Google gestaltet 53 Bigender Emojis

Emojis, die Hieroglyphen der Neuzeit, werden heute praktisch ständig genutzt, um schnell etwas wortlos auszudrücken. Leider kamen im Laufe der Zeit zu den geschlechtsneutralen Smileys auch Personen hinzu. Nun weiß jeder wie das heutzutage ist, es gibt nicht mehr nur Mann und Frau. Manch einer fühlt sich an einem Tag eher männlich, an anderen Tagen wieder weiblicher. Das fasst man unter dem Begriff „Gender Fluid“ oder auf Deutsch auch „Bigender“ zusammen.

Für jene Personen gibt es dieses Jahr gute Nachrichten in Sachen Emojis, den Anfang macht Google. 53 Gender Fluid Emojis hat das Unternehmen gestaltet. Die Erstellung soll dabei gar nicht so einfach gewesen sein, da kommt es wohl sehr aufs Detail an. Jedenfalls sollen diese Emojis keine klare Geschlechtszuordung haben. Was wiederum aber auch nur mit dem Schubladendenken der Menschen spielt.

Wenn man sich bei einem Gender Fluid Emoji nicht für kurzes Haar entscheidet, weil das einem Mann zugeordnet wird, aber auch auf langes Haar verzichtet, weil es einer Frau zugeordnet wird, ist da schon der erste große Denkfehler. Ein Mischmasch aus beidem ist dann das, was wohl als Gender Fluid durchgehen soll. Von einem Schubladendenken ins nächste.

Google ist das erste Unternehmen, das diese Form der Emojis zeigt, man kann davon ausgehen, dass im Laufe des Jahres aber die anderen (Apple und Microsoft) mit ihren eigenen Interpretationen nachziehen werden. Wer sich für die Entstehungsgeschichte interessiert, dem sei der Artikel bei Fastcompany empfohlen.

Ich bin nicht bigender und mir ist das auch völlig egal, ob das einer ist. Was mich aber interessieren würde – und diese Frage gebe ich an Leser weiter, die sich so identifizieren, bringen Euch diese Emojis etwas? Fühlt Ihr Euch dadurch besser repräsentiert oder eben doch wieder nur in eine Schublade gesteckt?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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45 Kommentare

  1. Ich glaube eher, dass wir in einer Epoche der Geisteskranken leben. Das größte Problem der Generation ist es, sich nicht richtig verstanden und repräsentiert zu wissen.

    • Thorsten says:

      Neeee……ich bin mir sicher, dass das nicht der echte Caschy geschrieben hat!

      • Hat er. Kannst mich auf Twitter nachfragen.

        • Thorsten says:

          Krass, hätte ich nicht gedacht, ist ja schon ein wuchtiger Kommentar…damit will ich aber nicht sagen, dass Du Unrecht hast 😀

        • Respekt Caschy. Dachte auch du bist da ein bisschen stromlinienförmiger. Und bevor sich hier der Pöpel angesprochen fühlt. Man kann Menschen achten und auch tollerieren ohne sich das Gehirn waschen zu lassen. Ein bisschen gestört sind wir ja alle.

        • Und was ist wenn Twitter auch gehackt wurde?
          Wir brauchen eine Videobotschaft passend zur „Epoche der Geisteskranken“ das alles in Ordnung ist… ^^

          Passend dazu:
          „Das Leben ist ein Mosaik
          Und da es zu viele Steine gibt
          Bleiben die meisten geistig verwirrt
          Was wird, was war, was kommt, was wäre wenn, was noch
          Der Raum ist voll und alle laufen Amok“

          https://www.youtube.com/watch?v=TjhPHY3U4w8

    • RiffRaff says:

      +1, Du drückst es aber noch nett aus, mir würde da noch viel mehr einfallen.

    • Danke. True words.

    • Christian EM says:

      Du fasst es perfekt zusammen

    • Als alter, weißer Mann steht man bisher natürlich ganz gut da steht und ist überrepräsentiert. Da sollte man es anderen zustehen, wenn sie sich auch wiederfinden wollen – in Emojis, bei Entscheidern… Das nimmt uns weißen Männern doch nichts weg.
      Wir hatten jahrhundertelang den besten Platz am Tisch. Ich finde, das kann man ruhig eingestehen, ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen. Den Leuten auf den hinteren Plätzen zuzuhören und seine eigene Stellung mal bescheiden aus einer anderen Perspektive zu betrachten zeugt doch von wahrer Größe.

