Google Fotos auf iPhones: Kostenloses Backup von HEIC-Bildern ist ein Bug

Aktuell geistert Empörung durch das Netz, denn mit dem Pixel 4 werden Käufer keinen unbegrenzten Speicherplatz mehr bei Google Fotos bekommen. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass iPhone-Nutzer ihre HEIC-Bilder wohl unkomprimiert auf der Foto-Plattform speichern dürfen und somit eben jenes kostenloses Abo bekommen. Caschy hat zu dieser Thematik einen kleinen Test gemacht und die Möglichkeiten noch einmal ausführlich erklärt. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass Google die kostenlose Speicherung in hoher Qualität anbietet, die wiederum Auflösungen von bis zu 16 Megapixel unangetastet lässt. Viele Smartphones liegen sowieso im Bereich der 12 Megapixel. Selbst wenn die Sensoren größer sind, werden Fotos standardmäßig meist aufgrund Pixel-Binning in kleineren Größen abgespeichert. Viel Aufregung um nichts also?

Android Police hat bei Google zum HEIC-Sachverhalt nachgefragt. Das Unternehmen bestätigt, dass das Ganze ein Bug sei und man an einer Lösung arbeitet. Doch was heißt das denn, wenn sich an der Qualität per Definition sowieso nichts ändern sollte? Unter anderem könnte Google Fotos die Bilder beim Speichern eventuell als JPEG sichern und nicht im Original-Format. Das würde zwar die Bildgröße nicht verändern, jedoch dafür sorgen, dass eventuell minimale Details im Bild verloren gehen oder ähnliches. Die Aussage von Google wirft also mehr Fragen auf, als dass sie Antworten gibt.

Mal schauen, was Google demnächst als Fix verteilen wird und wie sich das Ganze auf euer Backup auswirkt.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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11 Kommentare

  1. Ich hatte vorher recht lange die HEIC Fotos gesichert und habe vor mehreren Wochen am iPhone auf JPG gestellt, weil es mich genervt hat das viele Programme noch immer nicht HEIC-Fotos umgehen können und diese dann erst konvertiert werden müssen. Aktuell umgehe ich so nur das separate umwandeln, der Speicherplatz ist mir aktuell egal und an der Fotoqualität sehe ich keinen Unterschied. Wenn Google automatisch beim Upload die HEIC-Fotos auf JPG umwandeln würde, dann würde ich eventuell wieder wechseln. Die Frage wäre dann nur wie gut oder schlecht Google konvertiert.

    • Hinter HEIF steckt noch mehr als die deutlich bessere Qualität bei geringerer Dateigrösse. Es geht auch darum, was dieses Format in einer Datei verkraftet: Mehrere Version desselben Bildes, Live-Fotos, Korrekturanweisungen, unterschiedliche Kompressionsdichten, Angaben zur Tiefe (3D) usw.

      Beim Export machen die iOS-Geräte ja sowieso ein JPEG draus. Ich sehe hier das Problem nicht.

      • denny@gmx.com says:

        Das iPhone macht beim Export nen JPG draus, aber Google Fotos nicht !

        • EDIT: jedenfalls über das Webinterface werden dann auch die HEIC-Dateien runter geladen.
          Was interessant ist, bei dem selben Motiv:
          – HEIC Bild aus dem iPhone ist 1,3 MB groß
          – JPG Bild aus dem iPhone ist 2,7 MB groß
          – JPG Bild, wenn ich das HEIC Bild aus Google Fotos exportiere ist 4 MB groß

  2. Mich würde das Massiv ärgern, wenn es „behoben“ wird.

    Gibt es eine gute alternative?
    Gerne auch kostenpflichtig, nur bezahle ich nicht bei Google, ich zahle ja schon mit den Daten.

    • Das macht natürlich Sinn, einem zusätzlichen Unternehmen Daten + Geld und private Fotos zu geben 🙂
      War vorher nicht kostenlos warum sollte es jetzt so sein? Ist ein Bug…. Die Leute gewöhnen sich bei kostenlosen Sachen aber auch direkt in 1 sek daran….

    • Ja, dann bezahl‘ eben woanders mit Geld&Daten. OneDrive, iCloud, Box usw. freuen sich auf dich. Oder du nimmst Nextcloud, mit selber hosten dann nur für Geld.

  3. Hihi, ich mußte irgendwie an den Satz denken „it is not a bug, it is a feature“. Hier ist es also umgekehrt

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