Google Allo: Web-Version kurz vor dem Start und weitere Neuerungen entdeckt

Googles Messenger Allo liegt mittlerweile in Version 16 vor und kommt mit einer offensichtlichen Änderung, die allerdings serverseitig aktiviert wird: Allo Web. Für weitere Neuerungen muss man da schon eine Ebene tiefer gehen, denn im Code versteckt Google häufig bereits vorab Dinge, die dann in künftigen Versionen einmal aktiviert werden – oder auch nicht. Nur weil etwas irgendwo im Code versteckt ist, muss es nicht zwingend auch einmal verfügbar sein, Google probiert da viel aus.

Für viele Nutzer ist ein Messenger uninteressant, wenn er nur auf einem Gerät verwendet werden kann. So zumindest die gängige Meinung in den Kommentaren (WhatsApp bewies ja lange genug, dass ein Messenger auch auf einem Gerät erfolgreich sein kann). Allo wird man wohl sehr bald auch im Web nutzen können, die entsprechende Verknüpfung taucht bei ersten Nutzern bereits in der App auf und verweist auf eine noch nicht erreichbare Webseite.

Die Anmeldung wird über einen QR-Code erfolgen, den man mit der App vom Bildschirm scannt und dann eben verbunden ist. Android Police geht davon aus, dass Allo Web in den nächsten Stunden aktiviert wird. So viel zu der großen offensichtlichen Neuerung, unter der Haube gibt es aber mehr zu entdecken.

Eine interessante Neuerung könnte die Hotword-Erkennung in Google Allo für den Assistant sein. Google Allo ist die beste Möglichkeit, den Google Assistant zu nutzen, falls man ihn noch nicht offiziell hat. Allerdings verzichtet man eben auf „handsfree“, da man nicht einfach „OK Google“ sagen kann. Das wird sich wohl ändern, dann könnte man Nachrichten auch komplett ohne Berührung des Smartphones verschicken. In Sachen Spracherkennung hat Google in der letzten Zeit große Fortschritte gemacht.

Eine weitere Neuerung ist die Anzeige von Geburtstagen der Nutzer. Allo kann Nutzer so informieren, wann Kontakte Geburtstag haben und ihnen auch gleich die Möglichkeit der Gratulation geben. Kann man sich wohl vorstellen wie bei Facebook oder auch bei Snapchat, es soll wohl auch ein bisschen zur Kommunikation anregen.

Allo wird künftig auch mehr Auskünfte über Eure Aufenthaltsorte wissen wollen. So wird man Orte für den Arbeitsplatz und Zuhause anlegen können. Macht Google auch in Google Now so (oder in Google Maps), hilfreich, falls es unterwegs zu Verzögerungen kommen könnte, Google erinnert an den rechtzeitigen Aufbruch.

Für Nutzer mit knappem Datenvolumen könnte der Lite Mode interessant sein. Während unklar ist, wie genau Daten eingespart werden, kann man wohl von einer Komprimierung von Bildern und Videos ausgehen. Oder es gibt sogar einen Hinweis, dass der Nutzer Multimedia-Inhalte manuell herunterladen muss. Genaues dazu ist nicht bekannt, nur der Lite Mode wird erwähnt.

Weiter geht es mit sportlichen Dingen, allerdings ist auch hier der Zusammenhang alles andere als klar. Möglich wären hier große Chaträume mit unbekannten Nutzern ebenso wie Erinnerungen für anstehende Events, für die man sich dann mit Freunden in Chats treffen kann. Sehr unklar, was dies genau werden wird, hier muss man sich wohl noch ein wenig gedulden.

Allo könnte auch bald einen Platz im Google Feed haben, das legen ebenfalls Codezeilen nahe. Wie diese Integration allerdings genau aussehen wird, ist ebenfalls nicht bekannt. Vielleicht hat es ja sogar mit den Neuerungen bei Mentions zu tun. Hier wird es künftig Benachrichtigungen geben, wenn man in einem Chat erwähnt wurde, die Benachrichtigung wird außerdem enthalten, wer einen erwähnt hat. Praktisch bei Gruppenchats, die man eventuell stumm gestellt hat, um nicht in der Benachrichtigungsflut unterzugehen.

Weitere Bruchstücke beschäftigen sich mit Zahlungen (lediglich ein „Pay“-String ist zu finden, keine Details), das Versenden von Audio, E-Mail und Wetter. In allen Bereichen ist unklar, was es damit genau auf sich hat.

Die aktuelle Version on Google Allo erhaltet Ihr via Play Store oder APKMirror.

Google Allo
Google Allo
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. wie lange es wohl noch dauern wird, bis google den wieder einstampft?

  2. Man glaubt es nicht. Jede Nachricht zu Allo verursacht fast körperliche Schmerzen aufgrund der unendlichen Dummheit und der Unfähigkeit von Google, in Sachen Messenger auch nur irgendwas auf die Palette zu kriegen.

    Allo for Web, Aktivierung über QR-Code – ich fasse es nicht.

    Naja, zum Glück wird sich über diesen Scheiß keiner groß ärgern müssen, außer die geschätzten fünfeinhalb User von Allo.

  3. Nutzt den irgendwer? Bei mir wären nur eine Handvoll Kontakte darüber zu erreichen. Das ist ja nach wie vor die Krux an den Messengern. Es bringt nichts wenn man den selbst geil findet und ihn niemand deiner Kontakte nutzt bzw. nutzen will.

  4. Ist das ein unabhängiger Client, der autark und cloudbasiert läuft wie Telegram? Oder doch nur so eine Remote-Krücke wie Whatsapp Web?

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