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Google: Das passiert bei Konto-Inaktivität oder Überschreiten der Kontingentgrenze

Ab Juni 2021 ist es vorbei mit dem kostenlosen Sichern von Fotos bei Google Fotos. Speicherplatz wird angerechnet, wer Fotos sichern will, der muss dementsprechend zahlen, wenn die 15 GB kostenloser Speicher, den Google seinem Nutzer dienstübergreifend (Docs, Fotos, Mails, etc.) anbietet, aufgebraucht sind.

Doch das Ende des kostenlosen Speichers bei Google Fotos ist nicht die einzige Nachricht des Unternehmens – es betrifft auch Inhalte im Drive, insbesondere Google Docs, Sheets, Slides, Zeichnungen, Formulare und Jamboard-Dateien. Auch diese werden auf den Speicher angerechnet. Dies betrifft nicht die jetzigen Dateien, sondern jene, die nach dem 1. Juni 2021 erstellt werden.

Was noch? Man führt neue Richtlinien für Konten von „normalen Anwendern“ ein, die entweder inaktiv sind oder ihr Speicherlimit in Google Mail, Drive (einschließlich Google Docs, Sheets, Slides, Zeichnungen, Formulare und Jamboard-Dateien) und/oder Fotos überschreiten, um eine bessere Anpassung an branchenübliche Praktiken zu erreichen.

Bedeutet nach dem 1. Juni 2021: Wenn Nutzer in einem oder mehreren dieser Services zwei Jahre (24 Monate) lang inaktiv sind, kann Google den Content in dem/den Produkt(en), in dem/denen Nutzer inaktiv sind, löschen.

Ebenso kann Google Inhalte in Google Mail, Drive und Fotos löschen, wenn Nutzer ihr Speicherlimit für zwei Jahre überschritten haben. Logo: Google wird Nutzer mehrmals benachrichtigen, bevor man versuche, Inhalte zu entfernen, damit Anwender ausreichend Gelegenheit haben, Maßnahmen zu ergreifen.

Wichtige Frage für viele nun: Was kostet Speicher bei Google One? Hier einmal abschließend die Übersicht:

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Das mit dem Löschen ist sogar nachvollziehbar – wer will schon Leichen auf seinem Speicher haben?

  2. Michael Barton says:

    Nachvollziehbar, aber ich habe das Gefühl Google zieht langsam etwas die Daumenschrauben an.

  3. 2 TB Cold-Storage für 10€/24 Monate. Das finde ich fair.

    • Naja. 200 GB sind aber recht teuer. Und 1 TB gibt es auch schon für 5€ monatlich bei HiDrive auf Servern hierzulande, kann auch ein Kriterium sein.

      • Oder knapp 6€ pro Monat für die komplette Office Suite inklusive 1TB OneDrive Speicher und 60 Freiminuten ins Festnetz/Mobilfunk pro Monat via Skype

        • @Sandro „6€ pro Monat für die komplette Office Suite, inklusive…“
          …willkürliche Kontosperrungen, danke, aber nein danke.

          • Nein, was du meinst sind Angebote für sechs Euro pro Jahr oder so… Wenn du bereit bist, sechs Euro pro Monat zu bezahlen, kannst du dir das Office Paket auch ganz regulär kaufen. Und dann hast du auch keine Sorgen wegen irgendwelcher Sperrungen oder so.

            • @Chris R.
              Keine Ahnung in welcher Blase du wohnst, aber die willkürlichen Kontosperrungen durch Microsoft wurden sogar ausführlich bei drwindows behandelt.

              Mal abgesehen davon, wie man hier bei Google mit dem kostenlosen Anfixen sieht, was hält den Anbieter von einer heftigen Kostenanpassung des Abo ab, sobald man abhängig ist? Ihr seid nur wie Frösche im langsam erwärmten Kochtopf, die ersten Erhöhungen seit Start gab es bereits.

              Wer die Zeit hat hat, laufend nach irgendwelchen Sonderangeboten für seine immer zahlreicher werdenden Software/Dienste-Abos zu suchen, macht sowieso was falsch.

