Google Chrome: Google testet ab sofort Werbeblocker

Google Chrome bekommt einen Werbeblocker. Diese Nachricht ist nicht ganz neu. Anfang 2018 will man Funktionen in Google Chrome eingebaut haben, die störende Werbung ausblenden soll. Was dabei störend ist, bestimmt nicht ihr, sondern es gibt da eine „Coalition for Better Ads„. Anhand deren „Standards“ (Google ist da Mitglied, große Überraschung) und in Verbindung mit der Industrie wolle man wirklich Störendes filtern. So werden Nutzer wahrscheinlich weniger Videos sehen, die automatisch losplärren und auch lange Popups und Countdown-Werbungen könnten geblockt werden.

Deutsche Version

Nun ist die erste Ausgabe des Google Werbeblockers live gegangen, Nutzer finden den Blocker bereits in der Chrome-Version für Android, sofern sie auf die die Canary- oder Developer-Version setzen. In den Webseiten-Einstellungen kann der Werbeblocker begutachtet werden, hier findet man den Punkt Werbung vor.

Englische Version

Standardmäßig ist der Werbeblocker in Google Chrome für Android aktiviert, hier teilt Google mit, dass man Werbung auf Webseiten blockiere, die für gewöhnlich aufdringliche Werbung anzeigen. Nutzer, die keinen Werbeblocker in Chrome wollen, können dies aber deaktivieren. Bisher gibt es keine Informationen, wann der Werbeblocker in die Desktop-Version übernommen wird. Zumindest konnte ich nach einem Durchforsten bei mir nichts finden.

(Danke Matthias!)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

23 Kommentare

  1. Es wäre nett, wenn man lieber an dem starken Batterieverbrauch arbeiten würde.

  2. @hochzeitcg: Und das kann man jetzt nicht machen oder wie? So getreu dem Motto Extrem Extrem Extrem Programming.

  3. Nett aber ich bleibe lieber bei ublock orogin. Deswegen nutze ich auch auf dem Handy nur den Firefox mobile.

  4. Ich bin gespannt, ob diese absolut nervtötende Werbung auf dem Smartphone (unterer Rand) in diesem Blog dann demnächst ebenfalls weggefiltert wird. Das ist nämlich tatsächlich die mich mit Abstand am meisten störende Werbung im Netz.

  5. Normalerweise nutze ich unter Android primär Firefox mit uBlock Origin. Im Rahmen meines 4 Browser Konzepts könnte Chrome mit Googles Werbeblocker für einige Seiten durchaus in Betracht kommen. Bei mir mit Android 6.0.1 und 7.0.1 ist der Dev Chrome übrigens zur Stunde noch nicht angekommen.

  6. Das ist auf jeden Fall ein besserer Weg als jede Werbeart zu akzeptieren und sich dann zu ärgern oder aus Prinzip jegliche Werbung zu blockieren und Websites so die Finanzierungsgrundlage zu nehmen.

  7. Router sollten in Zukunft Werbung filtern. Das ist doch viel effizienter, oder?

  8. So schafft man die Konkurrenz ab. Einfach alles blocken, außer den eigenen Werbeserver…

  9. Ja, wenn analog uBlock Origin die erforderlichen Filterlisten angewendet werden können. Ein großer Teil des Analytics/Tracking Drecks und die ekelhafte Cookie Belehrung werden durch die Black Box Werbeblocker von Opera und anderen Browsern und durch die bescheidenen Möglichkeiten der Fritz Box nicht entfernt.

  10. Wer bei sich Daheim die Möglichkeit hat: https://pi-hole.net/
    Klappt super bei PCs, leider nicht mit Android Smartphones da diese wohl immer auf den Google DNS zurückgreifen.

    Ich glaube kaum, dass man zukünftig im Chrome (Mobile) eigene Filterlisten einfügen kann.

  11. Das ist eine gute Sache, die dazu beitragen wird die schlimmsten Werbeformen zeitnah aus dem Internet zu verbannen. Davon profitieren letztendlich alle Nutzer.

    Bis die Werbung wieder ein dezentes Maß angenommen hatte bleibe ich persönlich bei meinem systemweiten Werbeblocker und bleibe von dem ganzen Müll verschont.

  12. „leider nicht mit Android Smartphones da diese wohl immer auf den Google DNS zurückgreifen.“
    Gibts dafür eine Quelle?

  13. checkit53 says:

    @Lurtz:

    Würde mich auch interessieren, da ich hier pi-hole mit Android Smartphones/Tablet ohne Probleme betreibe.

  14. Grundsätzlich scheint hier ja ein anderes Prinzip verwendet zu werden als in uBlock und Co.

    Das „traditionelle“ Konzept ist ja letztlich auf dem DOM aufgesetzt: Blockiere id=ad oder den vierten Nachbarn des siebten Kindes von . Das ist im Grund genommen ziemlicher Quatsch und hat so lange funktioniert, wie die Werbemafia nicht wirklich dagegen vorgegangen ist.

    Es ist kaum mehr als eine Fingerübung, id’s zu scrambeln, Tag-Positionen rotieren zu lassen oder Werbung von Content ununterscheidbar zu machen.

