GMX: Support für Fremd-Accounts in der Mail-App endet

GMX informiert seine Kunden, dass der Support für Fremd-Accounts in der Mail-App bald endet. Bislang ist es möglich, auch andere Accounts mit der GMX-Mail-App abzufragen. Kennt man ja auch von anderen Anbietern, so bietet beispielsweise die Gmail-App von Google die Einbindung von Dritt-Accounts an. Die Einbindung fremder Postfächer erfolgte bislang über das IMAP-Protokoll.

Dieses Protokoll entspricht laut GMX nicht mehr dem neuesten Standard und macht den Einsatz einiger Funktionen unmöglich, die man für ein positives Benutzererlebnis voraussetze (z. B. Push-Mitteilungen). Was bleibt den Nutzern? Theoretisch könnten sie einfach eine Weiterleitung der Nicht-GMX-Adresse an die GMX-Adresse einrichten (siehe unser Screenshot), alternativ nutzt man einfach eine ganz andere Mail-App.

Witziges Rand-Detail: GMX spricht dem IMAP-Protokoll einige Funktionen ab, auf der anderen Seite hat man bei GMX wohl seinerzeit nicht auf aktuelle Sicherheitstechnologien setzen wollen, die Google voraussetzt. Möchte man jetzt ein Google-Konto einbinden, so heißt es: „Weniger sichere App blockiert. Google hat die App blockiert, die Sie verwenden wollten, weil sie nicht unseren Sicherheitsstandards entspricht.

  • Danke Marco

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Wenn IMAP so unsicher sein soll, was nutzt GMX denn dann jetzt? So zahlreich sind die Alternativen Mailprotokolle ja nun auch nicht. Und bieten die noch Freemail an, dann wird es wohl auch kein Exchange o.ä. sein?!

  2. Die Frage von Ernstl stelle ich mir auch. Vermutlich geht mit IMAP kein Werbezwang für zahlende Kunden, wie sie es immer machen.
    Habe zwar (noch) einen GMX-Account, aber die App habe ich noch nie genutzt. Mail auf dem iPhone bzw. iPad genügt vollauf. Da ich mehrere Mailaccounts ständig nutze, habe ich so alles in einem Postfach griffbereit.
    Und nur weil GMX was veröffentlich, ist das für mich kein Beleg, dass IMAP/s ein größeres Risiko darstellt,

  3. Der alte Outlook Express beherrschte schon IMAP-IDLE , bevor man bei GMX überhaupt wusste was das eigentlich ist.

  4. Will ja echt niemanden angreifen – also bitte nicht böse auffassen -, aber wer E-Mail-Anbieter wie GMX oder Web.de nutzt, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren (mal überspitzt ausgedrückt). Habe bis heute nicht verstanden, wie man zu solchen Datenkraken greifen kann. Dann lieber ein paar Euro ausgeben und auf sichere Anbieter wie Posteo oder Mailbox.org zurückgreifen – oder selbst hosten sofern die Kenntnisse vorhanden sind. Alles ist besser als GMX oder Web.de.

    Sorry, meine persönliche Meinung.

    • Stimme dir da zu!

    • Und dann fangen wir gar nicht erst an mit der furchtbaren Bedienung, Steinzeitfeatures und etlichem Zwangspam und anderen Abzockmethoden. Es war ein Kampf meine Eltern von ihrem Web.de-Account weg zu bewegen.

    • Ich verstehe Deine Motivation, finde jedoch, dass solche Bestrebungen einen wesentlichen Haken haben.

      Über die Jahre gab es immer wieder Bestrebungen, das recht unsichere Kommunikationsmedium E-Mail auf ein höheres Sicherheitsniveau zu heben. Ob nun das Aufkommen digitaler Signaturen, asynchrone Verschlüsselung, Server zu Server Verschlüsselung, die Verbreitung von SSL-Verbindungen oder Diskussionen darüber, dass sichere Maildienste mit Webinterface eigentlich gar nicht sicher sein können. Ja es gibt sogar viele Leute in meinem Bekanntenkreis, die eigene Mailserver betreiben. Alles in dem Bestreben, dass Google, 1&1 und wer auch immer nicht an die eigene Kommunikation geraten.

