Google Analytics aussperren

Huch, habe ich etwas in meinem Urlaub verpasst? Oder lese ich die falschen Blogs? Oder ist das nun folgende Thema eines, welches vielleicht von dem einen oder anderem Google Analytics einsetzenden Webmaster gerne totgeschwiegen wird? Vermutung: Blogger, egal ob mit vielen oder wenig Besuchern stehen auf Statistiken und Besucherzahlen. Ich habe zumindest noch keinen einzigen Blogger kennen gelernt, der nicht gerne mal einen Blick in die Zahlen wirft. Des Weiteren lassen sich Werbepartner ganz gerne mal Zahlen aus Google Analytics präsentieren, um anhand der Besucherzahl Preise für Werbung zu errechnen. Das kann jetzt alles vorbei sein.

Denn Google hat, nach andauernder Diskussion rund um Google Analytics, eine Erweiterung für diverse Browser veröffentlicht. Browser mit dieser Erweiterung (Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics) werden von Google Analytics in keiner Weise mehr erfasst. Folgende Browser werden bislang unterstützt: Internet Explorer (7 und 8), Google Chrome (4.x und höher) und Mozilla Firefox (3.5 und höher). Nein, noch kein Opera 😉

Die Frage ist: welche Personengruppe wird dieses Add-on einsetzen? Sicherlich nicht die breite Masse. Zweiter Punkt (gerade für mich als zahlengeiler Blogger): wie wirkt sich das Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics auf meine Besucherzahlen aus? Ich selber habe alle meine uniqe Visits und Pageviews öffentlich geschaltet. Hier einmal meine wöchentlichen Zugriffszahlen für das Jahr 2010:

Werden diese sich jetzt nach unten bewegen, weil ich über dieses Thema gebloggt habe und sich technik-affine Leser sofort die Erweiterung installieren? Diese Frage können mir nur die nächsten Monate beantworten. Ich persönlich finde Google Analytics nicht verwerflich, weiss aber aus Gesprächen, dass Besucher nichts gegen eine normale Zählung hätten, wohl aber, dass eben alles bei Big Google zusammen läuft. Keine Sorge, mich interessieren keine IP-Adressen und Co. Die kann man sogar bei Google Analytics anonymisieren.

Was nun? Werden neue „Dinge“ eingebaut, damit Webseitenbetreiber ihre Besucher verlässlich zählen können? Werden Datenschützer solange Alarm schlagen, bis man kein optionales Opt-out mehr hat, sondern eher explizit vorab zustimmen muss, gezählt zu werden?

Was meint ihr als Webseitenbesucher zu dieser Thematik – und welche Meinung haben meine bloggenden Kollegen? Angst vor dem „Trend nach unten“ bei Google Analytics?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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58 Kommentare

  1. Ich werde mir so ein AddOn nicht installieren… damit Blogs die mit viel Liebe und Kaffee gemacht sind auch weiterhin „mit mir zählen“ dürfen…

  2. Jessica Freeh says:

    Leute die nicht wollten das sie erfasst werden haben schon längst entsprechende Maßnahmen getroffen. Die gibt es ja schon, das Add-On von Google ist nur eine weitere Möglichkeit.
    Ich glaube nicht das sich das arg auswirken wird.

  3. Wenn könnte man auch einfach dem Google Skript sagen, dass er die IP Adresse anonymisieren soll, dann braucht man auch keine Addons.

    Edit: Ups, hattest du das eben auch schon drin? Mist.

  4. Ja, hatte ich 🙂

  5. Ich werde das Addon so wie Jens auch nicht installieren.

    Auf meinem Blog kommt weiterhin Piwik zum Einsatz, das Addon hat auf die gezählten Besucher in meinem Blog also keinen Einfluss 🙂

  6. Bei mir hat das anonymisieren der IPs dafür gesorgt, dass ich tatsächlich wieder überlege, von Piwik zurück zu Analytics zu wechseln. Allerdings sind die Zahlen bei meinem Blog auch nicht „relevant“.

    Allerdings sollte Google den Anonymisierer mal auch für den Standard Tracking Code anbieten, aktuell funktioniert er nur mit dem alten Code nach meiner Erfahrung!