    Mein Eindruck aufgrund der Beschreibung ist hier eine komplett andere Vorgehensweise: Was direkt beim Öffnen Geräusche verursacht, wir geblockt. Erstmal: Hurra. Zweiter Gedanke: Aber wie funktioniert denn dann YouTube? Ach, das werden die Whitelisten. Dritter Gedanke: Wie funktioniert denn dann Vimeo? OK… das werden die dann ja… hoffentlich… auch whitelisten, oder? Ach klar, die wollen ja keinen Ärger mit dem Kartellamt.

    Vierter Gedanke: Was wird denn aus joergs-kleiner-samlung-von-urlaubsfilmen.foo ?
    Oh.

    Ich begrüße ja grundsätzlich jeden Ansatz, Werbung als Geschäftsmodell komplett aus allen Medien zu entfernen, von der Fernsehzeitschrift bis ins Web. Ich habe aber Sorge, wenn ausgerechnet Google den Torwächter macht. Immerhin sind die Teil des Problems, nicht der Lösung (Und das sage ich als jemand, der so gar keine Google-Paranoia hat…)

  15. Fakt ist leider, daß große Konzerne die Standards im Internet setzen, und die Welt froh sein sollte, daß das halbwegs liberale Firmen wie Google oder Apple sind und keine von BILD aufgepeitschten Politiker oder Putins KGB-Seilschaften. Daß Google über seinen Browser penetrante Werbung ausgrenzt, hat zwar das berüchtigte Geschmäckle, aber auf eine faire Regulierung durch Bundesregierung oder EU möchte ich auch nicht warten.

  16. Google sollte das lassen. Egal wie das (technisch) umgesetzt wird, es wirkt zumindest auf mich nicht besonders vertrauenerweckend. Ich kümmere mich lieber selbst drum, wie ich Werbung blockiere. Da weiß ich zumindest mehr oder weniger, wie das abläuft. Außerdem vermute ich, trackt Google damit sicher wieder irgendwas und bietet den Werbenden dann eigene Angebote an. Lässt vielleicht den wirklich nervigen Teil der Werbung langfristig verschwinden. Gibt Google dafür aber auch wieder mehr Macht.

  17. Also bisher konnte ich nicht erkennen was da geblockt werden soll.
    Apk mirror zum Beispiel weiterhin voller Werbung.

  18. Aber Google Ads werden hier nicht blockiert oder?

  19. Habe es jetzt rausgefunden.
    man muss die Seite erst einmal besuchen und beim zweiten Mal kommt dann die Meldung das die Werbung geblockt wird auf der Seite,da sie als Agressiv bewertet wurde.
    @Marc0:
    Auch die Seite hier wird von der Werbung befreit.
    Es läuft ziemlich gut bisher.

  20. @marc0 – Bezüglich dieser Balken-Werbung kann ich zustimmen. Ich lese Blogs primär über die Feedly und Facebook app, die Vertikal etwas platz verbrauchen, wegen der Schriftgröße mitunter im Querformat. Wenn dann oben ein Navigationsbalken und unten ein Werbe- oder Social-Networking-Balken von der Webseite dauerhaft angezeigt wird, bleiben vielleicht noch drei Zeilen lesbarer Text übrig, aber auch in Chrome spätestens nach dem Hineinzoomen auf den Text viel zu wenig. Diese Sachen sollten fester Teil des Layouts und nicht Schwebeelemente sein…

    @Marek Brieger – Die beste Alternative wäre vermutlich ein Adblocker der zulässt (1) Werbung, die nicht als Malware einzustufen ist, grundsätzlich durchzulassen, aber (2) einzelne besonders störende Elemente manuell zu blockieren und (3) bei Bedarf besonders exzessive Webseiten komplett Werbefrei zu machen und (4) optional Tracking-Domains ganz zu blockieren. Seitens der Adblocker-Entwickler scheint leider wenig interesse an einer alltagstauglichem Umsetzung zu bestehen.

    Insofern erscheint mir die „Google“-Lösung gut – blockieren besonders aufdringlicher Werbung ohne den Webseiten ihre Einnahmen komplett zu entziehen. Erst durch die hohe Verbreitung entsteht überhaupt ein Zwang, Werbung so umzugestalten dass sie als weniger aufdringlich empfunden wird. Solange nur ein Teil der Nutzer Adblocker hat, und diese dann unselektiv alles blockieren, entsteht eher der Anreiz die Verluste durch das Anzeigen noch aufdringlicherer Werbung für die restlichen Leser wieder hereinzubringen.

    Das Problem dabei: Was ist aufdringlich? Ich empfinde z.B. jedes unnötige bewegte Element am Bildschirm als störend, etwa auf dieser Webseite die animierte mit-scrollende Seitenbalken-Werbung. Ein statisches Banner hingegen hätte mich nicht gestört.

  21. Bei mir ist es jetzt im Chrome Dev. auf dem Desktop aktiv. Interessanterweise meldet Chrome sogar auf google.de, dass dort die Werbung entfernt wurde, weil sie für gewöhnlich aufdringlich ist 😉

  22. Samsono39 says:

    Die Option ist unter Android (Canary) übrigens wieder verschwunden. War wohl ein kurzer Test…

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