Google Fotos: Einbindung von Google Drive kann sich lohnen

Ich schrieb es in früheren Beiträgen bereits, wie ich meine Fotos archiviere und sichere. Die Möglichkeiten werden heutzutage ja nicht weniger. Ich selber setze unter anderem auf ein verschlüsseltes Backup, welches die Inhalte in den Google Drive lädt. In Sachen Fotos hat dies aber einen Nachteil, denn verschlüsselte Fotos werden nicht von Google Fotos erkannt. Wer allerdings keine Probleme hat, seine Fotos unverschlüsselt bei Google zu sichern, der sollte vielleicht einmal die Methode über den Google Drive versuchen. Das hat alles seine Vor- und Nachteile.

Der Weg über den Google Drive bedeutet, dass man – sofern man nicht Symlinks nutzen will – seine Fotos lokal in den Google-Drive-Ordner legen muss. Des Weiteren muss man natürlich schauen, dass man genügend Speicherplatz bei Google hat, ich hatte mir seinerzeit 100 GB für knapp 20 Euro im Jahr gegönnt. In Sachen Fotos halte ich es recht knapp, in 20 Jahren schaue ich mir sicherlich keine 5.000 Fotos an, die zeigen, wie schön der Harz in Sachen Natur ist, ich selber schaue mir da eher Personen oder anderes für mich relevantes an.

Solltet ihr euch überlegen, eure Fotos mal extern zu sichern und dies unverschlüsselt, dann kann man sich gerne den Weg über den Google Drive in Verbund mit Google Fotos anschauen. Aktiviert man nämlich die Möglichkeit in Google Fotos (unter Einstellungen), dass man auch Fotos aus dem Google Drive sehen möchte, dann sieht man seine Sammlung in den Google Fotos im Web und der App, inklusive allen Bearbeitungsmöglichkeiten.

Was man bedenken muss: Google Fotos arbeitet etwas anders als eure eventuell vorhandene Sortierung. Viele Menschen sichern Fotos in Jahres- und Monatsordnern, eventuell nach Event getrennt. Das könnt ihr so über die Google-Drive-App hochladen, innerhalb von Google Fotos wird lediglich nach Datum angezeigt. Ihr könnt natürlich Alben in Google Fotos anlegen, diese sind aber nur dort vorhanden, in der gesicherten Ordnerstruktur ändert sich nichts. So seht ihr weiterhin in der Drive-Struktur eure bekannte Sortierung, in den Google Fotos aber die von euch eingestellte, bzw. die standardmäßige Sortierung nach Zeit.

Das nachträgliche Hochladen der Fotos über die Methode hat den Vorteil, dass man, sofern man etwas herunterladen möchte, die bekannte Sortierung vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil ist, sofern man die Drive-App auf dem Desktop einsetzt, dass bei Synchronisierung auch sofort die Fotos auf dem Rechner landen, die man via Smartphone geschossen und gesichert hat. Und ganz ehrlich: Selbst wenn man es nicht dauerhaft machen möchte: Ein temporäres Hochladen von vielen Fotos fand ich auch angenehm, konnte ich doch so schnell die Spreu vom Weizen trennen.

tl;dr: Backup von Fotos, wenn auch unverschlüsselt ist möglich, in alt bekannter Sortierreihenfolge. Fotos lassen sich überall einsehen, unnützes schnell löschen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

19 Kommentare

  1. Nutze Google Photos mit automatischem upload separat, eine Ordnerstruktur benötigt man nicht mehr wenn man damals die Google KI per Picasa auf Gesichter der eigenen Familie getrimmt hat und die Bilderkennung für Orte von Google voran getrieben wurde.
    Einfach nach Person + Standort + Datum suchen und alle Portraits dieser Person des Jahres im Umkreis laut EXIF Daten oder damaligem Smartphonestandort werden angezeigt. Strg+A und Export und sie sind wieder runter geladen.

    Dank Komprimierung spart mir die Methode ohne Drive so ca. 5 gb Google Speicherplatz ein, aber auch nur weil ich dort auch viele Scans von Bildern und Postkarten ausgelagert habe.

  2. Also ich schaue mir in 20 Jahren gerne hunderte Fotos eines Ereignisses oder einer Reise durch um es nochmal Revue passieren zu lassen oder zum Vergleich wie es früher einmal war.

    Meine Fotos habe ich in Ordnern (Alben) und der gesamte Ordner mit allen Alben ist in Lightroom importiert, welches mir auch die Möglichkeit bietet, nach Personen zu suchen sofern die offline Gesichtserkennung erfolgreich innerhalb der Alben war. Als Hobbyfotograf will ich Lightroom auch nicht missen, z. B. um nach Metadaten zu filtern: welche Fotos habe ich im Jahr X, mit Kamera Y und Objektiv Z gemacht und vieles mehr.

    Die Fotos liegen zuhause auf einer Synology und werden per Cloud Sync zum einen auf meinen privaten Server (owncloud/WebDAV) und zum anderen in die Amazon Cloud gesynct, die Dank Amazon Prime und unendlichem Speicher für meine Fotos selbige nicht auf den verbrauchten Speicher anrechnet, der mittlerweile wegen der RAW-Dateien bald an der 500GB Marke kratzt, bei wenigen zehntausend Fotos.

    Für andere Dienste wie Google oder Flickr exportiere ich eher eine sehr unpersönliche Auswahl an Fotos aus den Alben heraus.

    Für mich sehe ich jetzt keinen Vorteil, sondern eher Nachteile darin, Google Drive in meinen Workflow einzubinden, oder?

