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GGWP: KI soll dabei helfen, toxisches Verhalten in Spielen einzudämmen

Wer Computer- und Videospiele regelmäßig im Online-Multiplayer zockt, wird sicher mindestens einmal auf Mitspieler gestoßen sein, die nur nerven und es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht haben, anderen den Spaß zu verderben. Zwar kann man derlei schwarze Schafe in der Regel melden, meistens ist es aber wie mit einer Anzeige gegen Unbekannt: Es kommt selten etwas dabei heraus. Da möchten nun einige Veteranen aus der Industrie mit dem Projekt GGWP etwas ändern.

Sie haben bereits 12 Mio. US-Dollar eingesammelt. Hinter GGWP stecken unter anderem der Crunchyroll-Gründer Kun Gao, der E-Sport-Profi Dennis Fong und der Data- und KI-Experte Dr. George Ng. Zu den Geldgebern gehören Bitkraft Ventures, der Sony Innovation Fund, Riot Games und mehr. Beispielsweise haben auch die Influencerin Pokimane, der Krafton-CEO CH Kim und der YouTube-Gründer Steve Chen sowie die Twitch-Gründer Emmett Shear und Kevin Lin in das Projekt investiert.

GGWP steht für „Good Game, Well Played“. Man argumentiert dabei, dass eine schlechte Atmosphäre in Spielen auch den Unternehmen schade: Schließlich wenden sich auch viele Gamer ab, wenn sie keinen Spaß mehr an ihren Titeln haben bzw. ständig auf Krawallmacher stoßen. GGWP soll daher eine automatische Moderations-Plattform mit KI-Unterstützung einführen. Das beinhaltet für Entwickler und Publisher auch grafische Darstellungen, welche den Stand der Community visualisieren.

GGWP soll wie eine API funktionieren und sich ohne viel Aufwand in Spiele integrieren lassen. Der Clou ist, dass zu Spielern, die negativ auffallen, bisheriges Verhalten dargestellt werden kann. Wer sich also oft daneben benimmt, kann besser erfasst werden. Generell kann Spielern so eine Community-Reputation zugeordnet werden, die auch je nach Schwere der Verstöße abweicht. GGWP könne automatisch z. B. Verhalten wie Friendly Fire, Cheating, Rage-Quitting und Co. erfassen und speichern, um es dauerhaft Gamern zuzuordnen.

So ein System muss dann natürlich zuverlässig funktionieren und sollte auch Kontexte erkennen und korrekt zuordnen. Zumal es da vielleicht Bedenken einiger Spieler gibt, sich in eine Art Dauerüberwachung beim Zocken zu begeben. Ich werde das Projekt selbst weiter beobachten und bin gespannt, wie es sich noch entwickelt – auf der offiziellen Website erhaltet ihr mehr Hintergrundinformationen.

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