. Aber ich glaube diese geschlossenen Ökosysteme sind schwer zu „erweitern“. Google blockiert bestimmt verschlüsselte Fotos und die Fotos App kann man auch nicht so leicht anpassen.

          Aber vielleicht kennt ja jemand eine „ready-to-use“ Alternative?

        • Apple macht’s vor. Wenn ich das schon lese… Was glaubst du denn was passieren wird wenn deine lokale KI vermeintlich illegale Inhalte findet? Genau das gleiche, wollen wir wetten?

      • Niemand, und vom derartigen Fotos in der Cloud ist generell dringend (!) abzuraten.

        Gab schon einige Fälle in denen die klassischen Fotos aus seiner Kindheit in der Badewanne zu Problemen geführt haben. Ich persönlich habe entsprechende Fotos von mir aus meiner Kindheit ausschließlich lokal.

    • Dann kann man sich die Cloud halt auch direkt sparen weil alle Komfortfunktionen von Google Fotos in dem Fall nicht mehr funktionieren.

    • Welche Verbrecher benutzen Google Fotos und das dann nur für ein oder zwei Inhalte?

      Google ist so groß, dass Google verpflichtet werden muss, Accounts zur Verfügung zu stellen. Und daraus resultiert: wenn die illegal einen Account sperren, müssen die dafür bezahlen!
      Dann lohnen sich auch gute Prüfer.

  2. Ist bei Microsoft auch so, fragt mal Martin von drwindows.de – da muss man halt aufpassen bei solchen Fotos, etwas eigenes Denken darf da auch gefragt sein. Man macht sich viel zu abhängig vond en Accounts die auch der Anbieter einfach kündigen kann.

    Nichts destotrotz hier muss die Politik handeln das die Anbeiter für sowas gezielte Kontakte anbieten die das auch richtig bearbeiten können und sperrungen aufheben.

  3. Da stellt sich mir aber auch die Frage, warum er diese Fotos überhaupt in die google cloud geladen hat?
    Ist ja nicht so, dass man die später nochmals ansehen möchte und so vor einem Verlust schützen möchte…

    • Vermutlich, weil er nicht für ein einzelnes Bild extra den automatischen Upload deaktivieren wollte oder einfach nicht dran gedacht hat, dass das automatisch passiert. Ist der Foto-Upload nicht sogar standardmäßig aktiv? Ich glaube kaum, dass er bewusst gesagt hat „jo, ich muss unbedingt den Pillemann meines kleinen Sohnes an Google schicken“.

    • Foto gemacht, automatisch hochgeladen?
      Ist bei mir auch die Default-Einstellung.

      • Es ist sogar richtig krebs diese Einstellungen zu deaktivieren… Mit dark patterns noch un nöcher (sieht so aus, als ob man in der app eingeloggt sei, klick um zu checken, boom wirklich eingeloggt etc.)

        • Also auch ich nutze die google eigene „Fotos“ app und bei mir wird da nichts automatisch hochgeladen….

          • Also auch ich nutze die google eigene „Fotos“ app und bei mir wird da alles automatisch hochgeladen….

    • Gibt sicher viele Erklärungen. Was ich immer wieder feststelle: nicht jeder Mensch versteht die Technik, die er nutzt, so wie viele hier im Blog es vermutlich tun.

      Viele in meinem Bekanntenkreis wissen nichtmal, dass alles an Fotos usw. In der Cloud landet. Die verstehen das nicht, was da alles automatisch im Hintergrund passiert und wo das überall landet. Und dann auch noch zu verstehen, dass das in der Cloud automatisch gescannt wird und kein „privater Tresor“ ist oder sich überhaupt Gedanken zu machen, wie das alles funktioniert, das ist für viele einfach zu viel.

      Das meine ich nicht abwertend. Wir gehen da mit einem Selbstverständnis ran, dass andere Menschen einfach nicht haben, weil sie damit nicht aufgewachsen sind oder halt kein Interesse haben, irgendwelche technikblogs zu lesen.

      • Eben. Das Zeug soll leicht für jedermann bedien-/verwendbar sein. Die wenigsten haben das Hintergrundwissen/Interesse das alles zu erfassen was da passiert.

        • Hans-Dieter says:

          Das Zeugs ist zu einfach zu bedienen, sonst hätten nicht so viel Leute ein Smartphone. Selbiges gilt für PCs und das Internet, als das nur Zeugs für Nerds war, wollte das alles niemand regulieren.

    • Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schlicht Unwissenheit über die Standard Einstellung mit aktiviertem Upload seiner Google Fotos App.

  4. Bin ich froh keine Konten bei den US Riesen zu haben und ich lebe immer noch!

    • Haha, dann hast du die letzten Jahre aber unter einem Stein geschlafen, denn in der EU ist das keinen Deut besser oder anders. Im Gegenteil …

      • Ich hab weder Cloud noch kaufe ich da ein wo es nur mit einer Registrierung geht Für Kleinkram wie hier habe ich ein Freemailkonto und die wirklich wichtigen Dinge gehen über meinen eigenen Mailserver, mehr Konten habe ich nicht.

        • Herzlichen Glückwunsch. Dann betreibst Du hobbymäßig Aufwand, bist dadurch aber auch nicht sicherer. Denn sobald Du mit der Außenwelt kommunizierst, sind Deine Daten bei den selben Anbietern. Ob Du willst oder nicht. Eigene Systeme helfen nur, wenn auch der Empfänger eigene Systeme hat und es eine direkte Verbindung gibt. Alles andere ist Scheinsicherheit.

          • „Dann betreibst Du hobbymäßig Aufwand, bist dadurch aber auch nicht sicherer.“

            Was für ein hanebüchener Unsinn! Selbstverständlich macht es einen himmelweiten Unterschied, ob ein einzelnes Foto, welches du aktiv an einen Gmail-Empfänger versendest (und welches du mit dieser Handlung ja ganz bewusst aus deiner Privatsphäre herauslöst) dadurch in der Googlecloud landet, oder ob du dauerhaft Spyware von US-Techgiganten im Hintergrund laufen lässt, die jedes einzelne deiner Fotos hochlädt und analysiert (und noch vieles mehr).

            Ich kann diese „Argumente“ nicht mehr hören, die letztlich immer dem selben Schema folgen „Du kannst dich nicht zu 100% vor Big-Tech schützen, also schütze dich lieber gar nicht.“

            • Wenn man sich unnötig aufregt, wird die Leistung der Gehirnhälfte reduziert, die für das logische Denken verantwortlich ist. So ist es auch hier geschehen. Denn erstens habe ich auf den Betrieb eines Mailservers im Kontrast zur Verwendung eines Freemail-Anbieters geantwortet. Und zweitens hast Du Dich über Dinge aufgeregt, die ich nicht erwähnt habe und die Du offenbar aus persönlicher Betroffenheit auf mich projiziert hast (Stichwort: Schema).

              Denn auch wenn ich das nicht explizit erwähnt, noch ausgeschlossen habe, halte ich das „sich schützen“ selbstverständlich für sinnvoll. Ich denke nur nicht, dass julies Ausführungen auf den konkreten Fall bezogen ein hilfreiches und fokussiertes Handeln darstellten. Denn anstatt sich einen Mailserver aufzusetzen und zu betreiben, hätte im konkreten Fall bereits die inhaltliche Beschäftigung mit den verwendeten Technologien geholfen.

  5. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mit der Chatkontrolle und Client-Side-Scanning auf uns zukommt.

    • Ja leider, dass wird bei uns auch alles kommen, wenn sie wirklich das Gesetz sp umsetzen wie bisher geplant.
      Man könnte lachen wenn es nicht so traurig wäre. Das BKA löscht nicht mal Kipos, wenn sie welche findet und die EU stellt alle Bürger unter Generalverdacht.
      Man sollte erstmal die bisherigen Mittel voll ausschöpfen und wenn die immer noch nichts bringen, dann kann man immer noch über sowas nachdenken.

    • Leider ja. Was aufzeigt, dass wieder einmal politischer Widerstand notwendig ist. Es gibt keinen Grund zur Massenüberwachung. Und wie Elementar das ist, zeigt unsere Verfassung mit dem Brief und Telekommunikationsgeheimnis.

      Ermittlungsbehörden haben Ihre Mittel im Fall der Fälle. Generalverdacht und Hintertüren darf es dafür nicht geben.

      Man kann zwei Dinge daraus ableiten. Keine fremden Clouddienste verwenden, es ist mühselig diese bei Android abzuschalten. Bei iOS auch umständlich, aber genau so möglich. Wenn Daten nicht öffentlich sind, muss man sie selbst behalten. Offenbar wird schamlos alles angeschaut und verwertet.
      Und das die IT-Giganten nicht unsere Partner und Freunde sind. Nur wer für die einen „Mehrwert“ bietet ist willkommen.

