Wir berichteten darüber, dass Google Hangouts angeblich eingestellt werden soll. Zumindest für normale Endanwender. Aber Google scheint sich noch Zeit lassen zu wollen, das Aus von Google Hangouts in der klassischen Form soll irgendwann 2020 erfolgen.
Die Berichterstattung trieb Scott Johnston, seines Zeichens Produktverantwortlicher bei Google für Hangouts Meet & Chat in der G Suite, zu diversen Tweets, in denen es um Google Hangouts ging. Er nennt die ursprüngliche Berichterstattung zum Thema schäbig und es sei nur die halbe Geschichte. Hangouts-Benutzer würden zu Hangouts Chat und Hangouts Meet aktualisiert, was dann in der Abschaltung von Hangouts Classic (so wollen wir mal die normale Nutzer-Version nennen) endet.
Das mutet natürlich komisch an, denn Hangouts, so wie wir normalen Anwender es kennen, ist natürlich etwas anderes als Hangouts Meet und Hangouts Chat – dies sind ja eher Enterprise-Produkte. Letzten Endes führe diese Umstellung der Nutzer zwar zur möglichen Abschaltung von Hangouts Classic, allerdings bedeute dies nicht, dass man den Support für die Anwendungsfälle des Produktes einstellt, nämlich Messaging und Meetings. Weiterhin teilt er mit, dass man die Produkte nicht als „völlig separate Unternehmensprodukte“ sehen dürfe – die Apps werden von Verbrauchern, Unternehmen, Schulen, Regierungen und dergleichen genutzt. Dies gelte nicht nur für Google Apps, sondern für den gesamten Markt. Line unterstützt sowohl Unternehmen als auch Verbraucher. Genau wie Facebook Messenger oder Dropbox.
Was aber genau eine Umstellung der Nutzer bedeuten würde, wie das Ganze konkret aussehen könnte – das bleibt noch offen. Und für jeden Nutzer von Google Hangouts ist das natürlich ein furchtbares Damoklesschwert. Natürlich ist es schlimm, wenn ein geliebter Dienst eingestellt wird. Im Falle von Google Hangouts sollte man aber derzeit den Ball flach und die Füße still halten. Zumindest so lange, bis Google selber mal Dinge offiziell beim Namen nennt. Dann sieht man nämlich konkret, was passiert. Und dann hat man – so gut kennt man Google mittlerweile – sicherlich noch ein paar Monate Zeit, um Alternativen zu suchen.
