Google beschleunigt Ladezeiten in Chrome erneut

Google hat mal wieder am Browser Chrome gewerkelt, genauer gesagt an der V8 Javascript Engine. Innerhalb des letzten Jahres habe man die Ladezeiten laut Google durchschnittlich um 10 bis 20 % verkürzt. Erreichen konnte man das vor allem durch die Arbeit an der Basis: Experimente mit echten Websites und Optimierungen anhand der Ergebnisse. So stellte sich laut Google heraus, wohl nicht die größte Überraschung, dass Benchmarks wie „Octane“ nämlich nur einen Teil des Bildes zeigen.

Im Wesentlichen sei es zwar schön und gut bessere Ergebnisse  in etwa „Octane“ zu erreichen, das spiegele aber nur zum Teil die Real-World-Performance wider. Deswegen habe Google sich verstärkt der Leistung von Chrome auf z. B. Websites wie Reddit, Twitter, Facebook und Wikipedia gewidmet. Man fand heraus, dass eben in der Praxis deutlich wichtiger ist, wie schnell sozusagen der Motor startet. Das heißt die Ladezeiten hängen im Alltag auch sehr stark davon ab, wie lange es dauert, so ein Script überhaupt zum Laufen zu bekommen.

Letzten Endes gibt Google aber auch zu Protokoll dass kein Benchmark und auch keine Tests im Web am Ende aussagekräftig für alle Anwendungsszenarien sein können. Trotzdem will man erwähnt haben, dass man nun über das letzte Jahr im „Speedometer“-Benchmark insgsamt eine Verbesserung von 25 bis 35 % erreicht habe. Auf „Octane“ wolle man sich bei Google hingegen nicht mehr allzu sehr verlassen, aus den genannten Gründen. Demnach sei es sinnvoller, die Javascript-Leistung etwa über „Speedometer“ und das Testen in Web-Frameworks wie React, Angular, Ember und jQuery zu beurteilen.

Es geht aber weiter bei Google und auch in diesem Jahr will man Chrome noch stärker Beine machen. Weitere Verbesserungen will man abermals auf Experimenten mit Websites basieren und eben auf diesem alltagsnäheren Kurs bleiben. Scheint sich ja auch auszuzahlen, wenn man denn Googles Aussagen Glauben schenkt.

(via Chromium Blog)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Was ich immer nicht verstehe: Google tut so viel für die Performance, aber auf Android ist dann doch jeder zweite Browser irgendwie deutlich Performanter als Chrome (jedenfalls auf Geräten mit schwacher Hardware).

  2. Die besten Beispiele sind Via Browser und Naked Browser Pro

  3. google sollte mal werbung filtern und schon sind sie nochmal 50% schneller

  4. @termel
    Ist leider global so, auf ca. 3 Jahre alten Android [6] Geräten ist auch Firefox recht behäbig.
    Wobei Firefox mobil eh schon recht abgespeckt ist (Lesezeichenverwaltung, Tastaturbedienung etc.)
    Auf ‚ältere‘ Geräte nimmt kaum ein Browserbastler mehr groß Rücksicht.

  5. Benchmark!=Reallife-Performance

    Theoretisch hat Chrome ja das Zeug die Erdumlaufbahn zu verlassen, in der Praxis läuft der gute alte IE auf (sehr) alten Kisten schlicht besser.
    Vergleicht die beiden mal auf nem Atom. Egal, auf halbwegs schneller Hardware ist Chrome super und auch mein Haupt-Browser. Aber immer wenn ich von Chrome-Benchmarks lese, muss ich lachen…

  6. Ich habe Crome und Firefox auf meinem Windows-Rechner….und Chrome läuft um einiges schneller. Das ist gut spürbar. Allein aus dem Grund nutze ich nur noch den Chrome-Browser.

  7. Ich nutze stats Chrome den Iron von srware, nur so als Tipp 😉

  8. NanoPolymer says:

    Gefühlt für mich schon lange nicht mehr spürbar. Man müsste mal echt einen älteren Chrome mit dem aktuellen vergleichen.

    Wenn man die Zahlen immer so liest müsste der mittlerweile die Seite laden bevor ich überhaupt dran denke.

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