      Es hilft schon mal wenn der Anbieter alles verschlüsselt und vom Kunden bezahlt wird. Oder gleich selbst hosten, ist aber nur für Informatiker oder als Hobby eine Option. Wer die Cloudoptionen von Anfang an abschaltet vermisst glücklicher Weise nichts 🙂

      Gruselig. Gibt viele Leure mit G-Mail…

  6. Meiner Ansicht nach gibt es hier mehrere Probleme:
    1) Es ist fahrlässig Bilder mit Kindergenitalien zu verschicken, egal was da für eine Begründung gegeben sein mag. Es sollte hier meiner Ansicht nach eine Beschreibung ausreichen und wenn das wirklich nicht geht, dann zur Notaufnahme, die hat auch offen, auch wenn Pandemie herrscht.

    2) Googles knallharte Sturheit, den Account nicht zu öffnen. Ebenso das Löschen Accounts, das sollte aus keinen Grund gemacht werden, erst Recht nicht nach nur 2 Monaten. Die Leute könnten das als Argument nehmen, um sich komplett vom Dienst zu verabschieden.

    • Nein, eine Beschreibung reicht da eben nicht. Das muss ein Arzt sehen. Ich wäre mit meinem Sohn auch zum Krankenhaus gefahren, aber das ist auch nicht immer möglich zumal es in den USA auch ein teures Unterfangen ist. Da können ein paar Minuten gleich paar tausend Dollar kosten.

    • In den USA zahlen die Menschen verdammt viel Geld für einen Besuch in einer Arztpraxis oder Notaufnahme, da finde ich es legitim vorher zu prüfen ob das wirklich unbedingt notwendig ist.

      Problematisch ist hier, dass es keinerlei Anlaufstelle bei Google ( oder bei allen anderen der Big5 ) dafür gibt. Das wird in Zukunft nicht besser.
      Hier stellt sich wieder die grundlegende Frage welche Daten eigtl. „irgendwo“ liegen sollten oder man vllt. doch eine eigene „Cloud“ oder andere Speicherlösung findet ( sei es nun eine NAS zu Hause oder einen ext. Datenträger usw. )

  7. Ist ja schon ganz gut das Google ein Auge auf zwielichtige Dinge hat aber es sollte nach Richtigstellung auch wieder in Ordnung gebracht werden.

    Ich habe den Umzug von Google nach mailbox.org nun entlich geschaft, und es klappt hervorragend.
    Kostest mich zwar 3,40€ im Monat aber ich möchte nicht mehr mit meinen Daten bezahlen.

    • TierParkToni says:

      mailbox.org ist der beste Mailhoster ever !
      Bin selber zu dem gewechselt und absolut zufrieden mit denen : keine penetrante Werbung, auch nicht für die eigenen Produkte wie bspw. bei web.de oder gmx.de mit dem Pro-Account.
      Das hatte mich zuletzt bei denen am meisten genervt, denn wenn ich schon jährlich 60 für einen Pro-Account ohne Werbung bezahle, will ich nicht penetrant mit Produkten von 1&1, OTTO etc. im Account selber beworben werden…

    • Hat man bei Mailbox.org für die 3,40€ auch ein Fotobackup vom Smartphone inbegriffen? Wenn nicht, muss man das ehrlicher weise auch noch drauf rechnen. Ob das nun die Nextcloud/Synology zu Hause ist, oder irgendein Cloud-Anbieter, das kostet überall irgendwas. Wenn man alle „gratis“-Google-Dienste durch vergleichbare Alternativen ersetzt, ist man ganz schnell bei viel mehr als 3,40€ im Monat. Auch eigene Arbeitszeit dabei bedenken, wenn man sich was zu Hause einrichtet.

      • Ja, das kostet alles, ist am Ende nicht zwingend günstiger und bietet trotzdem nicht das, was Google Fotos bietet, insbesondere, was die Suche und automatische Kategorisierung der Fotos angeht. Da ist Google einfach alternativlos, ich jedenfalls habe noch keine andere Lösung gefunden, die das auch nur annähernd so gut leistet. Aber man kann ja nicht alles kennen, wenn also jemand dazu eine gute Idee hat, schaue ich mir das gerne an.

      • Es ist ja nicht nur das Backup das könnte man noch irgendwie anders lösen.