  7. Google Analytics ist bisher schon der De-Facto Standard was Seitenstatistiken angeht, jedoch habe ich vor einiger Zeit auch schon auf Piwik gewechselt, bietet mir all das was ich brauche und die Daten bleiben auf meinem Server.
    Die Debatten werden immer lauter, als Datenschützer hat man Google vermehrt im Auge, bei der Grösse und dem Umfang der Daten, auf die sie potenziell Zugriff haben, auch kein Wunder. Da ist es natürlich ein Dorn im Auge, wenn die eigenen Daten aus dem heimischen Rechtsbereich „entführt“ werden.

    Ob ein solches Plugin Einfluss auf die Besucherzahlen hat, ich weiss es nicht, wage es auch zu bezweifeln, ausser Massen- und Mainstreammedien berichten darüber und informieren sich, wie so häufig nur halb, und beim Benutzer kommt Panikmache an, dann mag das sein.

  8. „Keine Sorge, mich interessieren keine IP-Adressen und Co. “

    Leider gibt es viele, die nicht deinem Vorbild folgen.
    Erst dadurch, dass sich viele Firmen so intensiv für personalisierte Daten interessieren, gibt es Nutzer, die nach Möglichkeiten suchen, sich davor zu schützen.

  9. Die Opt-out-„Pflicht“ ist ein Verstoß gegen die geltenden deutschen Datenschutzbestimmungen, da kannste schönreden, was du willst. Als Seitenstatistik genügt mir derweil AWStats, da weiß ich wenigstens, was es warum tut.

    (Analytics aussperren? NoScript und Ghostery! Ich werde einen Teufel tun und ein Addon von Google installieren, um etwas gegen Googles Datensammelei zu tun, LOL!)

  10. Wie genau funktioniert das Analytics bzw das blocken davon?
    Läuft der Traffic eh über meine Kiste oder alles über den besuchten Server? Wenn alles über meine Kiste läuft kann man das nicht wie Werbung auch blocken?
    Wäre dankbar wenn jemand die technischen Hintergründe erläutern könnte. (Wikipedia hilft hier leider auch nicht weiter http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Analytics )

  11. Ich habe das Addon installiert und habe deswegen auch kein schlechtes Gewissen, ich hatte vorher eines, weil ich mit Google nicht jedes Detail meines Lebens teilen möchte. Und wenn die Webmaster und Nutzer von Analytics sich laut genug beschweren, dann überdenkt Google vielleicht auch noch einmal ihre Datenschutzphilosophie.
    Abgesehen davon gibt es ja alternativen wie piwik…

  12. Ich blocke die Google-Statistik-Dienste auf meinen heimischen Rechnern schon seit einiger Zeit einfach über die hosts-Datei.
    Die hosts findet man in windows-ordnersystem32driversetchosts .
    Eine schöne Liste mit den URLs, welche man bezüglich Google darin eintragen kann findet man z.B. hier: http://www.watchthewatchers.de/media/upload/files/hosts.mine

  13. Die Domain google-analytics.com ist bei mir schon seit Jahren in der Blacklist, ich brauch kein extra Plug-In um vor Googles Datensammelwut beschütz zu sein.

  14. @Guido: Danke für die Liste!

  15. Ich meinte:
    windows-ordner\system32\etc\hosts

    @caschy Beim nachträglichen Bearbeiten des Kommentars fliegen sämtliche Backslash aus dem Text

  16. Ich muss sagen ich finde Google Analytics als Blogger sehr praktisch: Egal ob als Ansporn oder Informationsquelle!
    Ich sehe zum Beispiel dadurch: Welche Themen finden meine bescheidene Anzahl an Lesern interessant und was nicht..
    Ich kann aber auch die Bedenken und das Blocken gut nachvollziehen.. Wie schon gesagt, nicht jeder der Google Analytics einsetzt, ist ein lieber, mit guten Absichten bestückter Blogger 😉
    Folgefrage: Wird es nicht dazu führen, dass andere Analyse-Tools auf dem Kompost von Google Analytics aufkeimen?
    Gruß Matze

  17. Hallo Carsten,

    ich glaube nicht (falls ich Dich da richtig verstanden habe), dass sich Statistiken grundsätzlich auf meine Besucherzahlen auswirken. Da haben die Themen und meine Umgangsweise damit meines Erachtens einen wesentlich größeren Einfluss.

    Auch ich überlege, ob ich meine Statistiken öffentlich machen sollte, finde darin aber keinen Nutzen für meine Besucher. Worin siehst den Vorteil?

