Generelles Thema: keine Updates auf Android Ice Cream Sandwich für diverse Geräte von Samsung

Ich mag viele Geräte der Firma Samsung, nutze selber einige von ihnen zuhause und im Laufe der Zeit lernte ich auch Mitarbeiter der Firma Samsung kennen. Dies als Vorgeplänkel vorab, denn Samsung steht gerade für etwas in der Kritik, wofür auch schon HTC Schläge abbekommen hat. Diverse, „ältere“ Geräte werden nämlich kein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich bekommen, was bei Fans & Kunden natürlich alles andere als gut ankam. Propagieren doch Android-Fans immer, dass man so ein geiles und offenes System hat – aber nun kommen halt keine Updates mehr.

Im Falle von Samsung liegt die Sache wohl ähnlich wie bei HTC: die eigens über das nackte Android gezogene Oberfläche namens TouchWiz soll wohl in Verbindung mit der neuen Android-Version „nicht laufen“. Betroffen sind Galaxy S und das Galaxy Tab 7.0 (via). Unsereins würde jetzt hingehen und abwarten, dass sich die findigen Köpfe der Android-Community hinsetzen und ein ROM für uns basteln. Ist ja kein Thema, die meisten von uns ziehen wahrscheinlich eh ein nackiges Android vor. Der Otto Normal-Benutzer? Der macht sich wahrscheinlich keinen Kopf, ob es Android 3,4 oder 5 gibt, Hauptsache Angry Birds und Co ruckeln nicht.

Allerdings muss ich selber sagen, dass ich mir bekanntlich das Galaxy Nexus gekauft habe, welches ohne Oberfläche a la TouchWiz daher kommt und die Updates direkt von Google bekommt. Android hat noch keine sooooo lange Geschichte, von daher können die meisten Benutzer vielleicht auf Gerät 2 oder 3 zurück blicken – doch irgendwann kristallisieren sich Hersteller heraus, welche Updates relativ zeitnah oder spät auf die Kette bekommen – und mal Hand auf das Herz: ihr würdet Bekannten doch sicherlich nicht zu Geräten raten, welche nicht gut supported werden, oder?

Das offene Android, dessen größte Stärke auch seine größte Schwäche ist: die Offenheit. Hier darf man ruhig mal über den Tellerrand schauen: Windows Phone 7 und iOS-Geräte kommen ohne Anpassungen von Herstellern und Providern und sind nicht von diesen Problemen betroffen – aber ich will nicht Äpfel und Birnen miteinander vergleichen. Es ist ein schwieriges Thema. Hersteller wollen logischerweise auch neue Geräte verkaufen, doch was will man machen? Sollte man ein Smartphone wie einen PC behandeln?

Dieser wird mit Betriebssystem aber selten mit einer Update-Aussage auf das nächste Major Release verkauft. Jeder der will, kann Windows als Nachfolge-Version kaufen und selber installiert werden. Wie es dann läuft, sieht man ja dann, Stichwort Mindestvoraussetzungen und so. Sollte man bei Smartphones in Zukunft so denken? 18 Monate Updategarantie für Android seitens Google? Ein schöner Plan – die Zukunft wird zeigen, was daraus wird. Und, was sind so eure Update-Flops? (via)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Ist ja leider nichts Neues. Nach meinem HTC Desire und dem Ur-Galaxy Tab von Samsung ist mein Ausflug Richtung Android jedenfalls vorbei. Das nächste Handy wird wieder ein iPhone und an Bekannte empfehle ich jetzt schon nichts anderes mehr, wenn ich gefragt werde. Das war beim Umstieg auf Android übrigens der Grund, warum ich kein iPhone mehr haben wollte: wollte man ein gutes OS musste man anfrangen zu frickeln. Jetzt habe ich das bei Android in grün…

  2. Bisschen traurig ist das schon von Samsung aber der Weltuntergang ist es auch nicht. Den meisten Usern wird es wohl egal sein und die, die es Stört wissen wie sie sich den CyanogenMod oder ähnliches drauf klatschen. Das einzig Blöde ist, dass den Usern Sicherheits updates usw. entgehen, hier muss sich Google dringend was Herstellerunabhängiges einfallen lassen (Eventuell ja ein Firefox ähnliches System, wo Hotfixes über Addons eingespielt werden). Ansonsten sehe ich diese Herstellerspezifischen Sachen teilweise sogar recht Positiv. Kenne genug Leute, die sich auch dieses Jahr für HTC aufgrund von Sense entschieden haben, obwohl die Produkte meiner Meinung nach technisch nicht mit Samsung mithalten konnten (vor allem in Sachen Display). Eine 18 Monatige Supportgarantie seitens Google (Wieso nicht 24, wie die meisten Verträge?)) ist Sicherlich auch ein guter Anfang und für die Masse genug an Support (Sicherheitsupdates über längere Zeit wären aber wünschenswert).

