Google App: Spracheingabe und Knowledge Graph wieder ein Stück schlauer

artikel google logoSeit 2008 versteht die Google-Suche die Frageeingabe per Sprache, damals allerdings noch nicht allzu schlau. Erst 2012 startete Google mit dem sogenannten Knowledge Graph, einer direkten Beantwortung von Fragestellungen, wenn die Frage halbwegs spezifisch gestellt wird. Google vergleicht dieses Vorgehen mit dem eines Kindes, das gerade sprechen lernt. Mittlerweile verstand Google auch komplexere Fragen, zum Beispiel, wenn man das Alter eines Schauspielers wissen möchte. Hier setzt Google nun noch einen drauf und möchte, dass die Google-App die tatsächliche Bedeutung einer Frage versteht.

Das Resultat einer besser verstandenen Frage – Google versteht jetzt zum Beispiel auch Superlative – ist ein verbesserter Knowledge Graph, der genau die Fragen beantwortet, die man an Google gestellt hat. Dieses Verhalten ist in der Google App zu beobachten, hier kann man nun auch Fragen stellen, die Superlative beinhalten und die man geordnet haben möchte. Google versteht so zum Beispiel, wenn man nach den „größten Spielern der Mavericks“ fragt und listet diese entsprechend geordnet auf.

Google_knowledgegraph

Ebenfalls verbessert wurde das Verständnis von Zeitpunkten. So kann man Google also beispielsweise nach „welche Songs hat Taylor Swift 2014 aufgenommen“ fragen und erhält die passende Antwort. Eine weitere Neuerung im Frageverständnis ermöglicht das Stellen von viel komplexeren Fragen, die nicht im direkten Bezug zueinander stehen. Man kann so Google befragen, wie „groß die US-Bevölkerung war als Bernie Sanders geboren wurde“. Google erkennt in diesem Beispiel also nicht nur, dass der Fragende die Bevölkerungszahl wissen möchte, sondern ermittelt auch gleich den Wunschzeitpunkt, der sich aus dem Geburtsdatum von Bernie Sanders ableitet.

Google teilt aber auch mit, dass man nicht fehlerfrei arbeitet, es durchaus vorkommen kann, dass gelieferte Antworten nicht korrekt sind, da die Frage doch nicht richtig verstanden wurde. Dennoch ist die Sprachsuche in Verbindung mit Googles Knowledge Graph wieder ein ganzes Stück schlauer geworden.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. … in den USA zumindest.

  2. Ich freue mich immer wenn Google ein paar mehr Infos anzeigt und sogar ne Frage beantworten kann. Das Ganze ist aber ziemlich Lückenhaft und nicht vorhersehbar.
    Suche ich nach „james bond darsteller“ bekomme ich eine hübsche Liste. Suche ich nach „wer war der erste james bond darsteller“ kommt gar nichts ausser den normalen Resultaten. Unverständlich. Bewusst nutze ich das nur um Einheiten und Währungen zu konvertieren. Seit El Capitan und iOS 9 auch nicht mehr weil’s systemweit im Suchfeld/Spotlight geht. Dazu noch Wetter, Wikipedia-Auszüge und so…

    Bei Siri, Safari oder der Spotlight-Suche weiss ich wenigstens wie ich die Resultate triggere. Es gibt von Apple eine gute Anleitung was ich Siri so fragen kann oder in die Suche eingeben kann. Gibt’s ähnliches für die Google-Suche?

  3. @Kalle: So geht mir das auch. Eine Fähigkeit, die nur manchmal funktioniert, wird ignoriert. So lange nicht 9 von 10 Fragen korrekt beantwortet werden, wird das eine – wenn auch hoch spannende – Spielerei bleiben.

    Hier gibt es einige Anregungen von Google, was man mit der Sprachsuche anstellen kann.

    https://support.google.com/websearch/answer/2940021?hl=de

  4. Irgendwie finde ich es schon nervig, dass man blogübergreifend über solche neuen Funktionen liest, es im Text zuerst so dargestellt wird, als wäre es eine neue globale neue Funktion, man freut sich… …nur um dann (wenn überhaupt) zu erfahren, dass es US-only (vorerst auf unbestimmte Zeit zumindest) ist, einem diese gesamte Info also praktisch nix bringt.

  5. Auch Now-On-Tap ist ja bislang in Deutschland ein Reinfall, weil man es nur mit englischer Sprache nutzen kann.