Google Assistant: Sprachaufnahmen werden auch künftig von Menschen ausgewertet


Die Sprachassistenten dieser Welt hatten einen heißen Sommer. Dass lag nicht etwa am Klima, sondern vielmehr am Umgang mit Sprachaufnahmen, der in den Medien breitgetreten wurde. Google und manch anderer entschlossen sich, die Verbesserungsprogramme, die auch darauf basieren, dass Sprachschnipsel von Menschen ausgewertet werden, zu pausieren, um den ganzen Vorgang genau unter die Lupe zu nehmen.

Nun ist Google bereit für ein Comeback, künftig können Sprachschnipsel wieder ausgewertet werden, aber der Nutzer wird besser darüber informiert. Als Standard ist die Auswertung von Sprachaufnahmen deaktiviert – diese trägt aber bekanntlich zur Verbesserung der Dienste bei, sorgt zum Beispiel dafür, dass der Assistant auch Dialekte oder andere sprachliche Besonderheiten lernen kann.

Entscheidet man sich für die Auswertung, um gegebenenfalls eben eine bessere Erkennung zu haben, hat man aber weiterhin Kontrolle über die Aufnahmen, die an Google gesendet wurden. Man kann diese nicht nur einsehen, sondern auch löschen.

Privatsphärebedenken möchte Google ebenfalls aus dem Weg räumen. Erklärt wird, dass sich die Audioschnipsel nicht Accounts zuordnen lassen (bei der Auswertung – nur für die, die es anders nicht verstehen). Eine extra Schicht Privatsphärefilter möchte Google im neuen Prozess anwenden, um für noch mehr Schutz zu sorgen. Wie diese extra Schicht aber aussehen soll, lässt Google offen.

Auch Fehlerkennungen möchte Google künftig noch besser herausfiltern, sodass diese gar nicht mehr einem Menschen zur Auswertung vorgelegt werden müssen. Im Zuge dessen kündigt Google auch gleich an, dass man künftig in der Lage sein wird, die Sensibilität der Erkennung von „Hey Google“ auf den Geräten festlegen zu können. So sollen noch mehr Fehlerkennungen vermieden werden. Aufnahmen, die als Fehlauslösung erkannt werden, werden indes sofort wieder gelöscht.

Aufnahmen, die durch den Google Asssistant angefertigt wurden, findet man an dieser Stelle, wo man sie dann auch gleich löschen kann.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Wenn ich das deaktiviere dann will der Assistant aber garnicht mehr, oder was mache ich falsch?

  2. Gerade mal nachgeschaut – unbekannte Sprachbefehle finde ich jetzt nur noch als solche gelistet. Text und Sprachdatei sind allerdings nicht mehr vorhanden.

  3. „Erklärt wird, dass sich die Audioschnipsel nicht Accounts zuordnen lassen.“
    und
    „Man kann diese [die Audioschnipsel] nicht nur einsehen, sondern auch löschen.“
    Diese beiden Aussagen passen nicht zusammen. Um die eigenen Audioschnipsel löschen zu können, ist es ja unumgänglich, dass es eine (datenbanktechnische) Beziehung zum eigenen Account geben muss.
    Also ist die zweite Aussage von Google als falsch widerlegt.

    • RegularReader says:

      Klar sind die Audiodateien deinem Account zugeordnet, damit du diese löschen kannst. Es geht wohl eher um den Datenabzug, den die Mitarbeiter für die manuelle Prüfung erhalten. Darin sind dann wahrscheinlich nur noch die Audiodateien ohne Zuordnung zu einem Benutzerkonto.

  4. Schade, also wieder Murks. Dabei wäre es so einfach: Falsch erkanntes wird dem Sprecher bei nächster Gelegenheit vorgelegt umd sebst zu analysieren. Würde sogar Gehälter sparen.

  5. Diese Sprachassistenten sind ja nur für Leute gedacht, die sich gerne ausspionieren lassen wollen. Nichts spricht gegen eine lokale Spracherkennung ohne Internet-Verbindung.

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