  3. „Dieser wird mit Betriebssystem aber selten mit einer Update-Aussage auf das nächste Major Release verkauft.“

    Naja, bei Windows kostet ein Major Release Geld. Entsprechend ist es logisch, dass ein PC nicht automatisch die nächste Version bekommt.
    Android ist aber grundsätzlich frei verfügbar, wie andere Linux-Derivate auch. Ubuntu wird z.B. automatisch auf die nächste Version aktualisiert. Insofern sollte es bei Smartphones idealerweise auch so sein, falls die Hardware mitspielt.
    Erstmal pauschal ein Update zu verweigern, wie Samsung oder HTC es machen, nur um neue Geräte zu verticken, halte ich für ein falsches Signal. Zumal Android, genau wie andere Betriebssysteme auch, mit neuen Versionen an der Sicherheitsfront auf Vordermann gebracht wird.

  4. Mein größter Update-Flop war das Galaxy S mit dem Gingerbread-Update. Ich habe monatelang darauf gewartet, dann war es endlich da und … es war eine einzige Katastrophe. Abstürze, extremes Akkusaugen, Herumgeruckel und so weiter. Musste ein Downgrade via Odin machen und lasse seitdem die Finger von Samsungs neuen Android-Versionen. Die können das einfach nicht.

  5. Updates sind auch sicherheitsrelevant. Mangelnde Updates sind ein K.o.-Kriterium. Es gibt allerdings keinen Hersteller von Androidgeräten, den man da empfehlen kann. Nebenbei: ICS soll laut Google auf allen Geräten laufen, auf denen auch 2.3 läuft, braucht ja auch nicht mehr Resourcen. Dennoch bekommt das Nexus One kein ICS. Aber das passt in die Tradition, auf 2.3 musste dieses „Vorzeigegerät“ ja auch warten.

    Ich bin manchmal etwas schockiert, wie blauäugig Google da an die Sache rangegangen ist. Wahrscheinlich aus ihrer Beta-Tradition heraus. Funktioniert ja bei Webapplikationen auch ganz einfach: Neu deployen, neues Feature ist für alle verfügbar. Dass das mit Betriebssystemen und Hardware nicht funktioniert, liegt eigentlich auf der Hand. Machbar ist eine schnelle Durchdringung mit einer neuen Version auch mit verschiedenen Geräten von verschiedenen Herstellern, wie Microsoft ja gerade beweist. Braucht aber Vorarbeit, rechtliche und technische Verpflichtungen. Ist nicht nachholbar.

    Das ist ein gewaltiges Problem von Android. Und das Vertrösten auf die jeweils nächste Version, bei der dann alle das Update schnell kriegen und auch wenigstens einige OS-Bestandteile unabhängig vom Hersteller und dem Rest des OS geupdatet werden können, hatten wir jetzt auch ein paarmal. Glaubt keiner mehr.

  6. Nachtlagerist says:

    Einer der vielen Gründe, die mich von Morbus Android geheilt haben! Toi, toi, toi! 😉

  7. Korrigiert mich bitte (ich bin nicht wirklich in der Materie bei Apple-Produkten), aber war es dort nicht auch so, dass ältere Geräte nicht jedes iOS-Update verpacken können?

    Das ist natürlich der Preis der (rasanten) Fortschritts. Die Hardwaregenerationen wechseln sich inzwischen schon unter Jahresfrist ab – und ein aufgrund des Betriebssystems ausgebremstes Smartphone will ja auch keiner – die neuesten Funktionen sind ja schließlich auch Kaufgrund für neue Hardware. Das alte Modelle da auf der Strecke bleiben, liegt auf der Hand.

    Ich persönlich habe auch kein Problem damit – mein Gingerbreadhobel hat ja nicht aufgehört zu funktionieren, nur weil ICS erschienen ist…

  8. Hier wird man halt abwarten müssen wie es sich entwickelt. Derzeit wird sich wohl jeder der Wert auf Updates legt ein Nexus kaufen, aber inzwischen scheinen auch Sony und evtl Huawei ganz gute Kandidaten zu sein um zügig Updates zu erhalten. Es gibt also Hersteller die Umschwenken und die kommenden Verkaufszahlen werden zeigen wie wichtig dem „normalen“ Konsumenten die Updates sind.
    Ich habe aus dem Grund auch zum Nexus gegriffen, aber ebenso kenne ich einige in meinem Bekanntenkreis die selbst existierende OTA Updates _nicht_ installieren weil sie keine Veränderung möchten. Ich kann dies nie nachvollziehen, aber offenbar unterschätzt man manchmal auch wie unwichtig dem „normalen“ Verbraucher häufig derartige Dinge sind.

