Google Chrome soll beginnend in 2018 weniger Abstürze durch Drittanbieter-Software produzieren

Laut Google haben rund zwei Drittel aller Chrome-Nutzer auf Windows-Geräten Drittanbieter-Software installiert, die in irgendeiner Form mit Chrome interagiert. Dazu ist in den meisten Fällen noch die Anwendung von sogenannter Code-Injection notwendig, was allerdings auch daran Schuld sein soll, dass Chrome-Nutzer unter Windows rund 15 Prozent häufiger Opfer eines abstürzenden Browser-Prozesses werden. Dabei habe Google mit seinen Chrome Extensions und nativem Messaging bereits zwei Alternativen parat, um Code innerhalb von Chrome-Prozessen ausführen zu können.

Daher werde man im kommenden Jahr nach und nach dafür sorgen, dass Chrome Erweiterungen, die noch mit Code-Injection arbeiten, blockiert. Dafür nennt Google insgesamt drei Phasen:

  1. Ab April 2018 wird Chrome 66 Nutzern von entsprechenden Erweiterungen eine Meldung nach einem Absturz anzeigen, die erklärt, welche Software durch seine Tätigkeit für den Absturz verantwortlich war und wird erklären, wie man diese dann entfernen oder aktualisieren kann.
  2. Ab Juli 2018 wird dann Chrome 68 Drittanbieter-Software, die auf Code-Injection setzt, blockieren. Sollte das Blockieren dann allerdings dafür sorgen, dass Chrome nicht mehr starten kann, wird der Browser neugestartet und die Code-Injection akzeptiert. Allerdings wird ebenso eine Warnung eingeblendet, die erläutert, wie man die Software wieder deinstalliert.
  3. Ab Januar 2019 soll dann aber mit Chrome 72 auch wirklich Schluss sein mit solchen Umwegen. Ab diesem Zeitpunkt wird Code-Injection dann immer blockiert.

Allerdings werde es auch hier Ausnahmen geben, heißt es von Google: „Microsoft-signed code, accessibility software, and IME software will not be affected.“

(via Chromium Blog)

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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