Vor einigen Tagen hat Google bekanntgegeben, dass man Bilder in Gmail standardmäßig anzeigen wolle. Man speichert die Bilder in den Mails auf eigenen Servern und liefert diese dann aus. Dies hat laut Google Sicherheitsgründe, wird aber noch nicht zu 100 Prozent transparent und nachvollziehbar kommuniziert. Die einen sprachen davon, dass so Google den Newsletter-Versender einen Strich durch die Rechnung machen können.
Schließlich wäre der eingebundene Zählpixel nun nicht mehr aussagekräftig. Bislang war es so, dass dieser mitgezählt wurde, wenn sich ein Benutzer zum Anschauen der Bilder in der Mail entschlossen hat. Newsletter-Anbieter Mailchimp hat aber ausgesagt, dass ein Tracking wohl doch möglich wäre und auch Google ist sich dieses Umstands bewusst.
So heißt es in der offiziellen Beschreibung zur Thematik zwar : „Absender können das Herunterladen Ihrer Bilder nicht nutzen, um Informationen wie Ihre IP-Adresse oder Ihren Standort zu ermitteln“ – aber eben doch: „In manchen Fällen können Absender herausfinden, ob eine Person eine Nachricht mit eindeutigen Bildverknüpfungen geöffnet hat.“.
So wird unter Umständen nun automatisch mitgeteilt, ob ihr die Mail gesehen habt oder nicht. Sicherheitslücke? Laut Google nicht: „In Gmail wird jede Nachricht auf verdächtige Inhalte gescannt. Wird ein Absender oder eine Nachricht als verdächtig eingestuft, werden die Bilder nicht angezeigt und Sie werden gefragt, ob Sie diese Bilder ansehen möchten.“.
Wollt ihr den alten Zustand haben, so müsst ihr dies in Gmail umstellen. In den allgemeinen Einstellungen von Gmail lässt sich der alte Zustand wiederherstellen, wenn ihr die Option auf „Vor dem Anzeigen der Bilder fragen“ aktiviert. So müsst ihr jedes Mal für die Anzeige von Bildern bestätigen, vertrauenswürdige Absender könnt ihr ebenfalls wie bisher standardmäßig erlauben.