              • Keine Ahnung in welcher Blase Du lebst oder was Du mit Deinem Konto anstellst…… ich hab die ganzen Jahre, seit es das Abo gibt, noch nicht 1x Probleme gehabt, ganz im Gegensatz zum Beispiel zu dem gehypeden PayPal.
                Billig sieht auch n bisschen anders aus als das, was Google da aufruft für seinen Cloud-Speicher.

              • @Wolfgang D.: Offenbar ist meine Blase transparenter als andere. Abgesehen davon, dass sowas immer und bei jedem Anbieter vorkommen kann, ist Microsoft nicht dafür bekannt, massenhaft Nutzer „einfach so“ auszusperren. Daran ändern auch vereinzelt aufgetretene Fälle nicht, wobei ich nicht wirklich beurteilen kann, ob die Sperre berechtigt war oder auch nicht. Das kannst Du aber auch nicht. Und allein die Behauptung der Betroffenen, es wäre „einfach so“ passiert, nehme ich nicht automatisch als gegeben hin, dafür bin ich zu lange dabei, denn sagen sie erstmal alle.

        • mal 6, hin und wieder für um die 50 Euro…
          Trotzdem muss man es sich gut überlegen.

  4. Tja, jetzt müsste Google „nur noch“ ein vernünftiges Angebot für 500GB oder 1TB anbieten. MS 365 ist da schwer zu toppen und da gibt’s noch die komplette Officepalette für mehrere Rechner mit dazu…obwohl ich lieber Drive nutzen würde, ist dem Angebot schwer zu widerstehen.

    • Der Cloud Speicher von MS ist viel zu langsam. Drive ist da um Längen besser. Für die meisten Anwendungsgebiete reicht auch das kostenlose Office Paket von Google aus.

  5. Wie sieht es mit G-Suite-Nutzern aus? Da geht nur die Hälfte, die Preise sind höher etc.

  6. Coole Sache, wenn ich abnippel ist der Onlineramsch auch irgendwann weg.

  7. Also wenn ich jetzt 1000 Docs, slides und Sheets auf Vorrat anlege, werden die dann nicht angerechnet?

  8. Also ehrlich gesagt…ich brauche Google immer weniger.
    Mails, Kalender, Kontakte der ganzen Familie liegen auf meinem Synology. Dort habe ich auch mehr als genug Cloud-Speicher für die Familie.

    Allein für Google Maps habe ich im Zusammenhang mit Android Auto in meinem Auto noch keine gute Alternative. Ja auch den Play Store brauche ich wohl auch noch.

    • Kannst Du vom NAS auch alle Kontakte/Kalender mit allen Geräten synchronisieren?
      Suche da selbst eine Alternative zu Google.

      • @Macdefcom
        Klar geht das, aber dann wirst *Du* zum Ziel von Angriffen aus dem Netz, und nicht mehr Google. Und musst dich entsprechend selber kümmern.

      • Ja geht über CalDAV und CardDAV super.
        Entweder über die integrierten Apps auf dem NAS oder wie in meinem Fall über Nextcloud.
        Für Android verwend ich DavDroid zur synchronisation und auf PCs eben Thunderbird oder ähnliche tools. Apple-Geräte unterstützen das glaub ich von Haus aus.
        Weboberflächen gibts auch falls man das will.

    • Magic Earth. Je nach Land ist es sogar besser als Google Maps (Openstreetmap basiert)

    • @Christoph „liegen auf meinem Synology“
      Steht bestimmt nicht wie bei mir im Arbeits-und-Schlafraum, oder? Halte ich aber verwaltungstechnisch (Datensicherung, Sicherheit vom eigenen Netzwerk gegen Zugriffe von außen, Softwarepflege, Hardwarekosten, Wärmeabgabe, Strom (USV!) dennoch für problematisch, selbst wenn es ein nettes Hobby ist.

      Wenn man, wie ein Kunde, dank Glasfaser zur Sicherung die Daten dann eh ins verschlüsselte Hidrive hochlädt, würde ich mir solche Dauerläufer erst gar nicht antun. Von daher, lokale Kopien, große Dateien sowieso nur lokal. Aber der Kleinkram liegt eben sicher online, wo sich Spezialisten kümmern und ich mir keinen Kopf um die neuesten DSM Bugs/Sicherheitslücken machen muss.

