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Im Gegensatz zu anderen Herstellern nennt Google keine Zahlen zu verkauften Einheiten der Pixel-Smartphones, in den Quartalszahlen werden sie unter „Other Revenue“ aufgeführt. Man benötigt also andere Indikatoren, möchte man Rückschlüsse auf die Verkäufe ziehen. Wie die Installation von Apps. Denn der Google Play Store hat eine sehr nette Anzeige: Wie oft eine App installiert wurde.
Nimmt man nun diese Anzeige und schaut sie sich für eine App an, die nur auf dem Pixel-Smartphone installiert werden kann, bedeutet dies, dass man die Verkaufs- und Aktivierungszahl für dieses Gerät hat. Natürlich gibt es mit dem Pixel Launcher eine solche App.
Tricky dabei: Der Google Play Store zeigt die Installationen in verschiedenen Spannen an, zum Beispiel 300.000 – 500.000. Eine halbwegs akkurate Zahl erhält man dann, wenn der Zähler zur nächsten Stufe springt. Wie es beim Pixel Launcher der Fall war, er hat die „1 Million“-Marke überschritten. Nun muss man nur noch wissen, wie Installationen gewertet werden und schon hat man die Verkaufszahl.
Vorinstallierte Apps zählen zu Downloads im Play Store, ebenso wie sidegeloadete Apps nicht reinzählen. Außerdem wird pro Account nur ein Download gerechnet, Neuinstallationen sorgen also nicht für einen Anstieg der Downloadzahlen. Da der Pixel-Launcher so nur zählt, wenn er von einem Google Pixel oder Google Pixel XL genutzt wird, sollte die Zahl relativ genau sein.
Zwar können diverse Custom ROMs dafür sorgen, dass man den Pixel Launcher auch via Play Store erhält, diese Form des Downloads wird aber nicht sehr häufig praktiziert, würde die Pixel-Verkäufe im Zweifelsfall eh noch schlechter dastehen lassen.
Für ein Vorzeigeprodukt sind das natürlich keine tollen Zahlen, allerdings unterstreicht es vielleicht auch, wie gut andere Hersteller darin sind, Googles mobiles Betriebssystem einzusetzen. Samsung verkaufte vom Galaxy S8 5 Millionen Stück im ersten Monat, Apple wird pro Quartal mindestens 40 Millionen iPhones los – wobei der Vergleich mit Apple hinkt, man hat ja keine große Wahl, wenn man iOS nutzen möchte.
Auf jeden Fall dürfte Google noch einen langen Weg vor sich haben, um in der Premium-Klasse auch in Sachen Marktanteil ein Wörtchen mitreden zu können. Technisch reden die Pixel-Smartphones ja schon ganz gut mit.