    • Welche Generation meinst Du?
      Deine oder die der 70er Jahre, die sich gegen Polizeiwillkür gegenüber Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten auflehnten und deren Aufstand heute noch gedacht wird?
      Ist es Geisteskrank als Minderheit zur Gleichtellung zu streben oder Sie dabei zu untersützen?

      So oder so … ich wundere mich über solche Äusserungen (bin j´damit wohl nicht der Einzige) und ich bin mir sicher; Es ist nicht Dein größtes Problem, sollte ich Dich nicht richtig verstanden und interpretiert zu wissen.

    • Was für ein schwachsinniger Kommentar. Wo genau schränkt dich das hier z.B. in deinem Lebensbereich ein? Nirgendwo, oder? Aber kannst du dir vorstellen das diese Menschen tagtäglich in ihren Lebensbereichen eingeschränkt werden, weil alte weiße Männer wie du solche Sprüche absondern? Denk mal ein wenig darüber nach

      • Do not assume gender!

      • Muss man eigentlich über sich selber lachen, während man sowas schreibt?

        Wenn jemand die neuen Gaymojis amüsant findet, dann darf er das. Auch Menschen mit Identitätsstörung darf man zugestehen, so etwas aushalten zu können.

        Es wird auch niemand in seinem Lebensbereich eingeschränkt, allenfalls im Ausagieren seiner Störung. Man tut diesen Menschen keinen Gefallen, wenn man so tut, als wäre das Unnormale Normal. Man kann es tolerieren, aber niemand muss es akzeptieren.

        • Sophia Schröder says:

          Solange es noch Gestörte wie dich gibt, die andere als gestört betrachten, weil sie nicht der Geschlechtsidentität entsprechen, die du ihnen zubilligst/zuschriebst… täten Leuten wie du uns einen großen Gefallen, ihren ehrverletzenden Stuss einfach bei sich zu behalten.

          • Der_Dedl says:

            Ja, ja, die Toleranz hört genau dort auf, wo es meiner Meinung widerspricht, nicht wahr?
            Wer ist denn jetzt hier beleidigend geworden, werte Sophia?
            Gestört ist eher ihre Einstellung…

            • Hi, Caschy hat beleidigt. Verwunderlich ist da da nicht, dass zurückbeleidigt wird. Dennoch muss das sicherlich nicht sein.
              Menschen, die sich angegriffen fühlen, sobald andere Geschlechteridentitäten repräsentiert werden, sind sich ihrer eigenen Geschlechterrolle wohl nicht ganz sicher und verdienen daher unser Mitgefühl. Trotzdem sollten sie etwas mehr über sich selbst nachdenken. So könnten sie an Gelassenheit gewinnen, damit die eigene Unsicherheit nicht gleich in Beleidigungen umschlägt, wie bei Caschy.

    • Volle Zustimmung!

    • Peter Bruells says:

      Große Worte in einem Block, das sich eigentlich nur mit Konsumkrams, Spielzeug und Film und Fernsehen beschäftigt.

  2. Problemkerze says:

    Ich habe so eine Frisur wie das Bigender-Emoji. Also fühle ich (afaik Hetero-Mann) mich persönlich ab sofort besser vertreten. Endlich Emojis für Leute mit widerspenstigen Haaren.

    Kann mir vorstellen, dass die Bigenderen die Geste zu schätzen wissen.

  3. Ich hab Big-Ender gelesen, und erst beim Lesen die falsch gedachte Betonung gemerkt – ich dachte da kommt irgendwas mit Hirsch-Geweihen…
    Bin wohl einfach zu alt für so nen pseudo-politisch-korrekten Quatsch…

  4. Some people have real problems.

  5. Sparbrötchen says:

    Ist doch prima. Wenn die tatsächlich etwas von beidem ausdrücken sollen, können wir uns die Mann/Frau Emojis wieder komplett sparen und nehmen nur noch dieses Mischdingens, denn da wären ja bereits alle repräsentiert.
    Oder wir bleiben gleich bei den ASCII Emojis ; ) statt der Guernica-großen Wandgemälde.