    Schönes Wochenende
    Gerhard

  18. Noch ein Grund sich gegen Googels Analysesystem und für das offene und kostenlose Piwik zu entscheiden.

    Mich persönlich interessiert es nicht ob ich erfasst werde oder nicht. Allerdings ist es für mich wichtiger möglichst genau Zahlen über die Besucher meiner Seiten zu nennen.

  19. Meiner Meinung nach sollten die Leute vielleicht selber Statistiken erheben damit am ende eben NICHT alles bei G rauskommt. Für wordpress gibts doch sicherlich auch statistik-module usw.

  20. Analytics ist doch eh doof. Piwik ftw 😉

    Ich selbst hab auf meinem Blog WassUp installiert, das integriert sich schön in das Dashboard. Eines Tages werd ich wohl Piwik auch für meine Seite installieren, aber im Moment brauch ich das einfach nicht.

  21. @ Martin Müller:

    „Meiner Meinung nach sollten die Leute vielleicht selber Statistiken erheben“

    Und wie bitte-schön soll das gehen? Ich verfüge nicht über dieses Wissen.

    Google-Analytics hatte ich auch schonmal, es aber wieder entfernt, weil es keinen Besucherzähler bietet, der sich in mein Blog einbauen lässt (analog meinem derzeitigen Besucherzähler).

  22. Ich nutze und empfehle weiterhin nur Piwik. Dort kann man die IPs mittlerweile auch anonymisieren und speichert die Daten wirklich nur auf dem eigenen Server. Ich bin mir sicher, das Google die Daten von Adsence und Analytics auswertet und Profile erstellt und das eben im Ausland… Ich lege allen Webmasters Piwik ans <3

  23. Also bei mir ist das schon lange per noScript geblockt.

    Auf meiner HP setzt ich auch Piwik ein.

    Cu Crono

  24. Also ich sag dazu nur das die Menschen statt google vielleicht mal Piwik nutzen sollten 😀

  25. Ich bin seit anfang an ohne analytics hier drin — dank noScript — aber nutzen tu ich analytics für meinen jimdo blog auch — will ja zahlen haben… 😀 (und jimdo hat stats einfach vergessen)

  26. Bin ich hier der einzige, der den Flashcounter nutzt?

    Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich Piwik in meinem Blog einsetzen kann, weil es PHP und MySQL erfordert.

  27. Ich finde es fast so lächerlich, wie das Gemecker gegen Street View. Wobei – es ist definitiv noch lächerlicher Einspruch einzulegen, weil die eigene Hausfassade im Intetnet ist.
    Naja, muss man sich wohl Alternativen suchen, z.B. Piwik oder Clicky, letzteres auch mit IP-Erfassung, allerdings nicht im Visier der übertriebenen Datenschützer.

  28. @norbert
    In meinem ersten Kommentar hier stand es richtig, aber die Backslashs fehlen.
    Aber ansonsten gut aus Wikipedia kopiert…;)

  29. Die „verteufelte“ Sammelwut von Google liefert eine derartige Menge von Daten, wodurch die Nachverfolgung einzelner User ad absurdum geführt wird. Vielmehr sieht sich die Lobby der Statistiker und Meinungsforscher bedroht, weil ihre veralteten Regeln der Auswertungen und Hochrechnungen durch viel genaueren Internet-Statistiken widerlegt werden.

    Und schließlich verdanken wir der „Sammelwut“ von Google eine Menge toller Features, wie zum Beispiel die lokalisierte Suche von Google.

    Als Blogger danke ich Google jeden Tag, dass unsere Blogs in den Suchergebnissen von Google erscheinen.

    Die Möglichkeit, Google Analytics auszusperren, zeugt nur von Googles Weg des geringsten Widerstands und ist ein vorbeugender Kniefall vor Datenschutz-Klagen. Leider wird dadurch dieses Tool wertlos, weil die Gruppe der Datenschutz-Begeisterten nicht mehr erfasst wird.

    Dennoch werden wir es in unseren Blogs nicht entfernen und durch andere Statistik-Tools ergänzen, was leider die Ladezeit der Webseiten erhöht.

  30. Ich glaube über kurz oder lang wird uns diese Problematik überall treffen. GA war nur der erste Streich der Datenschützer, und da sie nun scheinbar Erfolg hatten, werden sie über kurz oder lang auch gegen alle anderen vorgehen, die ihnen zu wenig anonymisiert sind.

