Gonimo: Babyphone via Browser realisieren

Gonimo steht für Good Night Monitor. Vielleicht ein Dienst, den man im Auge behalten kann. Gonimo ist Open Source und ein Dienst, der zu Überwachungszwecken eingesetzt werden kann. Der Name lässt es vermuten: Die Macher zielen damit auf Eltern ab, die vielleicht auf die Schnelle einen Babymonitor benötigen.

Davon gibt es in Sachen Hardware einige – und auch zahlreiche Apps kann man kaufen, um ein Smartphone zum Babymonitor zu machen. Gonimo arbeitet etwas anders. Über die Webseite kann man eine Familie erstellen. Eine Familie muss aus mindestens zwei Geräten bestehen.

Von Gerät 1 kann man Einladungen verschicken, beispielsweise per Mail, WhatsApp, Telegram oder anderen. Wurde die Einladung akzeptiert, so kann ein Gerät zum Babyphone gemacht werden. Wer also ein altes Smartphone hat, der macht dieses zum Babyphone, hierbei wird ein Livestream übertragen, Video und Audio – oder nur Audio. Abgewickelt wird die Übertragung viaPeer-to-Peer. Ein bisschen eingeschränkt ist Gonimo, denn unter iOS funktioniert das Ganze so leider nicht.

Die Überwachung kann dabei im WLAN oder via Mobilfunkverbindung funktionieren. Welches Endgerät wo benutzt wird, ist egal. Gonimo kann auf dem Rechner oder Laptop mit Webcam als „Eltern-Gerät“ gestartet werden, man kann auch ein Smartphone oder Tablet nutzen. Völlig egal, was einen Browser hat, sollte funktionieren (außer das erwähnte iOS).

In Kurzform: Mindestens zwei unterstützte Geräte, Internetverbindung – und fertig ist das Babyphone – oder der -monitor. Wie sich das Projekt finanziert? Damit das Projekt überhaupt gestartet und umgesetzt werden konnte, gab es eine Förderung durch NetIdee.at. Eine native (installierbare) App ist geplant, die gegen einen überschaubaren Betrag erhältlich sein wird. Sie wird Funktionen abdecken, die über einen Browser technisch nicht umsetzbar sind.

Wer sich das Ganze anschauen will, der findet hier die Gonimo-Homepage, die auch weiterführende Informationen sowie HowTo-Videos hat. Vielleicht für euch für den nächsten Besuch bei Freunden oder im Urlaub ganz praktisch.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

17 Kommentare

  1. Star Craftler says:

    kann man sich sowas nicht in 5 minuten selber basteln oO ?

  2. Super Tip, schau ich mir definitiv an.

  3. Im Heimnetzwerk habe ich für so etwas immer IP Webcam verwendet: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pas.webcam&hl=de

  4. Star Craftler says:

    naja. die einzelnen Features sind doch auch nur zusammengeklaubt aus irgendwelchen JS Bibliotheken…..

  5. @Star Craftler
    Eltern mit IT/Web Background kriegen das selbst hin, aber für die normal Verbraucher, die verstehen nicht mal was html etc. ist. Daher immer den Focus des Wissens des endnutzers im auge behalten. Und meist ist es doch auch so, man nimmt das was es gibt und macht aus verschiedenen Komponenten was neues draus.

  6. @Star Craftler: OK. Und aus welchen genau? Und wie füge ich diese dann zusammen? Wie verbinde ich dann alles miteinander? Und wie benutzt das dann auch ein nicht IT-affiner Mensch?

  7. @Star Craftler, gonimo Entwickler hier: Wir verwenden im Prinzip überhaupt keine
    JS Bibliotheken, gonimo ist in Haskell entwickelt. In 5 Minuten? Jein, ein
    erster Prototyp der irgendwie funktioniert hat, war tatsächlich in ein paar Wochen
    fertig, das ganze Endbenutzer tauglich zu bekommen mit Sicherheitsfeatures, guter
    UX, usw. hat dezent länger gedauert. Der Teufel steckt immer im Detail.

    @caschy: Vielen Dank fuer diesen sehr gelungenen Beitrag! Die Überraschung ist gelungen!

  8. Manuel Stey says:

    Könnt ihr eine Babyphone – Android App empfehlen?

  9. @Manuel Stey, bin natürlich nicht objektiv hier – aber gonimo funktioniert auf Android!
    Ist aber nicht zum installieren, sondern einfach vom Browser aus zu starten. Eine installierbare Version kommt aber auch noch.

  10. Manuel Stey says:

    @robert: Ich würde es ja gerne testen, aber über ein „Lade, einen Moment bitte…“ komme ich leider nicht hinaus….

  11. @Manuel Stey: Danke! Laeuft jetzt wieder, keine Ahnung was da jetzt war – seit dem Artikel haben wir deutlich mehr Zugriffe, irgendwas hat da jetzt nicht gepasst. Danke für die Info dass es nicht geht! Wir werden die Ursache natuerlich suchen und schnellstmoeglich verbessern!

  12. Martin Schlatter says:

    Kann man doch auch einen Messenger nehmen, Viber oder Hangouts. Oder einen WebRTC-Messenger.

  13. @Martin Schlatter, kannst du! Ist im FAQ beantwortet die Frage: „Kann ich nicht auch einfach Skype verwenden?“ unter Allgemeines: https://gonimo.com/faq.php

    Lg, Robert

  14. @Robert Klotzner
    Hat es einen bestimmten Grund dass ihr euch für Haskell entschieden habt?

    Achja und ein Link zur Github Repo würde eurer Seite gut tun 🙂

  15. @John, Der Hauptgrund ist wuerde ich sagen das geniale Typsystem welches einen bei der Entwicklung wirklich hilft und zur Fehlervermeidung massiv beitraegt. „If it compiles – it works“ ist sehr Nahe an der Wirklichkeit. Und die Frontendentwicklung auf Basis von frp mit Reflex macht einfach Spass 😉

  16. @John, ja die Links zum Code (jup – es gibt sogar mehrere) sind derzeit wirklich ein bisschen versteckt – da werden wir vielleicht noch ein wenig nachbessern 😉 Danke fuer das Feedback auf jeden Fall!

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