Google Home Hub grenzt sich von anderen Smart Displays technisch ab

Google hat Dienstag seinen neuen Home Hub vorgestellt. Das erste Smart Display des Unternehmens wirkt im Design eher konventionell, weicht unter der Haube aber durchaus von der Konkurrenz ab. So nutzen Partner von Googles Smart-Display-Plattform bisher Android Things als Software- und die Qualcomm SD624 Home Hub Platform als Hardware-Basis. Egal ob LG, Lenovo oder JBL – die Technik gleicht sich stark. Beim Google Home Hub ist das etwas anders.

Android Things ist dabei nicht durch Partner anpassbar – anders als Android für Smartphones. Google wollte sich aber offenbar von den eigenen Partnern abheben und hat stattdessen für den Home Hub auf die Cast-Plattform gesetzt. Im Wesentlichen steht man damit den hauseigenen Chromecast näher als anderen Smart Displays. Entsprechend verzichtet man auch auf den Qualcomm SD624, sondern setzt auf einen nicht näher genannten SoC von Amlogic.

Laut Google habe es aber keinen besonderen Grund, dass man auf Cast gesetzt habe. Es wäre auch möglich, jene Plattform anderen Parteien zu öffnen. Man habe bisher aber den Eindruck gewonnen, dass die Entwickler soweit mit Android Things zufrieden seien. Trotzdem wirkt es natürlich merkwürdig, dass Google eine eigene Smart-Display-Software-Basis für Partner offeriert, jene dann aber nicht selbst beansprucht. Eventuell könnte der Preis eine Rolle gespielt haben und man konnte insgesamt die Herstellungskosten drücken, indem man bei Hard- und Software andere Wege ging als die eigenen Partner.

Solange es bei der Funktionalität keine Kompromisse gibt, dürfte es den meisten Anwendern ohnehin relativ einerlei sein, was unter der Haube des Google Home Hub steckt. Leider erscheint das gute Stück zunächst nicht in Deutschland. In den USA ist der Home Hub ab dem 22. Oktober für 149 US-Dollar zu haben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Weiß man denn schon, ob man den Home Hub zusammen mit anderen Google Home Geräten gruppieren und somit auf allen Geräten einer Gruppe gleichzeitig Musik wiedergeben kann? Mit den anderen Smart Displays scheint das ja nicht zu gehen.

  2. Für mich wäre es interessant, die Google Fotos wiedergeben zu können. Ist dazu etwas bekannt?

  3. Eine der wichtigen Funktionen scheint für Google hub nicht vorhanden zu sein: zwischen den Geräten zu kommunizieren.
    Das hatte sich für uns in der Firma, beim Echo als perfekte Kommunikation etabliert.
    Im Grunde würde das Gerät auch reichen…Ich sehe über Google keinen Mehrwert…ihr?

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