      • Gott möge mich davor bewahren sowas in mein Arbeits- oder Schfalzimmer zu stellen. Steht schön im kühlen Keller.

        >ber der Kleinkram liegt eben sicher online, wo sich Spezialisten kümmern

        Die dir bei Problemen dann schreiben „Sorry Server-Crash und die BackUps konnten nicht wieder eingespielt werden….“. Ist mir schon passiert.

        Aber das ist nicht der Grund warum ich dies mittlerweile zuhause habe, sondern die Tatsache dass ich Herr über meine Daten sein möchte. Wir sollten uns auch bewußt sein, dass nach DSVGO nur Kontakte in die Cloud geladen werden dürfen, wenn deren schriftlichen Zustimmung vorliegt. Da kräht kein Hahn nach, aber das ist die Rechtslage.

        Mein Netzwerk ist sicherlich angreifbar, aber nach außen sind nur zwei Ports 80 und 443 offen und dahinter noch das ein oder andere Tool zur Abwehr.

        Ja ein gutes Stück ist es auch Hobby 🙂

        • „Die dir bei Problemen dann schreiben „Sorry Server-Crash und die BackUps konnten nicht wieder eingespielt werden….“.“

          Sicher nicht bei Google oder MS. Welchen Billigheimer bist du denn auf dem Leim gegangen?

  9. Die sollen mal lieber inaktive Konten löschen bzw. zur Neuregistrierung freigeben.

    • Besser nicht. An Mailkonten hängen inzwischen so viele oft kritische Dienste, welche bei einer Neuvergabe der gleichen Mailadresse alle mit übergeben werden, dass das eine Katastrophe ist.

      Jemand der sich so ne Adresse sichern kann kann damit plötzlich Konten von Onlineshops, Github-Konten, Domains und vieles weitere übernehmen.

  10. ich habe ne gmail Adresse aus den beta Tagen, die ich danach noch für Android nutzte.
    zur zeit leitet sie mails einfach weiter, versenden ist seit langer Zeit durch.
    Interessanterweise bekomme ich mails eines Namensvetters, der sich bei John Porno anmeldet, Blutwerte zusenden lässt etc. pp.
    Behalten will ich die Adresse aus historischen Gründen und aus dem derzeit eher nicht anzunehmenden Fall, dass ich mal wieder ein *droid Telefon nutzen sollte.

    • Das mit dem Namensvetter habe ich auch. Laufen zum Teil sogar Flugbuchungen, Tipico Infos, usw. drüber. Einen Spotify Account war auch schonmal dabei.
      Normalerweise soll die Emailadresse ja nur zu einer Person gehören. Ich hab eine mit Punkt zwischen Vor- und Nachnahme. Funktioniert aber auch ohne Punkt bzw. Punkt an einer anderen Position. Laut Google auch korrekt so. Ich denke, dass die Krux liegt.

      • Bei mir gibt es auch diverse Namensvetter mit denen ich mich rumschlagen darf. Von Anfragen für Immobilien über Handyverträge – schon alles dabei gewesen. Problem ist in meinem Fall in der Regel nicht der Punkt, sondern eine vergessene Zahl hinter dem Namen.

  11. „eine bessere Anpassung an branchenübliche Praktiken“ – ein feiner Euphemismus für „anfixen und abkassieren“ aus dem Vokabular eines gehobenen Drogendealers :-).

  12. ohh
    „… Ebenso kann Google Inhalte in Google Mail, Drive und Fotos löschen, wenn Nutzer ihr Speicherlimit für zwei Jahre überschritten haben. Logo: Google wird Nutzer mehrmals benachrichtigen, bevor man versuche, Inhalte zu entfernen, damit Anwender ausreichend Gelegenheit haben, Maßnahmen zu ergreifen….“
    wenn das mal nicht der versteckte Hinweis darauf ist, dass damit quasie durch die Hintertür alle kostenlosen Bilder die bis 2021 hochgeladen wurden, dann doch irgendwann angerechnet werden. Aber warten wir mal ab

  13. Endlich ein Grund mich kommendes Jahr nochmal mit den Thema Heimserver NAS & Synology auseinander zu setzen

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