        Aber zum Beispiel die Suchfunktion von Google Fotos ist genial, beeindruckend gut und schlicht und ergreifend konkurrenzlos.

    • Dito. Posteo ist auch gut.

      Wer kann, ist bei einem Shares-Hoster mit eigener Domain auch gut aufgehoben (Manitu). Da kann man Nextcloud auch noch dran hängen.

      Letztlich braucht man das Zeug von Google nicht. Ist nur vorinstalliert, bequem und hat Marktmacht.

  8. Oh man. Was für eine Geschichte. Da fehlen einem echt die Worte.

  9. Üble Story.. Ich hab 300GB Fotos bei Google… Werde erstmal einen Takeout machen…
    Echt krass wenn sowas jeden treffen kann und Google da auch nicht einlenkt – vielleicht sollte man die Cloud Services doch noch mehr hinterfragen.

    • Das war doch aber von Stunde 1 an die Kritik an „der Cloud“: Du verlierst die Gewalt über deine Daten. Andererseits ist genau das der Vorteil: du gibst die Daten in Hände, die hoffentlich besser damit umzugehen verstehen, als der Otto Normalverbraucher, der keine Backups vom NAS macht oder nicht mal eines hat und seine Bilder auf dem Handy lässt. Suchs dir aus, einen Tod muss man sterben, Rosinenpicken geht nicht.

    • Das Takeout sollte man als offline Backup eh regelmäßig machen.

  10. Sorry. Aber SOWAS gehört auch nicht in die (unverschlüsselte) Cloud. Egal ob bei einem Dienstleister oder in die eigene. Sowas gehört defacto nicht einmal per E-Mail versendet oder sonst wie. Ich habe doch absolut keine Kontrolle darüber, wer solche Bilder zu Gesicht bekommt…
    Auch für sowas, sollte ich möglichst „sichere“ Wege nehmen…

    Das Google als Dienstleister hier keine „Einzelfallprüfung“ durchführen kann, ist doch im Endeffekt Jacke wie Hose.

    Also ICH hätte definitiv für so ein Foto, was sicher begründet gemacht wurde, nicht mein an die Cloud angebundenes Smartphone genommen. Und das Google (wie btw. viele Cloud-Anbieter) solche Inhalte sogar per AGB ausschließen, ist dabei zweitrangig. Das wäre mir im Zweifel noch egal…

    • Ah ja. Hättest Du dann Dein Ersatz-Handy, welches nur für medizinische Notfälle beim Kind existiert genommen?? Und er hat es sicher nicht absichtlich in die Cloud geladen. Der Mann machte eine Foto und das wurde automatisch, wie alle anderen Fotos auch, in die Cloud gesichert. Ob verschlüsselt oder nicht, wer macht sich darüber im Normalfall Gedanken. Und ob Google gar nie an die Daten kommt, bezweifle ich doch stark.

      Wie oben gesagt, wenn man alles zerfleddert und zu Tode denkt, dann hat man eben das:

      „Doch das macht eben auch viele Workflows von Menschen kaputt, teilweise werden Dienste so ihres Mehrwertes beraubt.“

      Erschreckend an der Sache ist einzig die Sturheit von Google.

      • Wolfgang D. says:

        „Erschreckend an der Sache ist einzig die Sturheit von Google“
        Sowie die anlasslose ständige Durchsuchung vom privaten Speicherplatz – auch durch Apple und Microsoft. Nicht zu vergessen, die Jubelperser für chinesische Methoden.

        Aber ihr wolltet es ja überwiegend so, dass der Staat fleissig Zensur und Überwachung privatisiert. Immerhin, Raserei ist in DE (unerwischt) weiterhin problemlos möglich. Jedenfalls bis die letzte OBU an das flächendeckende Mobilnetz angebunden ist.

  11. Spätestens nach dem negativen Bericht der Polizei hätte Google den Account wieder freischalten müssen.
    Ob man gegen die Löschung nicht klagen kann. Bringt zwar die Daten nicht zurück aber spült vielleicht Geld ins Portemonnaie.

  12. Auch wenn ich die ursprüngliche Reaktion durchaus nachvollziehen kann, ist es schon beeindruckend, wie stur Google sich doch stellt. Selbst, nachdem sie von der Polizei die Info bekommen haben, dass alles in Ordnung ist.

