Google hat offenbar Pläne, um Android Go für Smartphones und Tablets mit RAM von 2 GByte oder weniger verpflichtend zu machen. Die Android Go Edition gibt es seit 2017. Es handelt sich dabei im Grunde um einen abgespeckten Android-Ableger, der für Low-End-Geräte gedacht ist.
Bisher stand es aber jedem Hersteller frei, ob Android Go / Android Go Edition Verwendung findet. Das soll sich offenbar ändern, wenn man einigen Leaks Glauben schenkt. Deswegen sollen etwa ab Android 11 neue, mobile Endgeräte mit 512 MByte RAM oder weniger grundsätzlich gar nicht mehr dafür infrage kommen, um die Google-Dienste vorzuinstallieren.
Alle neuen Produkte mit Android 11, die 2 GByte RAM oder weniger einsetzen, müssten wiederum als Android-Go-Geräte auf den Markt kommen. Dies solle sogar nicht nur für Android 11 gelten, sondern ab dem vierten Quartal auch für Neuerscheinungen mit Android 10. Ausgenommen sind bereits erschienene Geräte.
Zuvor visierte Google mit Android Go insbesondere mobile Endgeräte mit 1 GByte RAM oder weniger an, nun hat man die Vorgaben etwas angepasst und auf 2 GByte RAM erhöht. Das ist wohl dem Zahn der Zeit geschuldet, da heute Smartphones und Tablets mit 1 GByte ohnehin nur noch Kuriositäten sind.
Google hat diese Anpassungen bisher noch nicht offiziell bestätigt, die Angaben sind also mit etwas Vorsicht zu genießen. Tatsächlich erscheinen im Einstiegsbereich noch oftmals Smartphones mit 2 GByte RAM – spontan fällt mir etwa das kürzlich vorgestellte Xiaomi Redmi 9A ein. Jenes Smartphone hätte dann ab dem vierten Quartal 2020 beispielsweise als Android-Go-Modell vertrieben werden müssen, wäre es erst dann auf den Markt gekommen.