      Der Haken existiert jedoch dahingehend, dass die meisten Maßnahmen nur wirksam sind, wenn alle Kommunikationspartner mitmachen. Du kannst ein Fort Knox von einem Mailserver haben. Sobald Du Deinem Kumpel bei GMAIL eine E-Mail schickst, wird sie registriert, gescannt und automatisch verwertet.

      Insofern verstehe ich wie gesagt die Motivation, andere Anbieter zu verwenden. Für wirksam halte ich solche Maßnahmen jedoch aus genanntem Grund einfach nicht.

      • @Tandeki:
        Gut argumentiert. Da gebe ich dir natürlich völlig Recht. Viele Sicherheitsmaßnahmen greifen nur, wenn beide Seiten das jeweilige Sicherheitsfeature unterstützten – von daher hast du da absolut Recht.

        Aber wie es so oft der Fall ist: Irgendeiner muss der Anfang machen. Bisher konnte ich schon einige Leute von „sicheren“ E-Mail-Anbietern oder sicheren Messengern überzeugen – auch wenn es sehr mühselig ist.

    • Ich sehe nicht, wieso man bei der Nutzung von GMX oder Web.de „die Kontrolle über sein Leben verloren“ hätte. Beide Dienste gehören zu 1&1 IONOS und fallen damit unter Deutsches bzw. Europäisches Recht. Da gibt es IMHO deutlich bedenklichere Dienste, die sich trotzdem einer großen Verbreitung erfreuen (allen voran Gmail).

      • Dass die unter deutsches Recht fallen ist für uns Deutsch doch schlecht, oder?

        Die primäre sorge derer, die sich in Deutschland befinden muss doch Überwachung aus Deutschland sein, nicht irgendeines anderen Landes ohne direkten Zugriff?

        • Ich finde es sehr vorteilhaft, wenn mein Mail-Anbieter unter deutsches Recht fällt. Die Überwachungsmöglichkeiten sind in Deutschland doch recht reglementiert.

      • Das diese Dienste deutschem Recht unterliegen ist sicherlich einer der großen Pluspunkte, jedoch ist der grauen an gerade Web.de und Gmx.de doch der viele Spam der da jeden Tag aufläuft und selbst bei zahlenden Kunde wird da von Web.de oder auch von Gmx.de jede Menge Werbung im Posteingang platziert dass man sich nur Wundern kann. Komischerweise hat man das bei einem direkten 1&1 Postfach nicht egal ob es das ist welches man zum DSL Zugang dazubekommt oder ein kleiner Server mit Mailfunktion den man Monatlich finanziert. Insofern verstehe ich nicht, scheinbar ist die Technologie Spam-freie Postfächer anbieten zu können ja in dem Konzern vorhanden, aber bei den beiden Maildiensten wird es nicht genutzt.

        • Ich persönlich kann bei GMX kein Spam-Problem feststellen. Ich hab seit bestimmt 20 Jahren ein (kostenloses) Postfach bei GMX. Meine Adressen werden reichlich verwendet, also in zahlreichen Foren, Blogs, Online-Shops – plus Weiterleitung aus mehreren eigenen Domains. Das Spam-Aufkommen hält sich in sehr überschaubaren Grenzen, da kommt vereinzelt mal eine Spam im Posteingang an, aber das meiste landet im Spam-Ordner. Klar, Werbung wird in der GMX-App in Form von Pseudo-Mails angezeigt, aber die kann man IMHO nicht mitrechnen, ist ja schließlich der werbefinanzierte Tarif, den ich nutze.

          • Kann ich so unterschreiben. Nutze das Postfach über K9Mail und außer die monatliche GMX WerbeMail kommt da kein Spam an. Jeglicher Spam wird durch den Spam Filter abgefangen. Und selbst das sind vielleicht nur 2-3 die Woche die dort landen.

      • Ich halte das deutsche oder auch das europäischen Datenschutzrecht in diesem Kontext nicht für ein Qualitätsmerkmal, jedenfalls nicht für eins, was meine Entscheidung für oder gegen einen Dienst wesentlich beeinflusst. Am Ende geht es mir um die Leistung, die ich bekomme, und da bieten mir andere Dienste eben deutlich mehr, allen voran natürlich Gmail. Und es ist ja nicht so, dass diese Daten dann „einfach so“ für alle und jeden frei verfügbar sind. Aber das kann ja jeder sehen, wie er mag …

        • Das kann in der Tat jeder so sehen, wie er mag. Ich persönlich meide Google-Dienste, wo es eben geht, da mir der Laden und sein Geschäftsgebaren inzwischen im höchsten Maße zuwider ist.