  31. Reicht es nicht einfach, per AdBlock http://google-analytics.com/* zu blocken? Wozu dann ein Extra-AddOn?

  32. mit dem AddOn hab ich Probleme beim öffnen div. pdf im/über den Browser

  33. Wegen mir persönlich wird sich keine Statistik durch dieses Addon ändern. Ich habe alles mit „google“ im Namen eh ausgesperrt.

    Es wird wohl leider etliche Leute geben, die naiv genug sind, sich ein Addon von Google zu installieren, um sich vor Google zu „schützen“?

  34. @Tom: .google-analytics.

    Also ich benutze auch AdBlockPlus um Google A. zu blockieren.

  35. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Blogger sehen will, welche Artikel am meisten gelesen werden, von wo die Besucher kommen und so weiter. Bei Google Analytics laufen aber alle Daten von allen Seiten zusammen in die Hände von Google. Mit IP-Adresse und eventuell noch Konto-Login. Deswegen hab ich mir das Plugin mal installiert, Probleme hab ich noch keine festgestellt.

  36. Simple lässt sich systemübergreifend auch die Hosts Datei anpassen:

    # Google Inc
    127.0.0.1 clients1.google.com
    127.0.0.1 clients1.google.de
    127.0.0.1 domains.googlesyndication.com
    127.0.0.1 pagead.googlesyndication.com
    127.0.0.1 pagead2.googlesyndication.com
    127.0.0.1 adservices.google.com
    127.0.0.1 video-stats.video.google.com
    127.0.0.1 ssl.google-analytics.com
    127.0.0.1 http://www.google-analytics.com
    127.0.0.1 google-analytics.com
    127.0.0.1 4.afs.googleadservices.com
    127.0.0.1 feedads.googleadservices.com
    127.0.0.1 imageads.googleadservices.com
    127.0.0.1 partner.googleadservices.com
    127.0.0.1 http://www.googleadservices.com
    127.0.0.1 apps5.oingo.com
    127.0.0.1 http://www.appliedsemantics.com
    127.0.0.1 service.urchin.com

  37. Kann mandaa nur für bestimmte Seiten einstellen? Dann würde ich es auf Blogs deaktivieren und bei anderen aktiviert lassen. Oder gibt es ein anderes tool
    it dem man google auf bestimmten Seiten austrixen kann?

  38. Und so ein Tool für das iPhone wäre auch nicht schlecht… Mit dem surfe ich gerade.

    Klasse mobile Theme!

  39. @Tom & Daniel
    ||google-analytics.com^ ist besser als Adblock Plus-Filter.

  40. fellowweb says:

    Als Alternative würde ich – wie teilweise in den Artikeln genannt – entweder auf die hosts-Datei von mvps.org zurückgreifen, einen entsprechenden Adblock Plus-Filter einrichten, oder das Browser-Plugin Ghostery installieren.

    Empfehlen kann ich am ehesten letzteres. Es ist verfügbar für Firefox, Internet Explorer und Chrome. Standardmäßig zeigt es nur eine Warnung an, welche Web-Bugs in eine Seite eingebettet sind. Man kann es jedoch über die Optionen sehr einfach so konfigurieren, dass diese direkt rausgefiltert werden. – Für mich die beste Lösung.

  41. Eigenartig, dass google so ein plugin zur verfuegung stellt, ausserdem nix neues wie viele sagten mit adBlock geht das schon lange. Ganz verstehe ich die Aufregung der Datenschützer nicht, am Telefon darf ich doch auch „erfassen“ wer mich anruft, warum sollte ich das im web nich duerfen? Darf ich dann irgendwann aus Datenschutz gruenden nicht mehr durch den Türspion schauen wer an meiner Hastüre läutet?
    Was anderes wäre es dem Provider zu verbieten, aber als Betreiber einer Webseite, werde ich wohl noch wissen dürfen wer diese Seite aufruft, was auch immer ich mit der IP Adresse anfangen kann (solange ich die daten nicht weitergebe).

  42. Hallo,

    hab mich mal hingesetzt und gestern das Piwki installiert, wer Hilfe bei der Installation braucht: http://www.fene-blog.de/webdesign/wordpress/piwik-installieren-und-in-wordpress-blog-einbinden/

    Angebot an Faule: Ich kann Euren Blog auf meine Datenbank legen (wer mir vertraut 😉 ), dann kann man es schnell als Alternative zu Google Analytics testen.