    Wie sieht es denn wohl technisch aus? Könnte man mit einer zweiten Foto-App die Bilder anders speichern, so dass diese vom Cloud-Upload ausgenommen werden? Man könnte ja allgemein Fotos haben, die man nicht unbedingt in die Cloud laden möchte. Abgesehen von spezialisierten Apps, die vielleicht genau für solche medizinischen Zwecke entwickelt werden.

    • Ja, eine zweite App ginge. Es gibt ja sogar Apps, die die Daten angeblich in einem verschlüsselten Ordner speichern, aber prinzipiell würde auch erstmal ein zweiter Ordner reichen. Google wird natürlich fragen, ob der auch synchronisiert werden soll.

      Mit Android 13 bietet die Google (oder zumindest Pixel) Kamera auch die Möglichkeit Bilder in einem „gesperrten“ Ordner auf dem Gerät zu speichern. Dieser soll weder synchronisiert werden noch beim einen Gerätewechsel übertragen werden und ist mit Displaysperre geschützt.

      Abgesehen von alledem: Erschreckend wie schnell man draußen ist bei Google. Fehler sind menschlich, aber Google kennt hier keine Gnade. Eigentlich sollte man wechseln, aber für Faulheit siegt und die meisten Menschen (wie ich) müssen immer wieder erst selbst leiden, bevor sie etwas ändern.

      • Danke für die Info, das klingt schon mal sinnvoll. Auch wenn es für mich jetzt nicht so relevant ist, da ich erstens keine Nacktfotos mache und zweitens meine Fotos nicht in die Cloud lade.

        Aber was den Wechsel angeht, abgesehen von der Bequemlichkeit bin ich mir nicht sicher, ob so was bei Apple nicht genauso passieren kann. Wobei man dort natürlich wenigstens mit dem Support telefonieren kann, was vielleicht schon sehr hilfreich ist.

      • Die Bequemlichkeit ist sicher ein Faktor, aber auch, dass es nicht wirklich nennenswerte Alternativen gibt, jedenfalls kenne ich keine.

  13. TierParkToni says:

    „everything is always better „offline“ or in a private cloud – whithout neary no access to 3rd persons“.

    Jegliche Backups meiner Daten sind zunächst in meiner privaten Cloud auf dem NAS – Zugang dazu nur via VPN möglich.
    Des weiteren sind alle dort abgelegten Daten verschlüsselt, und selbst via VPN ist der Zugang passwortgeschützt.
    Diese werden wiederum Offline nach Zeitschema in 3 Versionen gespiegelt : die externe USB-Chassis werden via Zeitschaltuhr aktiviert, der danach anlaufende Backup-Job hat dann am Ende die Möglichkeit, die Steckdose NUR auszuschalten, aber nicht wieder einzuschalten.
    In diesen USB-Chassis werden auch 2 unterschiedliche HDD-Sätze alle 14 Tage gewechselt, der nicht verwendete wandert zum Nachbarn im Haus gegenüber, dessen nicht verwendete HDDs liegen bei mir zur Verwahrung.

    So trifft man sich des Öfteren und hat gleichzeitig die Sicherheit, das selbst bei einem lokalen Brand/Wasserschaden nicht alles futsch ist.
    Ganz wichtiges (gescannte Unterlagen und Dokumente) liegen auch verschlüsselt redundant bei 2 Cloud-Anbietern, aber außer Kopien vom Führerschein, Personalausweis und bspw. der aktuelle Grundbuchauszug liegt dort nicht….

    „Auto-Backup“ der Daten vom Handy in die Hände von Dritten gibts bei mir nicht, die negativen Auswirkungen waren nicht das erste Mal in den Medien ….

    • Ja. Schön für Dich. Darfst Du aber nicht von einem 08/15 Handy User bzw. Nicht-ITler/Tüftler erwarten.

      • verstrahlter says:

        Einerseits leider richtig, heutzutage kann man von einigen Leuten oft nicht allzuviel erwarten.
        Alles muss einfach nur bequem sein, sich wirklich mit den Gründen zu beschäftigen nervt aber.

        Andererseits … sobald es zu Konsequenzen kommt, greift oft ´Unwissenheit schützt vor Strafe nicht´.
        Es gehört aber u.A. zum erwachsen sein/werden dazu, aus eigener/fremder Erfahrung zu lernen und sich natürlich grundsätzlich Gedanken über seine Aktionen zu machen.
        Das trifft z.B. auf ´Fappening´ zu; ohne das ganze unsinnige dumm ungeschützte Material hätte auch nichts kopiert und peinlich weiterverbreitet werden können.