          Da ich in der Vergangenheit mal Android genutzt hatte, hab ich auch ein Zwangs-Gmail-Konto und muss sagen, dass ich persönlich dem Konzept von Gmail mit seinen Labels und Filtern (und ansonsten alles in einen Topf gekübelt) auch ohne den Datenkraken-Aspekt so rein gar nichts abgewinnen kann.

    • Für den Spruch mit dem Kontrolle über sein Leben verloren…
      musst du aber beim Karl Lagerfeld Nachlass noch Lizenzkosten bezahlen.

      GMX haben zwar nervige Webemails, aber wer alles kostenlos haben will, der bezahlt dafür eben diesen Preis.

    • Diese Auffassung ist in der Tat überspitzt. Heute würde ich dort wohl auch keinen Account mehr einrichten, aber manchmal sind das ja auch gewachsene Strukturen. Meine GMX-Adresse beispielsweise ist eine meiner ersten E-Mail-Adressen und entsprechend verbreitet. Die aufzugeben, würde einen nicht unerheblichen Aufwand bedeuten. Allerdings nutze ich auch nicht die Weboberfläche von GMX oder Web.de, das geht auch in meinen Augen tatsächlich gar nicht. Alles andere wie z.B. Werbemails oder Spam lässt sich auf anderen Wegen ganz gut handhaben.

    • Du hast dir deine Zweifel im Prinzip schon selber beantwortet:

      Die einen bezahlen halt in Euro für ihr Postfach die anderen über Daten und Werbung.

      Was gibt es daran nicht zu verstehen?

  5. IMAP wäre „weniger sicher“ behauptet außer Google ungefähr genau keiner.

    K9 ist eine Bank auf dem Androiden.

  6. Hat wahrscheinlich mit der Zertifizierung für die API-Nutzung zu tun. Gab’s gestern im Mailbox-Blog ein paar Infos.

  7. Ähm, also wenn ich das richtig verstehe, geht es *nur* um die Mail-App, mit der man (unter Android) auch Drittanbieter-Accounts abfragen kann, dementsprechend wäre der Sammeldienst selbst nicht betroffen (und wäre evt. eine Alternative). Der Unterschied liegt einfach darin, daß bei ersterem die App selbst auf den Dritt-Account zugreift (und dementsprechend die Zugangsdaten nur dort gespeichert sind), beim Sammeldienst dagegen die GMX-Server die Nachrichten abholen (also auch die Zugangsdaten speichern).
    IMAP unterstützt mit IDLE auch sowas wie push, allerdings nur für einen Ordner. Außerdem muß die Mail-App dafür die ganze Zeit eine Verbindung zum IMAP-Server offen haben, also auch aktiv sein (mit den bekannten Problemen). Benutzt man für den Push-Service nicht IMAP selbst, sondern den systemeigenen Push-Service, hat man dieses Problem nicht.

    • GMX hat 2008 IDLE für die Push-Mails genommen. Möglicherweise haben sie mittlerweile was eigenes gebastelt, aber das ändert auch nix dran, dass man eine Verbindung zum IMAP-Server braucht. Die läuft dann halt über das Google-Framework.

      IMAP war von Anfang an nicht die sauberste Spezifikation. v4 kam 1994 in RFC 1730 und 2 Jahre später kam mit RFC 2060 v4rev1. Der aktuelle RFC 3501 ist von 2003 und enthält im Wesentlichen Textkorrekturen und -klarstellungen. Inhaltlich ist nix Neues dabei.

