Glasfaser: Telekom einigt sich mit 1&1

Telekom und 1:1 konnten sich bezüglich des Glasfasernetzes einigen. Dies gaben beide Unternehmen am 23. Februar bekannt. Die Deutsche Telekom stellt ab sofort ihre direkten Glasfaseranschlüsse auch 1&1 zur Verfügung. 1&1 Versatel produziert Breitbandanschlüsse sowie damit verbundene Sprach- und Mehrwertdienste für alle 1&1-Gesellschaften. Vergangenes Jahr haben sich die beiden Unternehmen kommerziell geeinigt. Jetzt wurde der erste FTTH-Produktvertrag unterzeichnet. Mit der heutigen Übereinkunft kann 1&1 eigene Produkte unter Nutzung der Telekom- Glasfaserleitungen bereitstellen und seinen Kunden bundesweit FTTH-Anschlüsse anbieten. Die Bundesnetzagentur sieht das Ganze positiv.

„Mit dem Vertragsabschluss wird das im vergangenen Jahr eingegangene Commitment mit Leben gefüllt. Es können nun attraktive Glasfaser-Angebote entstehen. Die beiden Unternehmen gehen den eingeschlagenen Weg des Gigabit-Ausbaus auf der Grundlage freiwilliger Kooperationsvereinbarungen konsequent und erfolgreich weiter. Die Einigung bestätigt das Vertrauen der Bundesnetzagentur in den Markt. Sie zeigt erneut, dass die vorgeschlagene Regulierung „light“ für Glasfaser angemessen ist“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

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23 Kommentare

  1. Das sind großartige Neuigkeiten. Ich bin seit 2 Jahren Glasfaser-Kunde bei der Telekom und es nervt echt total. Am Abend ist die US-Amazon-Cloud ständig nur mit ein paar KB/s erreichbar. Und auch andere Webseiten (hauptsächlich aus dem Ausland) lahmen durch das grottige Telekom-Peering. Ich kann es kaum erwarten, von diesem Laden woanders hin zu wechseln aber aktuell gibt’s bei mir halt nur Telekom-Netz auf der Glasfaser.

    • Hmm, also bei Peering sollten wohl immer beide Seiten erhöhen …. war dem nicht so?

      Glaub in Deutschland ist es eher schwer mitzuhalten, zu viele ausländische Anbieter mit massivem Traffic (Youtube, Facebook, etc.)

      Vielleicht solltest du gucken ob du nicht ein paar Datenquellen in EU nutzen kannst?

      • > Hmm, also bei Peering sollten wohl immer beide Seiten erhöhen …. war dem nicht so?

        Ja, in der Regel schon. Das Thema ist aber ein bisschen komplexer. Das Problem besteht hauptsächlich aus 2 Teilen:

        1. Die Telekom sieht sich als Tier-1 Carrier (kann man sehen, wie man will, aber gut). Damit sollte sie aber zumindest mit anderen Tier-1 Carriern (NTT, AT&T, Telia, Level3, TATA Communications, …) auf Augenhöhe peeren. Soll heißen: bei Kapazitätsengpässen erhöhen einfach beide Partner ihre Kapazitäten und berechnen dem Gegenüber dafür keine Gebühren. Jeder bezahlt einfach seine Seite des Peers. Bereits das funktioniert bei der Telekom nicht – sie hätte gern von den anderen Tier-1-Carriern Geld dafür, dass sie (die Telekom) ausbaut. Das lassen sich halt (zurecht) nicht alle Carrier gefallen und lassen dann halt einfach die Peerings zur Telekom zulaufen.

