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Google Chimera Painter: Machine-Learning-Tool erschafft aus Kritzeleien Fantasy-Kreaturen

Google hat in einem Post in seinem AI Blog ein spannendes Tool vorgestellt: den Chimera Painter. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein trainiertes Machine-Learning-Modell, das quasi aus einfachen Zeichnungen Fantasy-Kreaturen berechnen kann. Die Anwendungsszenarien sind vielfältig. Beispielsweise könnten Spieleentwickler davon profitieren.

So kann der Anwender aus einem Umriss eine Kreatur berechnen lassen und selbst Körperteile mit Bezeichnungen wie „Flügel“ oder „Klauen“ versehen, um das Ergebnis zu beeinflussen. Google ging da spielerisch an die Sache und nutzte das Tool, um Spielfiguren für ein digitales Kartenspiel zu erstellen. Jenes sollte auf Chimären basieren, also Kreaturen, die zwei Tierarten kombinieren. Die Herausforderung war unter anderem, dass der Künstler weiterhin Einflussmöglichkeiten haben sollte.

Google experimentierte da mit sogenannten „Generative Adversarial Networks“ (GANs). Man trainierte sein ML-Modell darauf Kreaturen zu erzeugen, die für das erwünschte Kartenspiel passend wären. GANs sind dabei wichtig, weil sie zwei Convolutional Neural Networks miteinander kombinieren. Ein GAN erstellt Bilder und ein zweites vergleicht jene mit dem vorgegebenen Set an Daten – etwa Bildern des Künstlers, denen das Ergebnis nahekommen soll.

Oben seht ihr links eines der Bilder, das zum Trainieren verwendet wurde. Rechts ist die Segmentation des Bildes, um Körperteile zuordnen zu können. Nach dem Training mit vielen Daten erstellte man mehrere Modelle, die künftig aus Skizzen Chimären-Bilder erzeugen sollten. Das Ergebnis war der Chimera Painter. Unten seht ihr einige Beispiele, welche der Chimera Painter erstellen konnte.

Schwierig sei es laut den beteiligten Forschern auch gewesen, die Kreaturen anatomisch kohärent und erkennbar zu halten. Etwa sind für Menschen Merkmale wie Augen, Finger oder Abgrenzungen zwischen Körperteilen wichtig für die Wahrnehmung. Spannende Sache für Gamer: Die Unreal Engine wurde zur Erstellung der 3D-Modelle ebenfalls verwendet.

Wenn ihr euch technisch noch deutlich tiefer einlesen wollt, dann empfehle ich den Blick unten in die Quelle. Doch es kommt noch besser: Eine Demo des Chomera Painters könnt ihr online direkt hier verwenden und euch selbst einmal austoben – viel Spaß! Es ist auch möglich, ein Bild aus anderen Programmen, etwa einer Kritzelei aus Photoshop, hochzuladen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. klappt bei mir nur so halb, aber in Kunst war ich eh immer schlecht: https://ibb.co/nQjwHNS

  2. Vielleicht hat das neuronale Netzwerk auch einfach nur Mist ausgegeben und jemand bei Google dachte sich, das könnte man doch Feature verkaufen…

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