Google entfernt Chrome Apps aus den Sucheregbnissen im Web Store

Wir hatten schon 2016 darüber berichtet, dass Google bei den Chrome Apps im Browser die Schere ansetzt. Jetzt geht es in diesem Bezug etwas stringenter voran. So hat Google an Entwickler derartiger Apps eine E-Mail verschickt. Ab dem ersten Quartal 2018 sollen die Chrome Apps unter Windows, Linux und an Apple Mac den Dienst verweigern. Als Ersatz sieht Google die Progressive Web Apps (PWAs) vor. Es handelt sich dabei um Web-Apps, die installiert und vom Desktop gestartet werden können. Schon vor dem offiziellen Startschuss für die PWAs werden die bisherigen Chrome Apps aber nun bald nicht mehr in den Suchergebnissen im Web Store gelistet.

In diesem Bezug will Google noch vor Ende 2017 einen Schalter umlegen. Auch die Unterstützung für Inline-Installationen wird dann wegfallen. Die Chrome Apps werden aber vorerst immer noch in den Ergebnissen von Suchmaschinen auftauchen. Über Deeplinks auf den dedizierten Store-Pages sollen dann weiterhin Installationen möglich sein. Google kommt es aber bereits jetzt darauf an, dass die bisherigen Chrome Apps nicht mehr einfach durch das Stöbern im Chrome Web Store auffindbar sind.

Komplett soll die Unterstützung für die Chrome Apps aber erst wegfallen, wenn die PWAs auch wirklich zur Verfügung stehen. Das soll zu einem noch nicht klar eingegrenzten Zeitpunkt 2018 der Fall sein. Ursprünglich sprach Google von „Anfang 2018“. Mittlerweile gesteht man aber bereits ein, dass sich der Zeitplan wohl einige Monate nach hinten verlagern werde.

Zudem gesteht Google den Entwicklern zu, dass die PWAs nicht alle Features der Chrome Apps ersetzen können. Deswegen suche man nach Wegen Entwicklern die Umstellung leichter zu machen, welche spezielle APIs für Chrome Apps verwendet hatten – etwa die Sockets, HID und die Serial-APIs. Auch hier kann Google jedoch noch nicht mir Details aufwarten und macht lediglich Hoffnung.

Am Ende betont Google, dass man die bisherige Form der Chrome Apps nicht als zukunftsfähig ansieht. Der Wechsel zu PWAs müsse stattfinden und man hoffe, dass das Procedere für sowohl Entwickler als auch Nutzer möglichst reibungslos verlaufe. Das baldige Entfernen der Chrome Apps aus den Suchergebnissen im Web Store ist jedenfalls der nächste Schritt in Richtung Umstellung.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Erst fand ich diese Entwicklung schade, aber als Ersatz kann ja Rambox einspringen.

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