        Im Fall hier halt fies Pech, weil unbedacht passiert/von google anders und rechthaberisch gedeutet.
        Das musste wohl leider einmal ans Licht, damit es in Zukunft keinen mehr exakt so unglücklich trifft.
        Für manchen evtl. Grund seinen Vertrauensvorschuss ggü. gewissen Unternehmen zu überdenken.

        Wie einige schon schrieben … ein toller Ausblick auf die Zukunft, wenn Komzerne laienhaft Polizei, Richter und Henker in einem spielen …

        • Wolfgang D. says:

          „in toller Ausblick auf die Zukunft, wenn Komzerne laienhaft Polizei, Richter und Henker in einem spielen“

          Die Terranauten Romane der 80er (deutsche Serie, von Rolf W. Liersch und Thomas R. P. Mielke konzipiert) waren doch schon irgendwie prophetisch, nur dass die Staaten weitgehend freiwillig ihre hoheitlichen Aufgaben an Konzerne abgeben, stand da nicht drin.

    • Und bei einem Blitzeinschlag hängt alles am gleichen Stromnetz?

      • USV mit Überspannungsschutz sollte doch wohl das mindeste sein für eine NAS! Am besten mit USB damit die USV die NAS auch runterfahren kann.

        • Und die USV hängt im WLAN? Oder evtl. ist ein Netzwerkkabel im Spiel? Bei einem Blitzschlag können Überspannungen nicht nur durch die normalen Leitungen flitzen.

          Ich würde mich auch nicht auf den Überspannungsschutz einer USV verlassen. Um sicher zu sein sollte man eine Kopie der wichtigsten Daten noch an einem anderen Speicherort haben. Z.B. Offline nirgends angeschlossen im Schrank, einer NAS an einem anderen Ort oder der Cloud.

          Andererseits sind Blitzeinschläge ja selten 🙂

          • Thema Blitzeinschlag:
            Neulich gab’s einen ganz in der Nähe.
            Elektrische Geräte sind gar nicht betroffen, aber das Modem war beschädigt.
            Ging zwar noch und alles, hat aber kein „Internet durchgelassen“ zum Router.

            So viel zu Blitzeinschlägen

  14. Kevin Kozuszek says:

    Erinnert mich an das, worüber wir letztes Jahr oft bei Dr. Windows geschrieben haben. Microsoft hatte reihenweise Konten dichtgenagelt, weil da auch Bilder auf OneDrive hochgeladen wurden und die KI dann zugeschlagen hat. Gab auch etliche Leute, die sich dann bei uns im Forum gemeldet haben und ihren Ärger mit den Redmondern hatten, teilweise bis hin zu juristischen Fehden.

    Bei sowas kannste halt nur den Ratschlag geben, für eigene Bilder auch was eigenes zu hosten, egal ob das eine Netxcloud, Syncthing, ein eigenes NAS oder einfach ein externer Datenträger ist. Das sind ja nicht nur Google und Microsoft, das kann dir überall auch bei anderen Anbietern wie Amazon Photos passieren.

    • Und deshalb muss da der Gesetzgeber handeln und die Konzerne dürfen nicht löschen bis sowas im Einzelfall entschieden wurde. Weil alles für jeden selbsthosten geht nicht. Das bekommen n3rds hin aber nicht Tante Else und Opa Willi und will auch nicht jeder.

  15. Sehr ärgerlich wenn man all seine Daten aus Bequemlichkeit bei Google lagert, ka was man da macht… Fängt ja erst bei den Kontakten an und geht bis Passwörter und überhaupt alle Konten bei denen man sich mit der Mail angemeldet hat (Banking etc. p.p.) so weiter und weiter.

    Dann steht man mit nichts da oder? Um die Mailadresse bei z.B. Banking ändern zu können muss man ja meist auch mit der alten Mail die Änderung bestätigen oder nicht…

    Stehe jetzt nicht auf Kinder hab auch sonst keine Nackedei Bilder, aber da muss ich nochmal über die Foto Cloud bzw. eine einfache Möglichkeit eines Backups nachdenken wa?!

  16. Fotos auf einem eigenen NAS sichern, statt in einer Cloud.
    Ebenso wie alle weiteren wichtigen Daten und Dokumente.

    • Du hast ein Backup von deinem NAS? Auch ein weiteres an einem anderen Ort? Ich sags mal so: vermutlich nicht 😀

    • Lässt sich das auch mit automatischem Upload einrichten? Sprich genau so komfortabel wie jede öffentliche Cloud? Und wie sicher sind die Daten auf dem Ding dann?

