Gestern gab Google das Chromecast Entwickler-Kit frei, es wird also nicht mehr lange dauern, bis wir mit passenden Apps aus allen erdenklichen Bereichen geflutet werden. Aus fast allen Bereichen. Bestimmte Apps dürfen nämlich nicht mit dem Chromecast kommunizieren. Nämlich dann, wenn Nacktheit, grausamer Geschlechtsverkehr oder eindeutiges sexuelles Material gezeigt werden, kurz pornografische Inhalte. Das sind allerdings nicht die einzigen Einschränkungen, die Entwickler in den Nutzungsbestimmungen akzeptieren.
Außerdem sind verboten: Online Glücksspiel, Hassreden, Mobbing und Gewalt. Und auch gerätespezifische Einschränkungen gibt es. Es muss ein Schutz vor dem „Einbrennen“ von Bildern implementiert werden, außerdem darf eine App das Gerät nicht rooten. Hält man sich als Entwickler an die Vorgaben, hat man nichts zu befürchten. Im Falle eines Verstoßes wird die App gesperrt, dann spielt es auch keine Rolle, von wo man die App hat, sie wird einfach nicht mehr mit dem Chromecast kommunizieren können.
Interessant ist allerdings, dass man mit Googles eigenem Browser sämtliche Inhalte auf den Chromecast übertragen kann. Da gibt es keinen Porno- und Gewalt-Filter. Man will es den Nutzern anscheinend nur nicht allzu leicht machen, auf die schmutzigen Filmchen zurückzugreifen, um sie auf einem großen Bildschirm zu betrachten.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich jetzt schnell einen Chromecast Stick zu besorgen, sollte vielleicht noch ein bisschen warten. Der europäische Variante, die im März kommen soll, werden Hardware-Änderungen nachgesagt. Wie diese allerdings aussehen sollen? Unklar.