        2. Für Peerings mit kleineren Carriern, ISPs oder Wald-und-Wiesen-Rechenzentren darf die Telekom natürlich Geld verlangen, keine Frage. Sie hat auch ein Interesse daran, dass kleinere Carrier oder Rechenzentren direkt mit ihnen Peeren, statt über Public-Exchanges wie den ganzen CIXen zu gehen. Daher hält die Telekom ihre Kapazität an DECIX, BCIX und Co. künstlich klein. Bis hierhin auch erstmal alles soweit verständlich (nicht nett, aber okay). Das Problem ist aber, dass sie dann Preise für privates Peering aufrufen, die deutlich (!) über dem Marktdurchschnitt liegen. Das wiederum ist nicht okay und grenzt an Erpressung.

        Die Leidtragenden dieser ganzen Geschichte sind dann wie immer die Kunden. Solange das Internet für einen an den deutschen Grenzen endet, ist das nicht ganz so schlimm, denn die großen deutschen Inhalteanbieter haben sich dieser Praxis (mehr oder weniger zähneknirschend) gebeugt und zahlen brav fette Gebühren an die Telekom. Aber international skaliert das Ganze natürlich nicht und daher hat man Abends bzw. am Wochenende häufig Probleme, z.B. bei Connections nach Übersee oder auch nur auf englischsprachige Webseiten.

    • Wundert mich ein wenig, Ich habe hier einen 500mbit Glasfaser Anschluß und kann nicht von Geschwindigkeitsproblemen etc. berichten. Der Anschluß läuft seit 3 Jahren stabil und ohne Ausfälle.
      Ändere doch mal an deinem Router die Telekom DNS Einträge auf die von Cloudfare und teste das dann mal.

      • Leide mit 250er VDSL unter dem selben Problem. Das hat mit DNS wenig zu tun. Die IPs sind ja in den Fällen bereits bekannt, aber man leidet bei beispielsweise Reddit unter erheblichem Paketverlust, so das sogar Bilder teilweise mehr als 10 Sekunden zum Laden benötigen.
        Auch Onlinespiele mit Servern in Europa haben teilweise Paketverlust, so dass es einfach keinen Spaß macht.
        Die Lösung bisher -> VPN benutzen. Dadurch wird der Traffic anders geroutet und alles ist wie es sein sollte.

      • Vermutlich endet das Internet für dich an der deutschen Grenze, dann hast du in der Regel kein Problem. Probleme haben all diejenigen, die auf ausländische Dienste wie GitHub, Azure oder AWS angewiesen sind. Oder halt anderssprachige Webseiten im Ausland allgemein.

        Du kannst ja mal versuchen, am Freitag Abend eine größere Datei von GitHub herunterzuladen. Spolier: Am Telekom-Anschluss ist es super lahm. Machst du zusätzlich noch VPN an, geht es auf einmal mit voller Geschwindigkeit! Liegt also nicht direkt am Server, sondern am Weg zwischen dir und dem Server und da steht in der Regel immer ein magentafarbener Räuber auf der Leitung, der Wegezoll haben will.

        • Einfach quatsch. Seit dem ich ein WiFi 6 Smartphone habe lade ich abends zu allen bisher getesteten Servern über 230mbits. Bei 237 mbits vdsl.

          Das wirkt wie eine Art Mythos der sich durch schlechte speedtests verfestigt.

          Doch in Wahrheit peeren die großen ähnlich und auch die Telekom peert gut. Ich habe die Probe eben gemacht alles wunderbar. Nennt mal konkrete Server.

  2. Nur dass 1&1 preislich in der Regel keine bessere Alternative zur Telekom ist. Schade.

    • Letztens im Saturn als ich mich über ne 100.000 Leitung informiert habe…
      So in etwa… bei 1&1 6 Freimonate, danach 40€, 500€ Coupon. Und Telekom 3 Monate 20€, danach 45€ und 100€ Coupon.
      Geworden ist es aber Vodafone Kabel, auch wenn das deutlich unstabiler ist, für durchgehend 28€ ohne andere Vorteile.

  3. Klaus Mehdorn Travolta says:

    @Fred
    “das grottige Telekom-Peering“

    Gibt’s dazu nähere Infos? Man muss ja auf dem laufenden bleiben, da ich auch schon immer schaue ab wann hier Glas-Netz möglich ist.