    Gruß
    Christian

  43. An Christian:
    Auch ich habe Piwik nach Startproblemen [ http://forum.piwik.org/index.php?showtopic=9941 ]installieren können.
    Z.Zt. überwache ich 4 Domains.
    Bei der Aktualisierung der Anzeige sehe ich noch Schwachstellen, ich werde mir deinen Text ansehen und mich evtl. wieder melden.
    Vielleicht habe ich nur Verständnisprobleme …

  44. In den letzten 12 Monaten wurde die IP-Adresse zunehmend als Personenbezogene Daten bei Gerichtsprozessen angesehen und somit sind Dienste bei denen die IP-Adresse weitergegeben wird, Kennzeichnungspflichtig in Hinsicht auf Weitergabe von Personenbezogener Daten an Dritte.

    Sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten und nicht später jammern wenn wieder Abmahnschreiben im Umlauf sind.

    Weiterhin finde ich das Googles Suche zunehmend einschränkend wird. Denn ich bekomme eher Ergebnisse von Seiten angezeigt auf denen ich sowieso schon mal war. Und wenn ich die gleiche Suche bei einen Bekannten mache erhalte ich komplett andere Ergebnisse.

  45. Jetzt mit richtiger Twitter-Adresse.

  46. @Max
    … Kennzeichnungspflichtig in Hinsicht auf Weitergabe von Personenbezogener Daten an Dritte.

    Ich würde es nicht als weitergabe an 3. sehen, wenn ich die Daten an MEIN google analytics account weiterleite. wo sollte der unterschied sein, ob es mein Piwik bei einem webhoster ist, oder ob jemand auch gleich die software (google analytics) hosted?

  47. Meiner Meinung nach ist da ein sehr grosser Unterschied. Meinen WebHoster beauftrage ich das er den Server betreibt und solange keine Klage gegen mich vorliegt hat er nicht das Recht in die Daten auf dem Server Einsicht zu nehmen. Sollte er das doch unerlaubt tun kann, hat der Webhoster einen Rechtsbruch begangen ich ihn dafür verklagen.
    Bei Google-Analytics beauftragst du (wenn auch kostenlos) die Daten durch einen Anbieter auszuwerten und aufzubereiten, also gibst du die Daten weiter.

  48. Trauerkloß says:

    @hik: Du musst dir klar machen, dass Google nicht die größte Freeware-Schmiede der Welt ist und dass Google nicht Mutter Theresa ist. Hinter (fast) allem was Google macht, stehen finanzielle Ziele. Googles Geschäft ist Werbung. Sie verdienen damit sehr gut (schau dir mal die Quartalszahlen des letzten Jahres an). Werbetreibende wollen zielgenau werben. Sie wollen genau die Nutzer erreichen, die für sie interessant sind. Je genauer du deine Werbung richten kannst, desto wertvoller der Werbeträger (z.B. Google). Mit jedem zusätzlichen kostenlosen Angebot schafft Google zwei Dinge: neue Fläche für Werbung – und neue Erkenntnisse über die Nutzer. Da Google weltweit teure Rechenzentren betreibt und unzählige Mitarbeiter beschäftigt, muss viel Geld erwirtschaftet werden. Zu viele Nutzer sehen nur „kostenlos“ und die Featureliste und denken nicht weiter nach. Wozu sollte Google einen kostenlosen Web-Analysedienst betreiben, Serverpower vorhalten, Entwickler und Supporter bezahlen? Natürlich sammelt Google alle einlaufenden Daten von unzähligen Websites und verwendet diese für ihr eigentliches Geschäft: Werbung. Du machst einen groben Denkfehler: Es ist nicht einfach dein Account, es ist Googles Server und Googles Service! Piwik läuft auf deinem Server. Was mit den Daten geschieht kontrollierst DU. Was mit den Daten bei Google passiert weißt du gar nicht und kontrollieren kannst du es somit auch nicht. Schau genau hin, auf wie vielen Webseiten Analytics eingesetzt wird (Features! Kostenlos!). Während du im Netz surfst (und während du zusätzlich vielleicht leichtsinnigerweise bei einem Google Dienst eingeloggt bist) hinterlässt du einen breiten Datentrampelpfad bis hin in die Abgründe deiner Psyche 😉
    Die IP-Adresse ist meines Erachtens dabei gar nicht so wichtig. Google will dich darüber nur lokalisieren (damit ich dich gezielt mit regionaler Werbung erreichen kann). Die Verfolgbarkeit über Webseiten geht auch anders. Übrigens, das ist für Frickelpeter und Daten-Geizhälse wie mich besonders frustrierend: Gerade durch Blocker-Erweiterungen und exotische Browser wird man im Netz sehr gut identifizierbar. Ich finde jetzt auf die schnelle den Artikel nicht mehr, aber ein bisschen Googeln (sic!) hilft dir weiter.
    Nebenbei: Ich arbeite als Google AdWords Consultant und habe deswegen von beruflicher Seite her Einblicke in das, was Google mit deinen Daten macht. Bei uns in der Firma gibt es „seltsamerweise“ keinen der Google nicht skeptisch gegenüber steht. Berufskrankheit.

