Google Assistant unter iOS steuert nun auch Apple Music

Gerade für Menschen, die nicht auf ein System festgelegt sind, sind cross-platform Apps eine angenehme Sache. So kann der Android-Nutzer beispielsweise auf Apple Music zugreifen, aber auch jede Menge Google-Dienste finden so ihren Weg zu iOS. Der Google Assistant ist noch ein recht junger Neuzugang, er bringt das Google-Wissen auch auf iOS-Geräte (noch direkter mit einem entsprechenden Headset). Jetzt kann der Google Assistant unter iOS auch Apple Music steuern.

Das Ganze ist eher rudimentär eingebaut und man sollte eventuell auch einmal einen Blick in die Einstellungen werfen. Ist dort nämlich noch ein andere Musikdienst eingestellt, wird erst einmal auf diesen zurückgegriffen. Bei mir hatte das die Auswirkung, dass nur dann die Musik von Apple Music kam, wenn ich auch nach Apple Music verlangt habe.

Nach dem Umlegen des Schalters für Apple Music (der gewählte Dienst bleibt weiterhin als Standard für andere Asssistant-Geräte eingestellt) wird der Assistant dann unter iOS automatisch Apple Music als Standard-Musikdienst verwenden. Die Anzeige der Musik im Assistant ist auch eher dünn, Titel- oder Albuminformationen fehlen vollständig, auch bringt einen der Tap auf das „Musikfeld“ nicht in die Musik-App. Da ist noch Luft nach oben.

Aber für Nutzer von Apple Music und dem Google Assistant ist das natürlich dennoch eine deutliche Verbesserung, muss man so weder selbst Hand anlegen, noch auf sein bevorzugtes Angebot verzichten. Allerdings sollte man bedenken, dass Siri und Apple Music eine ganze Ecke besser zusammenspielen. Gerade was „lockere“ Formulierungen wie „spiele das neue Album von XY ab“ angeht.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. TrennungsJahr says:

    Wobei mir bei jedem neuen Siri-Sprachkommando auffällt, wie schlecht Sie im Vergleich zu den anderen Assistenten ist…
    Ärgert mich jedes mal, das ich ihr noch eine Chance gebe…

  2. Sascha Ostermaier says:

    @Trenungsjahr: Richtig, brutal nervig, vor allem, wenn man mit mehreren Assistenten arbeitet und nur Siri immer dumm ist. 😀 Aber in diesem konkreten Fall, also Musiksteuerung von Apple Music über Assistant / Siri, ist die gute Dame tatsächlich besser. Liegt aber bestimmt nur am Feintuning, mit Spotify kann der Assistant auch besser umgehen.

  3. Kommt nicht vllt. sowas wie: hey siri frag assistant etc. xD

  4. Witzig bei Siri-Bashern ist ja dass sie die Funktionalität immer mit Google-Anfragen vergleichen. Als ob Trivial Pursuit spielen alles ist. Es geht darum, Funktionen des Gerätes zu steuern oder um Zugriff auf eigene Daten (Musik, Mails, Nachrichten, Fotos, Erinnerungen, etc). Da kann Siri locker mit Assistant mithalten. Und erst recht mit dem verlängertem Arm von Amazon’s Shopping Cart. Dort werkelt nicht mal ne KI sondern einfach nur extrem aufgebohrte hardcodierte Befehlsketten.

  5. @Kalle
    Bislang besitzt kein einziger Sprachassistent eine KI.

  6. @Karl O
    Und ob. Wenn man sich den Stack von Siri betrachtet sind mehrere Bestandteile KI. Wichtigster dürfte das „conversational interface“ für natürliche Sprache sein, das dem Kontext der Unterhaltung folgen kann und mit neuralen Netzwerken auf Fehleranfälligkeit trainiert wird. Lesestoff für Interessierte: https://machinelearning.apple.com/2017/08/06/siri-voices.html
    Bei Google, FaceBook und Microsoft sieht das nicht anders aus.

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