Google geht offline, Internet-Traffic bricht ein

Es waren nur ein paar Minuten gestern Abend, in denen alle Google-Dienste offline waren. Gmail, YouTube, Google Drive und andere Dienste waren plötzlich nicht mehr erreichbar. Welche Auswirkungen dies auf den gesamten Internet-Traffic hat, zeigt folgende Grafik. Mit einem Schlag (dem Zeitpunkt des Blackouts), gab es plötzlich 40% weniger Traffic.

google_outage_graph

Interessant ist auch der Peak, der folgt, nachdem die Google Services wieder online waren. Das Ganze zeigt sehr deutlich wie abhängig wir doch von bestimmten Diensten sind, vor allem, wenn ein großer Anbieter mehrere dieser bietet. Was den Ausfall verursacht hat ist noch nicht bekannt. Technische Probleme können überall auftreten, auch bei Google. Da ist es gut, wenn diese nur von kurzer Dauer sind.

Versucht Ihr Eure verschiedenen Webdienste alle beim selben Anbieter zu nutzen oder streut Ihr so großflächig wie möglich? Würde Euch ein längerer Blackout von Google-Diensten in Bedrängnis bringen?

Update: Ente, Ente, Ente. Hier ein Update, wir verändern unsere Beiträge heimlich nicht. Nicht der Internettraffic ist soweit herunter gegangen, sondern nur der Traffic, den GoSquare erfasst, knapp 8000 Seiten.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

57 Kommentare

  1. Schlimm ist es nicht, nutze Dienste wie Dropbox und Co nicht, einzige was ich nutze is die Suche , Email is auch nich das Problem läuft über andere Dienste und Problematich wäre es wohl mehr oder weniger für Android Kunden da glaub das system mehr oder weniger an Google hängt

    • Quatsch, wozu braucht ein Android User denn Google? Der Market wird u.U.ein paar Tage nicht funktionieren aber das ist ja kein Beinbruch.

  2. Fügt bitte die Quelle auch in den RSS-Feed ein. Ich lese die meisten Artikel im Feedreeder und dort bekomme ich den Eindruck, dass ihr schlecht recherchiert. Erst wenn ich die Artikelseite aufrufe, um nach der Quelle zu fragen, sehe ich die Quellenangaben.

    Bitte ändert das und fügt die Quellenangabe dem RSS-Feed hinzu. Damit macht ihr eure Artikel ein wenig transparenter für RSS-Leser. 🙂

  3. Ich war lange Zeit auch mit all meinen Diensten bei Google und hatte sogar ein Google (Android) Phone…

    Allerdings gefällt mir zunehmend immer weniger wie Google in allen möglichen Bereichen Versucht die Vormacht zu erlangen mit kostenlosen Diensten, die man dann mit den eigenen Daten bezahlen muss. Deswegen versuche ich auch möglichst viel von Google wegzukommen, lediglich die Email Adresse die ich jahrelang genutzt habe werde ich noch etwas weiterbenutzen müssen…

    Man darf sich nichts vormachen, das Hauptgeschäft von Google ist das Sammeln von Daten und verkaufen von Werbung, in ein paar Jahren mit zunehmender Vernetzung wird das ganze noch viel schlimmere Züge annehmen, noch ist es ja „praktisch“ das Android automatisch alle Standortdaten an Google sendet und dafür automatisch Routen vorschlägt in Google Now. In 5 Jahren sieht man dann nur noch Werbung anhand der Orte an denen man sich aufgehalten hat.

  4. mittlerweie wäre ich übrigens auch bereit für Dienste wie z.B. E-Mail kleine Beträge (z.B. 1 Euro pro Monat) zu bezahlen.

    Vor ein paar Jahren undenkbar für mich, aber mittlerweile habe ich mehr Vertrauen in Dienste die man mit echtem Geld anstatt mit Daten bezahlt

  5. Ich habe davon glücklicherweise nichts bemerkt. Wäre Goggle allerdings länger down gewesen wären bestimmt 60-70 Prozent meines Webseiten traffics weg gewesen.Ohne Goggle müsste ich also sehr grosse Lücken füllen.

  6. Mir wäre es egal, wenn Google die Server abschaltet. Ich besitze kein Google-Konto (mehr) und mein einziges Android-Smartphone (Galaxy Gio) verwende ich ohne Google Apps (http://fdroid.org als App-Markt).
    Unter Ubuntu Touch brauche ich auch kein Google-Konto und das restliche Internet funktioniert auch mit blockierten Google-Diensten recht gut.
    Von sozialen Netzwerken, Microsoft etc. habe ich mich auch verabschiedet.

  7. Zum einen, wegen der NSA zum anderen aus Angst wegen genau so etwas – nämlich dass viele Dienste einfach nicht erreichbar sind- versuche ich aktuell, meine gesamten Dienste auf einen eigenen Cloud-Server zu verlagern. Übrigens vertraue ich hier meinem Provider zu 100%, da ich den Geschäftsführer kenne und deshalb vor einem Missbrauch sicher sein kann. Außerdem gibt es täglich von allen Daten Backups – sowohl von MySQL als auch von Apache. Somit verschwinden die Daten auch nicht einfach. :). Somit bin ich mehr als nur einmal gesichert.

  8. Das mit dem Traffic bereitet mir Probleme: wo wurde das gemessen und wie – war mein erster Gedanke, inzwischen hat ja elknipso das etwas erläutert. Aber trotzdem eine diskussionswürdige Zahl, denn das Aufrufen einer Webseite hat ja erstmal nichts mit Google zu tun – und das so viele Leute seiten mithilfe der Google-Suche aufrufen kann ich mir nicht vorstellen. So richtig geht aus dem Artikel auch nicht hervor, welche Dienste alle ausgefallen sind um so einen Einbruch im Traffic zu verursachen.