  3. joshuabeny1999 says:

    Ich backupe meine Fotos schon lange per Google. Eine Ordnerstruktur habe ich nie vermisst. Die Suche ist sehr stark und von den wichtigen Dinge habe ich Alben.

  4. Black Mac says:

    Dachte auch, dass Google Drive der bessere Ort für Fotos ist. Aber bei den Fotos vom Google Drive funktioniert die Gesichtserkennung nicht, und das ist für mich ein KO-Kriterium.

  5. Caschy, bei welchem Verschlüssekungstool bist du z.Z. gelandet?

  6. Anfangs hab ich mich auch schwer getan mit der nicht vorhandenen Ordnerstruktur bei Google Fotos, letztlich aber finde ich die Sortierung nach Datum nicht schlechter. Wie auch einer meiner Vorredner lege ich dann und wann mal Alben an, die dann auch nicht tatsächlich sämtliche Fotos des jeweiligen Ereignisses enthalten. Schwierig wird es bei älteren Fotos, die ich zu Beginn der „digitalen Ära“ aufgenommen habe. Damals kannte ich EXIF noch gar nicht, GPS.Koordindaten waren natürlich auch nicht drin (und sind es bei den meisten Kameras auch heute noch nicht). Das erfordert dann natürlich manuelle Nachbearbeitung, wenn ich auch diese Fotos korrekt in Google Fotos einsortieren und die Features nutzen möchte.

  7. Kennt denn jemand eine Möglichkeit, wie man Duplikate in Google Photos bequem loswerden kann? Teilweise habe ich ein Foto bis zu 4x im Photostream von Google Photo. Das manuelle Aussortieren ist wirklich sehr aufwendig.

  8. Suche, wie Marc auch, nach _dem_ Tool für dateibasierte Verschlüsselung zur Cloud Sync. Sollte gerne FOSS sein.

  9. Lasse S. Krache says:

    Verschlüsselung:
    http://stefanstools.sourceforge.net/CryptSync.html

    Funktioniert einfach, transparent und bei mir seit Jahren ohne Probleme!

  10. Kannst du den Punkt hier etwas näher erläutern bitte? Das interessiert mich:
    „Ein weiterer Vorteil ist, sofern man die Drive-App auf dem Desktop einsetzt, dass bei Synchronisierung auch sofort die Fotos auf dem Rechner landen, die man via Smartphone geschossen und gesichert hat.“

    Irgendwie habe ich noch keinen ordentlichen Workflow, um alle Fotos eines Events (Fotos, die ich mit meiner Kamera gemacht habe + Fotos, die ich mit meinem Android-Smartphone gemacht habe + Fotos, die meine Frau mit ihrem Android-Smartphone gemacht hat) zusammenzubringen.
    Hat da jemand eine Idee bzw. wie macht ihr das?

  11. Ich nutze Google Photos genau so wie cashy. Bilder sind bei mir in ihren Ordnern in G-Drive und dieser wird bei Photos dann eingebunden. Funktioniert tadellos und für mich die einfachste Lösung, da nicht alle Geräte Photos unterstützten aber dann meißt google drive sodass ich immer an meine Bilder komme.
    @Black Mac Kann ich nicht bestätigen. Alle meine Bilder sind im Drive und die Gesichter werden in Photos erkannt!

  12. @omegaman mittlerweile bietet doch schon fast jede Cloudlösung das automatische Sichern der gemachten Smartphone Fotos. Bei mir wird jedes geknipste Foto direkt und jedes Video sobald WLAN verfügbar ist in die ownCloud hochgeladen, es ist einfach in den Settings aktivierbar. Ich weiß dass mindestens auch Dropbox und OneDrive diese Funktion bieten.

  13. Leider bei GoogleApps / Gsuite Konten nicht verfügbar.

  14. Automatisch erstellte Events führen das ganze ad absurdum. Fotos kann man nunmal nur per Hand sortieren — das ganze automatische zusammenfassen nach Ort, Zeit etc. generiert einfach nur Unmengen logischen Müll, der mit einem echten Album nichts mehr zu tun hat. Da liegen Schnappschüsse von originellen Band-Plakaten direkt neben den Ausflugsfotos vom Kind, nur weil sie direkt nacheinander getätigt wurden.

    Ich kippe zwar alles in Google Photos rein,damit ich irgendwann ein Backup habe, falls mir die Hütte abbrennt. Aber derzeit sind lokale Verwaltungstools und Filesystemstrukturen komplett unersetzbar. Leider hat Apple iPhoto plattgemacht, ich habe zu Digikam gewechselt.

  15. Was ich persönlich sehr charmant finde ist die Möglichkeit bei Google Fotos, per App gesicherte Fotos vom Smartphone löschen zu können. Darum ist Google Fotos meine favorisierte Anwendung, wenn es darum geht, Aufnahmen vom Smartphone in der Cloud zu sichern.

  16. Hallo liebe Leute. Mal eine frage! Mir ist es aufgefallen das meine Android Geräte einen sofortigen Backup von neuen Fotos über Wlan machen. Früher gabt es eine Möglichkeit die Synchronisation auf Wlan + Akku aufladen zu begrenzen. Ist aber nicht mehr möglich. Ist es bei euch auch so?

  17. Ärgere mich auch seit einer Weile. Hab gegooglet und bin hier im Forum gelandet. Google hat die Funktion bestimmt bei einem Update der App entfernt – so ein Mist, ist der Akku wieder schneller leer wenn man zu Hause im W-Lan ist.

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