      Dabei gibt es mit Sieve ein gutes Filtersystem, bei dem man sie Filter auch direkt auf den Server hochladen kann. Die einzige Kombination mit der das ausserhalb irgendwelcher Groupware-Lösungen funktionierte war Mulberry (das ist mittlerweile tot) in Verbindung mit Fastmail (das hat zwar noch Sieve, aber man kann die Filter nur noch lokal editieren). MS hat später für Hotmail WebDAV verwendet und die anderen Mail-Anbieter haben IMAP mehr oder weniger nur als Notzugang gesehen. Gmail ist da das beste Beispiel. Abgesehen von dem [Gmail]-Ordner, den man in IMAP-Clients immer findet, hat man oft Probleme mit doppelten Sent und Drafts Ordnern und die Umsetzung von Labels in Ordner hat auch ihre Tücken. Letztlich baut da jeder seinen eigenen Mist drum rum. In den entsprechenden Apps funktionierts ganz gut, aber dafür, dass IMAP ein Standard ist, ist es ein großes Gemurkse. Das erinnert irgendwie an die alten Zeiten, als man für jede Webseite noch einen eigenen Browser brauchte.

  8. Arnold Aluhut says:

    Soso… Das IMAP Protokoll entspricht laut GMX also nicht mehr dem neuesten Standard. Aha… Kommt nun also die Zeit der geschlossenen Protokolle, wo jeder Mailanbieter ein eigenes Protokoll verwenden wird, welches wiederum nur in der hauseigenen App funktioniert? Da habe ich gerade ein Deja Vu. Das ist doch auch bei den heutigen Messengern so, oder? Statt dem freien XMPP Protokoll verwenden die meisten Messenger heute geschlossene Systeme des jeweiligen Anbieters. Nun soll der feuchte Traum der Kommerziellen also auch bei eMails angewandt werden. Aha… Okay… Der anbieterübergreifende mailversand wird selbstverständlich weiterhin bei eMails funktionieren, aber so wie es ausschaut, sollen neutrale anbieterübergreifende eMail-Clients (wie zum Beispiel Thunderbird) obsolete gemacht werden. Klar… Mit einem neutralen OpenSource-Mailclient kann man nicht auf dem Device des Users schnüffeln. Wenn für jeden Anbieter eine eigene App notwendig wird, wird eben jene App ganz gewiss KEIN OpenSource sein, sondern als Closed Software undurchschaubar bleiben. Bei Smartphones wird sich diese App wahrscheinlich viele Rechte erzwingen und auf dem Desktop wird eine feste Installation obligatorisch werden und portable Versionen nicht existieren.

    Nun… Daran erkennt man, woher der Wind weht und in welche Richtung es gehen wird. Da sei nur zu empfehlen (so lange es noch möglich ist), schon jetzt möglichst freie Dienste zu nutzen, bzw Dienste, wleche freie und offene Protokolle unterstützen.

    Dieser Anbieter „GMX“ fällt schon immer (genau wie das Schwesterunternehmen web.de) sehr unangenehm auf mit seinen Geschaftsgebaren, bei Registrierung zwingend eine ladungsfähige Anschrift zu erzwingen und dann die User in Abofallen zu locken und dann rigoros die Kosten einzutreiben. PFUI!

    Es ist lächerlich, deutsches Recht als so toll und sicher zu bezeichnen. Es sind doch gerade die deutschen Anbieter, welche bei der Registrierung die meisten Daten erheben. Der Oberhammer ist die obligatorische Erhebung der ladungsfähigen Anschrift. So etwas hat in einem freien anarchistischem Internet nix zu suchen!

    eMails scannen ALLE kostenlose Anbieter! Da ist ja sogar Google das kleinere Übel, da dort nicht die Methode an der Tagesordnung ist, den Leuten in der Abofalle ein Inkassounternehmen auf den Hals zu hetzen.

    Selbstverständlich sind kostenpflichtige und erst recht selbstgehostete eMail-Lösungen die besten, aber wer strikt kein Geld ausgeben will und wem seine Privatsphäre nicht so wichtig ist, dem seien die ausländischen eMailanbieter ans Herz gelegt, statt sich den deutschen Abzockern Unterntan zu machen.

    Das deutsche (und inzwischen auch europäisches Recht) ist schlimmer, als ausländisches Recht. Privatsphäre gibt’s im Netz eh nicht. Also sollte man sich in erster Linie vor Abzocke schützen, statt immer nur nach Privatsphäre zu schreien.

    Die sicheren Dienste sind nicht die Dienste wo irgend ein Staat reguliert und ein Auge drauf hat, sondern sichere Dienste sind jene Dienste, welche bei der Registrierung die wenigsten verbindlichen Daten einfordern. Und dies gilt generell für alle Staaten und Staats-Konstrukte!

  9. Ich habe meine Gmx Mail gefühlt seit Win 95…

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