  9. Googleausfall Beobachter says:

    Ich nutzte sehr oft die google Suche und youtube benutze ich ebenfalls öfters. Ein Ausfall der beiden Dienste würde mich nur wenige Tage in Mittleidenschaft ziehen, dann habe ich mir nämlich Alternativen gesucht. Bei meinem email Konto sieht die Sache anders aus, speziell da ich mit meinem Android auch alle Kontakte und meinen Kalender bei google bin. OK jeder Emaildienst kann ausfallen und eine offline Email ist rellativ witzlos, bei menen Kontakten und dem Kalender gäbe es alternativen. Ja ich nutze keine Alternativen, so ein Beitrag zeigt aber immer wieder das die Clouddienste am Seidenen Faden hängen – genauer gesagt an Kupfer und Glasfaserleitungen.

  10. also ich hab den einbruch bemerkt, jedoch um 00:55. alle anderen seiten klappten, google nicht. nach neustart + ipchange immer noch nicht. später funktioniert es dann, gegen 01Uhr.

    laut der grafik aber erst gegen 23:50uhr, komisch…

  11. Wirklich schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin der Google den Rücken kehrt.
    Ich wüsste gern wie stark dieser Trend ist und ob er nur bei Techies Auftritt.

    Mein Versuch Google ganz zu meiden:
    Mail: eigener IMAP Server
    Kalender: eigener Owncloud Server
    Kontakte: ebenfalls Owncloud
    RSS: Feedly läuft bis jetzt ganz gut. Vielleicht werde ich die aber auch noch selbst hosten.
    Die restlichen Dienste von Google habe ich eh selten genutzt.

    Bis jetzt brauche ich Google nur noch sehr selten.

    Plan für die Zukunft, auch das Smartphone OS zu ersetzen.

  12. Bei mir ist es fast genauso wie bei JoeD: Eigener Mailserver und eigene Owncloud für alles Wichtige (Files, Kalender, Kontakte). Freemail-Accounts nutze ich nur für Pillepalle und sind daher nicht wichtig und die Google-Suche nutze ich derzeit nur Huckepack via Startpage.

  13. @ Jello und JoeD: Wie funktionert denn sowas mit „owncloud“? Wie hoch sind die Kosten? Lohnt sich sowas für jemanden der nicht all zu viel Aufwand hineinstecken möchte?

  14. @JoeD @Jello B.
    Ich hätte eine Frage: Wie kann ich selbst einen IMAP-Server aufsetzen? Ich habe danach gesucht, aber bis jetzt nichts gefunden (ein Link würde mir sehr helfen). Alles andere hoste ich schon seit 1 1/2 Jahren mit ownCloud selbst.
    Zu Feedly: Für Feedly brauchst Du leider ein Google-Konto. Ich würde Dir raten, mal die News-App für ownCloud anzuschauen. Dafür gibt es dann auch eine Android-App, welchse bei F-Droid sogar legal kostenlos ist.
    Zum Smartphone-OS: Schau‘ Dir mal Ubuntu Touch an. Das komplette System ist Open Source. Evtl. lassen sich auf dieser Basis auch Custom-Roms erstellen, die dann andere Oberflächen etc. besitzen (Xubuntu, Lubuntu, Kubuntu).

  15. @anonymus ownCloud selbst ist für Privatleute kostenlos. Ich hoste das auf meiner QNAP TS-212 selbst und muss somit nur für den Stromverbrauch zahlen.
    Es lohnt sich auf jeden Fall, denn Du kannst damit alles synchronisieren: Deine Dateien, Deine Kalender, Deine Kontake, Deine Lesezeichen (über Firefox Sync), Deine Notizen etc. und Du bist unabhängig.

  16. Ich meine etwas von Zugriffen gehört zu haben, nicht vom Traffic. Ebenso denke ich, dass viele Zugriffe wegen Google Ad Sense enstehen und durch den Ausfall wurde die Werbung eben nicht mehr ausgeliefert.

  17. Wow, das sind interessante Daten. @JoeD Interessanter Ansatz. Mit welcher Suchmaschine suchst Du?

  18. @Stefan ixquick, ist scheinbar der selbe Anbieter wie Startpage.com.
    @TobiH8 Ich nutze einen Laptop mit Gentoo. Darauf läuft ein Apache für owncloud und roundcube. Für die Mails habe ich Postfix und Cyrus-Sasl und Cyrus-Imap. Nicht ganz einfach aufzusetzen. Sobald das Weihnachtsgeld da ist soll alles auf eine Diskstation umziehen.
    @anonymus Kosten, eigentlich nur Strom und etwas Zeit zum Aufsetzen.
    Die eigene Domain kostet noch einen 30er im Jahr.

    Einziger Nachteil, Google hat womöglich die höhere Uptime / Erreichbarkeit.

  19. Ohne Youtube kein Gronkh, der Rest ist mir total egal. Statt der Suche Metager, Yacy, DuckDuckGo, Mails habe ich unter eigener Domain und statt GMaps gibts OSM. Der Reader ist tot und statt GNews werden die wichtigsten Zeitungen eben direkt besucht, oder einfach gar nicht.
    @JoeD: Ich zahle für meine Domain unter einem Euro/Monat, manche Anbieter kommen für Beträge unter 20 Cent rum. 😉

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.