
Für iOS-Nutzer ist dies ein alter Hut, sie haben schon länger Zugriff auf in Chrome gespeicherte Passwörter. In der Android-Version wurden bislang zwar die gespeicherten Logins angezeigt (und das Passwortfeld im Browser automatisch ausgefüllt, wenn aktiviert), das Passwort selbst bekommt man aber nur über den Umweg über passwords.google.com angezeigt. Mit Version 62 ändert sich das, jedoch gibt es auch Bedingungen. So muss zwingend eine Gerätesperre (PIN) eingerichtet sein, damit die Funktion genutzt werden kann.
Bei den meisten Nutzern dürfte diese Voraussetzung erfüllt sein, also können sie gleich in den Chrome Browser springen. Dort kann man das Speichern von Passwörtern in den Einstellungen aktivieren, falls es nicht eh schon aktiv ist. Tippt man den Bereich an, sieht man alle gespeicherten Logins und kann diese einzeln auswählen.
Von dort aus hat man dann die Möglichkeit, alle Loginelemente zu kopieren, auch das Passwort. Ebenso kann man sich das Passwort einfach anzeigen lassen, falls man es gerade auf einem anderen Gerät benötigt. Sowohl das Kopieren als auch die Anzeige des Passwortes erfordert die Eingabe der Geräte-PIN. Diese muss in dem Bereich einmalig eingegeben werden, wird erst erneut abgefragt, wenn man die Passworteinstellungen verlässt.
Ob man einen solchen Browser-internen Passwortmanager generell nutzen sollte, lasse ich einmal dahingestellt. Ich selbst bin da relativ schmerzfrei, speichere die Passwörter aber nicht nur an der einen Stelle (was mir wenig bringt, wenn die Passwörter tatsächlich einmal von Dritten ausgelesen werden). Übrigens, der Chrome Browser verhindert die Anfertigung von Screenshots, wenn das Passwort angezeigt wird. Nur wenn es nicht sichtbar ist, lässt sich die Übersicht screenshotten.
Wer bereits jetzt nicht mehr auf die Passwortanzeige verzichten möchte, von Google aber noch nicht mit dem Update bedient wird, kann dieses auch via APKMirror herunterladen. Daten bleiben dabei erhalten und auch künftige Updates kommen ganz normal via Play Store. Nach Version 62 müsst Ihr Ausschau halten.
Speichert Ihr Passwörter direkt im Browser ab, nutzt Ihr einen dedizierten Passwort-Manager oder gar eine andere Methode?