Google droht 5 Milliarden Dollar-Strafe durch Europäische Kommission

In der Untersuchung der Europäischen Kommission, ob Google Konkurrenten in den Suchergebnissen benachteiligt, läuft dem Unternehmen die Zeit davon. Seit drei Jahren wird untersucht, inwiefern Google sich selbst einen Vorteil und den anderen einen Nachteil verschafft. Google hat allerdings schon mehrere Vorschläge gemacht, die von den Konkurrenten aber als inakzeptabel abgelehnt wurden. 125 Konkurrenten und Dritte wurden von der Kommission um Feedback bezüglich eines weiteren Vorschlags gebeten. Auch dieser geht nicht weit genug, wie der EU Kommissar für Wettbewerb Joaquin Alumia mitteilt. Google droht eine Strafe von bis zu 5 Milliarden Dollar.

Googlemagnifying

Bei dem Vorwurf der Benachteiligung geht es vor allem um die vertikale Suche. Die vertikale Suche ist die Suche in einem bestimmten Themengebiet, beispielsweise Preisvergleiche oder Hotel-Portale. Hier brachte auch Googles neuester Ansatz nichts.

Im Moment hat Google noch keine Strafe zu befürchten. Wird allerdings keine zufriedenstellende Lösung gefunden, könnte dies eine Strafe nach sich ziehen. Allzu lange hat Google nicht mehr Zeit, die Untersuchung soll im Frühjahr 2014 abgeschlossen werden.

Google Sprecher Al Verney sagt zur Ablehnung des letzten Angebots: „We’ve made significant changes to address the European Commission’s concerns, greatly increasing the visibility of rival services and addressing other specific issues.“

Genauer bedeutet dies, dass Google angeboten hatte, dass Konkurrenten ihre Logos einbinden können und Links für Suchende offensichtlicher gestaltet werden. Außerdem wurde der Einstiegspreis bei Suchen, wo jedes Ergebnis eine Werbung sein kann (z.B. Shopping-Suchen), von 10 Cent auf 3 Cent gesenkt. Zudem sollen Konkurrenten bestimmen können, welche Teile einer Seite Google in den Suchergebnissen anzeigen darf.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Tja, MS hat auch schon bezahlt…

  2. Dieser Alumia gehört gefeuert!!! Der macht dauernd so einen Dreck.

  3. tja, so langsam vermute ich, dass sich Google einfach so viel Geld schon mal im Voraus zurücklegt und letztendlich damit rechnet, dass regelmäßig Strafzahlungen getätigt werden müssen…

  4. Der Herr heißt Joaquin Almunia.

  5. Die Konkurrenten… aha da fällt mir nur M$ ein mit dem komischen Bing ein, vielleicht Jahoo? Die Suchergebnisse werden doch bei allen Suchmaschinen durch die zahlenden Kunden beinflusst. Damit kann ich leben. Solange Google einen echten Mehrwert bietet ist alles andere „Nebensache“.

  6. Also ich wäre extrem genervt wenn ich bei Google nach Maos suche und dann irgend ein bing Dreck vor Google Maos steht. Oder wenn ich nach YouTube Videos suche und dann kommt so ein myvideo schmarrn.

    Google bringt mir immer die Suchergebnisse die ich erwarte und das soll auch so bleiben.

  7. Selbst wenn es nicht gerechtfertigt ist, dann muss mans halt als Ersatz für die nicht gezahlten Steuern von Google in Europa sehen.
    Das wäre meiner Meinung nach wirklich mal ein Job für die EU, die ganzen asozialen US Technikriesen dazu zu zwingen hier ihre Steuern auf die hier erwirtschafteten Gewinne zu zahlen und nicht diese übers Irish Sandwich in die Karibik zu verschieben.

  8. Maps meinte ich…

  9. McDonalds bietet ja auch keinen Double Whopper an und bei Mazda gibt es keinen Golf zu kaufen.
    Verstehe diese Diskussion nicht und sehe daran nichts anderes als eine Abzocke der Konzerne durch die EU.
    Die Zahlungen von MS wegen dem IE spielen ja in der selben Kategorie.

  10. @inkantis metager ist auch mal einen Versuch wert, da sind dann alle versammelt…

  11. Vom Ding her könnte Google doch seinen Standort wie Facebook verlagern und die EU kann dann auch nichts großartiges mehr unternehmen.

  12. Gibt es dafür eine sinnvolle und logische Begründung? Wieso sollte Google seine Konkurrenten bitte nicht benachteiligen?

  13. Ist doch eh egal, von den Steuerzahlern ist nicht mehr so viel zu holen, die werden schon bis zur Belastungsgrenze gemelkt. Also warum nicht auch etwas Geld da holen wo genug ist, von mir aus auch das fünffache. Denke bei der „Strafsumme“ werden sowieso noch ein paar Nullen gestrichen.

  14. @de_noodle sehe ich genauso. Wenn jemand die Ergebnisse von Google nicht mag soll er eben Bing und Co benutzen.

  15. Der Europa Hauptsitz von Google liegt doch in Zürich und folglich von Steuerforderungen der EU geschützt, oder irre ich mich da?

  16. Die Eine oder Andere sollte sich vor dem Posten von Beiträgen wenigstens etwas informieren:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-eu-wettbewerbsverfahren-darum-geht-es-bei-der-pruefung-a-894402.html

  17. @ Norbert:
    Full ACK
    Allerdings kannst du, statt solche Hinweise zu geben, auch einen Ochsen ins Horn kneifen. Vermutlich wird die Wirkung dabei sogar fulminanter sein.

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