    @Mcbexx
    Stimmt schon, und häufig waren sie dann auch deutlich eingeschränkt.oder verlangsamten das Device eher. Gerade mit Siri hat ja auch bei iOS die künstliche Fragmentierung Einzug erhalten.

  9. @Jens: Das Nexus One bekommt offiziell kein ICS weil der interne Speicher nicht groß genug ist. Die Leistung als solche reicht aus. Es gibt bereits ein Community Build der die SD Karte zuhilfe nimmt (oder er ist abgespeckt, sodass es passt, weis ich nicht mehr genau)

  10. Moin!

    Das leidige Updateproblem hat mich auch in die iOS-Ecke getrieben. Ich hatte seinerzeit das Samsung Galaxy – ein echter Fail! Lange Nach dem Erscheinen von Android 2.0 wurde es endlich auf Android 1.6 (sic!) gebracht – allerdings konnte man dann nicht mehr damit telefonieren, es hagelte Abstürze während der Verbindung. Bis das Ding neu gebootet hatte, waren ruckizucki 2 min. um. Dass ich mir dann kein Galaxy S geholt habe, ist wohl klar. So sehr das iPhone auch gescholten wird – in dieser Beziehung gibts keine Probleme.

  11. Nun ja, ich sag nur Motorola als Beispiel 😉
    Da sind Updates ein Fremdwort.
    Mich persönlich störts überhaupt nicht, dafür gibts findige Devs wie Cyanogen und MIUI die fast jede Woche neue Versionen/Updates bringen.
    Und empfehlen? Klar – warum auch nicht. Zumindest im näheren Bekanntenkreis. Bevor die mit dem Phone loslegen mach ich denen ne Custom drauf und erkläre wie ein update & Backup geht. Fertig. Wer die Updates machen will, tut es, wer nicht, der nicht. Vorausgesetzt natürlich es ist ein Hersteller, der seine eigenen Versionen verschandelt und dann keine Updates bringt. Ein Nexus kann man ja einfach laufen lassen 😉

    Schade ist es natürlich schon, dass die Hersteller und Google hier so ein unfertiges Updatesystem bringen. Besonders für diejenigen, die ihr Gerät nicht Rooten wollen/können aber wert auch Updates legen..

  12. @ Hannes: Genau, Motorola ist leider ein gutes Beispiel.
    Ich sage jedenfalls jedem, der mich auf mein Milestone anspricht, wie es ist: Der Hersteller hat’s total verbockt und es wird für mich das erste und auch letzte Motorola-Gerät sein auf absehbare Zeit.
    Gerade wie europäische Milestone-Nutzer abgespeist wurden, ist einfach nur übelst mies.

  13. Wie du schon sagtest, einem Freund empfehle ich inzwischen kein Motorola mehr. (Seit dem Google Kauf hat sich da noch nichts getan). Und da bin ich nicht alleine. Im Endeffekt werden es die Hersteller schon merken, wenn auf den Facebookpages nur noch wegen mangelnder Updates gespammt wird, bzw die Verkaufszahlen zurückgehen.

    Ich persönlich warte ja immer noch auf einen Hersteller, der ein Smartphone rausbringt, das mit naktem Android läuft oder mit den Jungs von Cyanogenmod kooperiert.

  14. Habe inzwischen auch 4 Samsung Geräte. Abgesehen von der guten Hardware ist der Support lausig und die Updatepolitik ein Graus.
    Beim ersten TAB P1000 dümpelt immer noch 2.2 und wann, wenn überhaupt mal 2.3.3 kommt steht in den Sternen. Nichtmal Honeycomb Ver.3.1 oder 3.2 ist da angesagt. Das SGS 1 könnte noch auf 2.3.6 gehen wenn man nur wüsste ob überhaupt. Aber da schweigt sich Samsung aus. Sollens halt ein optionales ICS fürs SGS 1 ohne Touchwiz machen. Aber die wollen bestimmt an ihrem Corp.Design festhalten. Alles nicht schön, aber verglichen mit anderen Herstellern auch nicht anders. Samsung sollte mal nicht X-Galaxy Geräte, nun noch mit R, W, Y Buchstaben, Mini und Co. etc. produzieren als ob es kein Morgen mehr gäbe, sondern mehr an Firmware und Support arbeiten.