      • Bei bspw. Synology ganz einfach mit „DSfile“ oder der „Photos“-App. Beide können automatisches Hochladen von Bildern und Videos. Das funktioniert mittlerweile unter Android absolut problemfrei und die eigenen Aufnahmen bleiben nur für die dafür vorgesehenen Augen sichtbar.
        So schön „Cloud“ auch klingen mag: Nicht jeder mag, weil es so einfach ist, die Kontrolle abgeben. Was im Internet ist, ist außerhalb der eigenen Kontrolle. Für immer.

      • Zur Frage „wie sicher“: So sicher man es macht. Die hiesige Synology ist nur innerhalb des Heimnetzwerks erreichbar, nicht aus dem Internet. Thema zwei sind Sicherungen, um die man sich selber Gedanken machen muss (externe Festplatten, ggf. weitere Sicherungen) und die VORHER vom NAS mit einem selbstgewählten Schlüssel verschlüsselt werden. Wie gesagt: Man tauscht etwas Aufwand gegen das Behalten der Kontrolle über die eigenen Daten.

  17. Da sieht man, wohin sowas führen kann. Von wegen, ich habe nichts zu verbergen.
    Von mir existiert übrigens ein Foto, wo ich als 7/8 Jähriger mit meiner vier Jahre jüngeren Schwester in der Badewanne stehe und mein und ihre … zu sehen ist. Man stelle sich mal vor, das Foto ging in den 80iger beim Entwickeln durch wieviel Hände? Ja, ihr kennt das vielleicht nicht mehr. Das wurde auf Film fotografiert, der wurde anscheinend beim Fotografen zum entwickeln abgegeben, auf Papier gedruckt und man holte die Fotos dann nach mehreren Tagen ab.
    Heute passiert genau sowas. Konto gesperrt, Anzeige, Durchsuchungsbeschluss. Vielleicht sogar beim Arbeitgeber auf dem PC? Wer weiß. Das biste mal schnell gesellschaftlich und beruflich ruiniert.
    Ein neues Google Konto, dass man ja mehr oder weniger zwangsläufig benötigt, wenn man ein Android Smartphone nutzt, ist schnell erstellt.
    Das die Inhalte vom Google Konto weg sind, ist in diesem Fall und in anbetracht dessen, das dieser Fall relativ glimpflich ausgegangen ist nur noch ärgerlich.
    Und wir haben wieder etwas gelernt. Achte genau darauf, was du wo hochlädst und was du fotografierst. Es wird gegen dich verwendet werden.
    Insbesondere dann, wenn Bilder auf „verdächtige Inhalte“ in Zukunft sogar lokal gescannt werden. Allerdings ist es auch unverständlich, dass Google so unkooperativ reagiert. Zumindest das Foto für den Arzt lässt sich begründen. Das andere Foto dürfte auch nicht besonders „schlimm“ sein. Wahrscheinlich sich dort weibliche Brustwarzen zu sehen. Das geht ja in den USA gar nicht.

    • „Und wir haben wieder etwas gelernt. Achte genau darauf, was du wo hochlädst und was du fotografierst.“

      Nein, falsche Schlußfolgerung. Richtig: Achte darauf, welche Politiker du wählst. Denn Googles Idee war das nicht, Bilder durchsuchen zu lassen.

  18. Ein schönes Beispiel in der Praxis für die Überwachungsmöglichkeiten …

    … denn obwohl Edward Snowden schon vor fast 10 Jahren enthüllt hat, das die Geheimdienste der USA und ihrer Partner – in Kooperation mit den großen Tech-Unternehmen – nahezu jede Kommunikation überwachen (können), wollen das ja viele bis heute nicht glauben.

    Was China vorgeworfen wird, ist auch bei uns längst möglich – und war es wohl schon bevor China dazu in der Lage war.

    Nun schleicht sich dieser Überwachungsstaat auch bei uns immer mehr in den Alltag – und die Bürger klatschen noch Beifall, denn es dient doch einem „guten Zweck“ oder diskutieren, warum Eltern „Nacktbilder“ von ihren Kindern machen.

    Und dann hängt da noch das Nackedei-Bild ihrer Großeltern auf einen flauschigen Fell an der Wand.

