Caschys Blog

Ghostery verschickt neue Datenschutzerklärung, legt dabei E-Mail-Adressen der Account-Inhaber offen

Das Anti-Tracking-Tool Ghostery ist sicherlich vielen Nutzern ein Begriff. Es kam selbst in die Kritik, da es angeblich Daten sammelte und diese von den damaligen Betreibern weitergegeben sein sollen. Mittlerweile ist Ghostery Open Source, das Programm und die Marke gehören aktuell zu Cliqz, die sich wiederum für die Privatsphäre mit ihrer Suche stark machen wollen. Hinter Cliqz steht mehrheitlich der Burda-Verlag und Cliqz kam schon in die Nachrichten, da man mit Mozilla ein Experiment im Firefox startete, welches Nutzerdaten automatisch sammelte.

Im Rahmen der DSGVO hat Ghostery nun allen Nutzern mit Ghostery-Account eine E-Mail geschickt, in der es heißt: „We at Ghostery hold ourselves to a high standard when it comes to users’ privacy,…“. Hier informiert man seine Nutzer, dass diese ihren Account löschen könnten, man eine neue Datenschutzerklärung habe, und, und, und.

Das Problem: Die Mail hatte zahlreiche Account-Inhaber in CC, die Mail ging also nicht BCC raus. Bedeutet: Jeder, der die Mail bekam, hatte gleichzeitig komplett viele E-Mail-Adressen anderer Account-Inhaber zur Verfügung – wofür auch immer man die nutzen wollen würden. Zwischenzeitlich hat sich Ghostery für den Fehler auf Twitter entschuldigt – man hat es sich dann aber offensichtlich anders überlegt und das Schuldeingeständnis einfach wieder gelöscht. Sollte sich jemand für eine Alternative interessieren, so kann man sicherlich den Privacy Badger der EFF nennen. Die gehören meines Wissens auch nicht zu einem Medienunternehmen.

Danke Tim

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