  15. Ich mach das anders. (Hab auch ein HTC Desire). Ich hab beim Kauf darauf geachtet, mich für ein Handy zu entscheiden, wo die Entwicklergemeinde im Hintergrund aktiv ist.
    Das Desire war so eins. Einfach bei den XDA-Developer vorbeischauen und sich dort gute ROM´s selbst rauf spielen.
    Man fühlt sich als Käufer eines Handys verarscht wenn die Entwickler bei Google fast 2x pro Jahr ein neues Android raus bringen und es auf dem eigenen Handy nicht geht. Das ist verständlich, aber abnormal. Auch die Handy-Hersteller entwickeln unheimlich schnell, sodass man beides eben nur schwer kombinieren kann.

    Es ist aber echt keine Kunst sich so eine ROM selbst rauf zu spielen. Die erste ROM war Redux, die ich probiert habe, die war schneller, flüssiger als die Sense und mit der neuen 2.3 damals von Android (etwa 6 Monate vor HTC mit ihren offiziellen Release dafür). Nun nutze ich eine Hybrid-Version zwischen 2.3x und 3.0 namens Revolution. Es funktioniert alles, neue Version, Aku hält wesentlich länger als früher, die Version ist sogar teils ausgelagert auf die SD-Card und viele Apps gleich mit (kein Speicherproblem) und es schaut schick aus 🙂
    Kein Problem. Ich wüsst nicht, warum ich mir ein neueres Phone kaufen sollte derzeit, außer eine Frontcamera für Video-Phonie fehlt.

    Das Updateproblem ist vielleicht nicht so ein Problem, wie das viele Empfinden.

  16. Pongtastisch says:

    Sony Ericsson wird alle 2011 auf den Markt gebrachten Smartphones im März / April 2012 mit Android 4.0 ausstatten, von daher bin ich als Kunde von SE total happy!

  17. Kein Update oder kein Upgrade mehr? Kein Update würde ja bedeuten, dass man ein Smartphone mit Wegwerfgarantie hat – keine Bugfixes und Sicherheitslücken würden mehr gefixt. Für ein Gerät, welches permanent mit dem Internet verbunden ist und mit dem man ggf. sogar Geld überweist etc. ein hohes Sicherheitsrisiko.
    Wenn ein Smartphone aber kein neueres Betriebssystem bekommt (also nach meiner Definition ein Upgrade), dann wäre das erst einmal nicht so tragisch. Die technische Entwicklung in diesem Bereich ist beträchtlich und eine Kompatibilität mit älteren Geräten nicht unbedingt immer machbar.
    Leider vermischt scheinbar Android Updates mit Upgrades. Ist natürlich einfach – keine Entwicklerkapazitäten für ältere Versionen. Die Hardwarehersteller freut es auch – in der Hoffnung, dass der verblödete Käufer sich gleich ein neues Smartphone kauft und das alte in die Tonne tritt.
    Die Frage ist, ob es sich hier um ein Androidproblem oder ein Problem von Samsung handelt. Stellt Google für seine x-verschiedene Versionen Sicherheitsupdates zur Verfügung und Hersteller wie z. B. Samsung leiten es nicht weiter? Oder gibt es generell für alte Android-Versionen keine Fixes mehr?
    Das eine wäre eine generelle Ablehnung von Android, dass andere lediglich eine Ablehnung eines Herstellers…

  18. Keine Diskussion: Was Updates angeht, haben es sowohl Google als auch die Hersteller bisher tüchtig versaut. Aber deshalb gleich von der Plattform generell abraten und sich bei Apple in den goldenen Käfig setzen? Ich weiß nicht…

    IMO wird sich die Situation bei dem Thema auch recht schnell verbessern. Android ist ein recht junges System und die Hersteller von Android-Geräten sind tendenziell mehr Telefon- als PC-Produzenten und haben wahrscheinlich wenig Erfahrung mit Updates. Und für Google ist das Ganze auch Neuland. Wenn es wirklich für viele Geräte ICS schlicht nicht gibt, wird sowohl Google als ach Samsung & Co. reagieren müssen.
    Die einfachste Lösung wäre ja, dass Google das übernimmt, was im Moment CM macht – einfach eine Standard-Distribution zur Verfügung stellen, die sich jeder auf seinem Gerät installieren kann. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es darauf hinauslaufen wird.

