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Google Fotos: Python-Skript hilft beim Umzug über Google Takeout

Google Fotos ist von mir und vielen anderen eine gern genutzte App. Im November dann die große Ankündigung: Ab dem 1. Juni 2021 werden sämtliche neuen Fotos auf den kostenlosen bzw. zugekauften Speicherplatz angerechnet. Identisch sieht es auch für neue Pixel-Modelle aus. Hier hat man bereits vorab auf die „High-Quality-Option“ gekürzt. Für viele nun sicher ein Anlass, um komplett auf ein eigenes NAS oder gar einen anderen Cloud-Anbieter zu setzen, „wenn es schon nichts mehr kostenlos gibt“. Da gibt es bekanntlich den Weg über Google Takeout, welcher die gesamte Foto-Bibliothek exportiert.

Das Ergebnis des Exports: Viele Ordner mit wenigen Fotos und json-Dateien. Dieser Sache hat sich nun ein Github-Nutzer angenommen, der mit „Google Photos Takeout Helper“ ein kleines Python-Skript verfasst hat. Jenes wirft alle Fotos in chronologischer Reihenfolge in einen Ordner und befreit euch vom mitgelieferten Ordner-Wulst. Zudem werden auch Exif-Informationen sowie andere Eigenschaften korrekt eingestellt. Wahlweise könnt ihr die Bilder auch in gesplitteten Monatsordner ablegen lassen. Den geordneten Ordner könnt ihr dann wieder in eine andere Cloud oder auf ein NAS schieben. Synology bietet da zum Beispiel mit Synology Moments einen recht ähnlichen, lokalen Dienst, welcher die Bilder gruppiert und auch nach Personen sortieren kann.

Dieses Skript versucht, alle „Fotozeit“ richtig zu stellen. Wenn es Json findet – setzt es alles von diesem Json (es enthält Daten mit bearbeitetem Zeitstempel, die Sie möglicherweise in Google Fotos korrigiert haben). Wenn das nicht möglich ist – versucht es, Exif-Daten aus Foto zu erhalten. Wenn es so etwas nicht finden kann, setzt es das Datum aus dem Ordnernamen.

Künftig sollen auch Videos mit den korrekten Exif-Daten versehen werden, sowie die GPS-Daten aus den json-Files in die Exif übertragen werden. Auch eine Möglichkeit für den Umgang mit Alben möchte man da künftig anbieten, es lohnt sich also, das Projekt im Auge zu behalten. So geht’s:

  • Get all your photos in Google Takeout (select only Google Photos)
  • pip3 install -U google-photos-takeout-helper
  • Extract all contents from your Google Takeout to one folder
  • Cut out/remove all „album folders“ that aren’t named „2016-06-16“ or something like that
  • Run google-photos-takeout-helper -i [INPUT TAKEOUT FOLDER] -o [OUTPUT FOLDER] Alternatively, if you don’t have PATH set right, you can call it python3 -m google_photos_takeout_helper

Auf der Github-Seite hat man zudem eine etwas ausführlichere Variante für unbedarfte Nutzer parat.

Wie sieht es bei unserer Leserschaft aus: Ist der Kurswechsel für euch Grund genug den Fotos-Dienst zu wechseln?

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