  6. Krank! Das neutrale (rund, gelb, stilisiert) Smiley ist das einzige was nicht diskriminierend eingesetzt werden kann!

    • MeinName says:

      *ironietag_on*
      Sicher? Es könnte sich ja ein weißer, schwarzer, brauner oder sonstig pigmentierter Mensch unterrepräsentiert fühlen. Ich bin im Übrigen für einen schwarzen Smiley und lehne den gelben ab.
      *ironietag_off*

  7. Kann ich das abschalten?

    Die Zumüllung der Emojis ist zum kotzen! Man erkennt auf den 5mm großen Dingern sowieso nichts. Ich beschäftige mich doch nicht 5min damit aus dieser Masse an Bildchen das richtige zu suchen! Zumal niemand sich die Bedeutung der ganzen Bildchen merken kann. Was bringt es wenn mein Kommunikationsparner nicht weis was ich mit dem Bildchen sagen will. Man sollte sich lieber wieder darauf konzentrieren Kommunikation auf den Punkt zu bringen.

    Google sollte lieber seine Dienste bugfrei machen.

    • Peter Bruells says:

      Nicht dass ich die Dinger wirklich benutzen würde ich oder auch nur ansatzweise versuchen würde, irgendwelche Emoji-Bildergeschichten zu entziffern, aber das hört sich doch eher nach einer Sehbehinderung an als nach einem Problem der Emoji. 5 mm entspricht der einer 14pt-Schrift, auf einem handelsüblichen Display ist das mehr als üppig.

      • Es geht um Bildchen wie das dieser Meerjungfrau mit den verschränkten Armen … oder er Unterschied der Reihe Zombies … das erkennt man alles auf einem Smartphone nicht. Das Detail was den Unterschied macht ist dann kleiner als 1mm.

        • Peter Brülls says:

          Die Details sind schon bei großen Größen manchmal sehr gering. Zumindest das Unterschiede sieht man aber sehr gut. Siehe zum Beispiel

          , ausgesucht aus der Emoji Tastatur des iPhones. Da sieht man dich auch bei 5×5 mm die verschiedenen Typen.

  8. wer sich bei der Fülle an Emojis und Smileys nicht ausreichend repräsentiert fühlt, hat meiner Meinung nach Minderwertigkeitskomplexe und das werden die neuen Bigenders auch nicht großartig ändern.

  9. Ich halte mindestens 90% der Dinger eh für überflüssig. Muss man denn JEDEN Bruf als Emoji haben, nur damit keiner sich benachteiligt fühlt? „Mimimi Maurer-Emoji gibts aber Innenausstatter nicht, ich fühle mich unterdrückt mimimi“.
    Für mich sehen die Zwitter-Emojis übrigens eh wie Frauen aus. Die Gleichung Mann=kurze Haare, Frauen=lange Haare geht ja eh nicht auf.

  10. Freakyno1 says:

    Ich fühle mich ausgegrenzt. Ich bin Linkshänder und dafür gibt es keine Emoji’s…..

    • Mir würde es nicht schaden, gäbe es Emoji’s für dich. Im Gegenteil, ich bin glücklich wenn andere zufrieden sind also drücke ich die Daumen, dass Linkshänder in Zukunft auch represäntiert werden.

  11. Also ich fasse das unter dem Begriff „psychisch gestört“ zusammen, und jene Personen bräuchten dringender einen Psychiater als neue Emojis…..

  12. Beobachter says:

    Ein sehr schöner Kommentar von Sascha ! Mal abgesehen davon, dass die Flut vom Emojis mittlerweile groteske Züge angenommen hat und die meisten Anwender gar nicht mehr wissen, was sie mit den Dingern ausdrücken, stellt sich ja die Frage, ob der Gender-Wahn nicht mittlerweile verrückte Ausmasse angenommen hat. Zu den Emojis kann ich nix sagen, aber zu anderen bescheuerten Maßnahmen: Der Einbau von Toiletten für das „dritte Geschlecht“ in Grundschulen hat sich bereits als Irrsinn erwiesen – die Kinder (wohl gemerkt: ein Kind alle zwei Jahre pro Grundschule), die derartige Toiletten benutzen, sind in unerträglicher Weise diskriminiert ! Kosten für die Baumassnahmen absurd, Nutzen für die Kinder: Kontraproduktiv ! Aber in Deutschland regiert blanker Aktionismus … und wer mal ERST nachdenkt, um zielführend zu handeln, wird als „Grufti“ beschimpft …

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