  19. Schön wenn den die NAS HD mal stirbt.

    Also man macht eigentlich auch keine Bilder von Kindern wo den hochgeladen wird, das problem ist, das manchmal als standart eingestellt das, fotos im handy gleich zu google hoch geladen werden, hatte ich auch schon mal habs den bemerkt das auf einmal fotos im google waren die ich gemacht, hatte aber eigentlich noch gar keine Photos in Cloud geladen. Naja das erste wo ich jetzt mache nach einrichten des Handys sofort In die Galerie und online stellen deaktivieren.

    Und ich würde dem arzt auch kein Photo senden, da gehe ich den lieber vorbei mir dem kleinen, wenn ich kinder hätte.

    • Man merkt, dass Du keine Kinder hast, schon beim ersten Satz, denn natürlich macht „man“ Fotos von seinen Kindern und lädt diese auch irgendwo hoch, wenn nicht automatisiert, dann eben manuell, einfach, um die Familie daran teilhaben zu lassen. Das macht sicher nicht jeder, aber es ist eben eher die Regel als die Ausnahme.

    • „DIE NAS HD“ sollte es auch nicht geben sondern einen entsprechenden Raid und am besten natürlich ein Verschlüsseltes Backup iwo anders.

    • Du scheinst den Artikel nicht gelesen zu haben Marc!
      Es geht um die USA, wo auch ein kurzer Arztbesuch direkt so viel kostet, dass Leute sich das nicht leisten können/wollen!

      Aber schön, dass du selbst keine derartigen Fotos schicken würdest…

  20. Wurde bei Google mal gesperrt, weil die mich nach dem Login nach meinem Geburtsdatum fragten. Aus versehen habe ich das weggeklickt und angegeben, ich sei null (!) Jahre alt. Konto gesperrt. Kein Support, kein Ansprechpartner nichts. Nur eine Anleitung, wie ich Ausweise scannen und einschicken kann, um das rückgängig zu machen. Klappte aber nicht. Da ich niemanden erreichte, wurde das Konto einfach gesperrt. Alle Cloud-Daten weg, darunter damals Dokumente für die Ausbildung und vieles mehr.

    Seitdem habe ich nie wieder einen Google-Dienst benutzt. Damals war es toll, weil kostenlos, aber nach diesem Alptraum war mir klar – dann lieber zahlen.

    In dem Falle des Artikels… solange da nicht vernünftig drauf reagiert werden kann, um es rückgängig zu machen, halte ich das für skandalös. Man stelle sich das bei Apple vor. Die Cloud ist mit 500 Gigabyte voll, die Bilder und Videos allein 120 GB inzwischen und ich habe Filme und Musik ohne Ende gekauft.

    Meine Freundin sieht auch jung aus… stellt dir mal vor, das System erkennt Nacktfotos von ihr als nicht okay und mein Account ist weg? WTF?! Und dann kann ich nicht einmal darauf reagieren oder beweisen, dass das okay ist. Support gibt es bei Google ja eh nicht. Wen ich da bei Apple erreiche wäre dann auch spannend.

    Ein Artikel der zum nachdenken anregt. Ob und wie man überhaupt solche Cloud-Sachen nutzen sollte. Es ist einfach… aber das kann einem echt das Genick brechen.

    • Sehr wahre Worte.

      So schön einfach das mit den Google Diensten ist, aber wenn der Support wirklich so mieserabel ist wie hier mehrfach angedeutet, dann muss man echt darüber nachdenken, zumindest die allerwichtigsten Daten auch anderweitig zu sichern.

    • Man kann natürlich die Bilder auf ein Stick tun, aber das Problem, wenn es noch da ist das Handy und nicht kaputt, oder gestohlen ist.
      Cloud ist halt wichtiger als im PC, da hab ich auch nie Cloud gebraucht, hatte ja externe HD.
      Ist ja Auch schön wenn Google und Samsung das neue Handy per Cloud gleich wider einrichten und man nicht tagelang die app neu bespielt bis handy wider alles funktioniert, darum ja auch standartmässig die Fotos mit im cloud auch gleich nach knipsen, weil wer sichert schon alle 2-3 Tage die Fotos.
      Was ich immer auch mache ist per Zip app das /android/data Verzeichnis sichern im Google Cloud, natürlich verschlüsselt verzipt(11 GB Daten bei mir, hab 1 TB Cloud abo) weil google/samsung Cloud Backup sichert nur so 180 Apps und daten im Cloud, und ich hab 900 Apps installiert

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