  49. @Trauerkloß
    Danke für dein ausführliches Kommentar! Ich möchte mich nur etwas ins rechte Licht rücken. Ich teile deine Ausfürungen zu 100%, dem ist nichts hinzuzufügen. Mir ging es nur um den meiner Meinung nach rechtlichen Unsinn, was die Weitergabe der IP Adresse betrifft. Ob ich nun meine Analyse Services selbst betreibe, oder durch einen 3. betreiben lasse (egal ob das nun kostenpflichtig ist oder nicht) sollte rechtlich keinen Unterschied machen. Ich selbst verwende Piwik und lasse Google Analytics mitlaufen um die Ergebnisse zu vergleichen, aus rein technischem Interesse. Zu den Einblicken googles in die Psyche: Wie ist das wenn man sich bei google bewirbbt, brauchen die überhaupt noch einen Lebenslauf 😉

  50. @Trauerkloß
    „Gerade durch Blocker-Erweiterungen und exotische Browser wird man im Netz sehr gut identifizierbar.“

    Das würde mich interessieren, warum wird man durch Blocker erweiterungen besonders gut indentifizierbar? Ich bezeichen mich da auch als Daten-Geizhals…

  51. @hik: Was er meint ist dass du mit „Firefox 3.6, Windows 7, JavaScript an, Cookies an, Flash an“ nicht so auffällts als mit „links2, Linux, kein JavaScript, keine Cookies, keine Plugins“. Die meisten nehmen halt die Default-Config, mit was exotischen Fällt man halt eher auf.

  52. @Trauerkloß
    sorry hatte gestern keine zeit. danke fuer den link, interessant das haette ich nicht erwartet (diese hohe treffsicherheit)! Ich habe auf meiner PIWIK installation 4 webseites von freunden (lauter kleine private) „laufen“. Könntest es deinen kunden ja als dienstleistung anbieten 🙂

  53. Ich benutze schon seit Langem NoScript, um die (hier schon oft verwendete) Sammelwut zu unterbinden. Jedenfalls meines Verhaltens. Ich benutze sogar seit ein paar Wochen kein Google mehr als Suchmaschine sondern https://ixquick.com/ . Bin damit sehr zufrieden und ich kann somit alles in das Sucheingabefeld eingeben, was mir in den Sinn kommt, ohne ein schlechtes Gewissen oder ein „Ach da war doch was“ zu haben.
    Gruß

  54. Wir haben Piwik und GA nun eine Zeit lang parallel bei 30 Länderportalen laufen lassen. Piwik ist super und ich erfahre alle Daten, die ich benötige. DB-Grösse und Performance sind kein Problem. Als Europäer ist mir nicht geheuer, welch ungeheure Marktmacht sich Google mit all diesen Daten erarbeitet. Ich bin froh, unseren Usern mit diesem Schritt wieder zu mehr Anonymität im Web verholfen zu haben.

  55. was meinst du mit „ip adressen interessieren mich nicht“?
    die kannst du in google analytics ohnehin nicht einsehen…

  56. ach noch was @merlo: piwik ist KEIN webanalyse tool. das ist sowas wie eine bessere logfileanalyse. solange es aber deinen ansprüchen genügt passt das natürlich.

    wie die nutzer durch piwik mehr anonymität genießen sollen musst du mir allerdings noch mal erklären.

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