    • Google mal nach telekom telia peering.
      Da wirst du sehr viele Ergebnisse bekommen.

      • Selbst getestet:

        Habe 237 vdsl down 43 up.

        Speedtests:
        Telia Norwegen 239 down 43 up ping 24ms jitter 1ms
        Telia Schweden 239 d 43 up 26ms p 2ms j
        Telia Dänemark 239 d 43 u 17ms p 1ms j
        Telia Finnland 241 d 43,5 u 31 ms p 1 ms j

        Soll ich jetzt Lettland testen oder was?

        240, 43, 33, 1

        Es wird wohl über das Telekom peering gelogen. Außer ping über 100 ist nichts schlimmes dabei. Bisher zu allen us Servern top Verbindung. Besser als bei so manch ollem Stadtwerk.

        Was redet ihr hier eigentlich????

        Schlechte Endgeräte würde ich sagen. Seit ich heute wifi6 nutze weiß ich laaaaaber Leute, liegt an den letzten 20 Metern zwischen Router und Endgerät.

        Telekom schlecht, dachte ich mit meinen Schrott Nokia auch immer, doch dann Galaxy s21 bäm unterschied wie tag und nacht.

  4. Tja, und wer baut jetzt bei mir endlich aus?

    Schade, dachte ich mir.

  5. also telekom glasfaser läuft super hier. immer 1050 mbit/s konstant, aber preisliche konkurrenz wär was. dann könnt ich im november wechseln

  6. Preis bis 100 Mbit identisch … also keine Alternative. Ab 250 Mbit 5€ günstiger … die bekommt man bei der Telekom aber auch verhandelt wenn man sich wechselwillig zeigt.
    Die Preise sind doch dann mehr oder weniger „abgesprochen“. Vielleicht gibt es aber in Zukunft er Aktion.

  7. 1und1 selbst keinen Meter Glasfaser legen, sich aber bei anderen Anbietern einnisten.

    • Quatsch. 1&1 Versatel hat definitiv ein eigenes Netz. Karlsruhe-Hagsfeld steht zB ein MFG von 1&1.

      • 1&1 hat Versatel gekauft, aber da ist kein Glasfasernetz für normale Kunden, es wird bisher nur für Business Kunden zur Verfügung gestellt. Ich kenne keine Stadt, die Glasfaser von 1&1 hat.

    • Immer diese undifferenzierten Kommentare. Wie kommt das überhaupt, das es Anbieter gibt die Mieten und andere verlegen? Man KANN die Geschichte nicht wegdenken und den Fakt, das die Telekom ein Monopol besitzt das sie nun mal gerecht verteilen muss

    • Die haben vielleicht bis zu 100mfg Deutschland weit. Backbone überall ja und ganz selten mal ein Gewerbegebiet. Das wars.

  8. Ab wann kann 1und1 denn auf das Glasfasernetz der Telekom zugreifen? Bisher bekomme ich bei der 1und1 Verfügbarkeit angezeigt, dass bei mir noch kein Glasfasernetz verfügbar ist. Ich würde eher zu 1und1 tendieren, da ich mit denen seit Jahren gute Erfahrungen gesammelt habe und ich hoffe auch auf ein besseres Paket bezüglich des mitgelieferten Routers. Eine FritzBox ist schon etwas angenehmer, als ein Speedport.

    • Ab wann setzt 1&1 das um und wären die dann preislich günstiger
      Ich habe derzeit auch Glasfaser und bin an die Telekom gebunden.

    • Das geht ab sofort. Habe es für meinen Anschluss gerade getestet (bisher Telekom-Glasfaser) und ich könnte bestellen. Habe auch in der Vergangenheit schon immer regelmäßig getestet und früher meinten sie, dass es bei mir noch nicht ginge.

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