  19. Das Problem sehe ich in den schlechten Angewohnheiten der Mobilfunkbranche allgemein.
    Jeder Hersteller und jeder Provider will noch was draufpacken um ja mehr am Handy verdienen zu können.

    Würde man die ganzen Brandings weglassen wäre ein Update kein Problem aber so ist man der Gnade von Hersteller und eventuell auch dem Netbetreiber ausgeliefert.

    Und zum Thema iPhone. Würde Apple es zulassen, dann würden die Provider das iPhone genauso mit Branding versaubeuteln.
    Und iPhone Nutzer kriegen auch nicht bis in alle Ewigkeit Updates. Die meisten sind Nutzer merken das aber nicht da sie sowieso alle 2 Jahre die Hardwaregeneration wechseln.

  20. Der größte Flop den Ich erleb(t)e ist/war der, das Samsung es einfach nicht hinbekommt, die „alten waves“ auf Bada 2.0 upzudaten ://

  21. Ich finde, man sollte es unterscheiden:

    a) Updates im Sinne von „Verbesserungen“ und neuen Funktionen
    Das solche nicht mit jeder „älteren“ Hardware laufen, muss man hinnehmen.

    b) Updates im Sinne von Sicherheit und Stabilität
    Da sind Updates Pflicht und ich will nicht akzeptieren, das ein 6 Monate altes Gerät nicht mehr benutzbar ist, weil die Hardware für eine neue Android Version nicht reicht.

    Google / die Hersteller müssen dringend damit anfangen, diese Unterscheidung ebenfalls zu machen – und falls nicht, sollten wir Kunden das tun. Wenn ich Sätze lese wie „mein Android 2.1 läuft doch noch“, finde ich das befremdlich: Man sollte es wegen der bekannten Lücken eben nicht mehr einsetzen. Bei Preisen von einigen Hundert Euro muss man mit einer Nutzungsdauer von einigen Jahren rechnen dürfen – oder man muss die Nutzungsdauer auf 6-12 Monate herunterrechnen und dann sind Apple und auch Microsoft Smartphones plötzlich deutlich billiger als die Androidvarianten.
    Beim momentanen Stand der Dinge kann man eigentlich dem Bekanntenkreis nur dazu raten, das „original Google Android“ zu kaufen – hoffentlich ändert sich da schleunigst etwas.

  22. Was die Updatepolitik angeht tut sich keine Firma was weg. Irgendwann ist halt Schluß mit Updates. Ist auch legitim aus meiner Sicht. Der Zyklus wird halt immer kürzer, die Frage ist wie kurz darf oder kann er werden. Speziell bei Android ist es halt so, es ist jung und deshalb kommen noch viele Versionen schnell hintereinander. Deswegen dass aber jetzt zu verteufeln, halte ich für nicht korrekt. Wie gesagt, da tut sich keine Firma was.

    Habe schon neue Geräte gekauft für die es nie Updates gab. Asus ist da auch so eine Kollege.

  23. Manche vermischen aber wirklich viele Sachen. Nur weil Google sagt das ICS dort läuft wo auch GB gelaufen ist heißt das nicht das jedes Handy das auch mitmacht. Zwischen Theoretisch funktionstüchtig und benutzbar liegen teilweise Welten (nach dieser Aussage wäre auch ICS auf dem G1 gangbar).

    Beispiel Nexus One, das hat CPU Technisch keine Probleme, der GPU hat schon bei GB richtig zu kauen und der Speicherplatz ist nicht ohne APP2ext oder D2ext ausreichend. App2ext und D2ext sind nun aber nicht gerade Dinge die sich irgend ein Unternehmen antuen wird da dort wirklich viele Pferdefüße lauern. Das wäre eine vorprogrammierte Support Katastrophe!

    Da im Augenblick die Software schneller wächst wie man es „geplant“ hatte fallen nun schon Handys aus dem Raster die noch nicht so alt sind. Ein älteres mager ausgestattetes Handy mit einem gleich alten iPhone zu vergleichen ist schlicht blöd.

    Nur weil es ein neues Update gibt wird die alte Version nicht gleich unnutzbar oder funktionslos. Bei Apple werden bei Updates auf alten Geräten Features weggelassen trotz das sie funktionieren würde (Siri z.B., sollte ja theoretisch selbst auf dem iPhone 1 laufen).

    Wenn natürlich Updates sehr spät erst kommen oder gar nicht trotz das es die Hardware locker mitmachen würde (z.B. LG oder Motorola) ist es schlicht eine Sauerei.

    Dafür kann nun Android nicht wirklich was wenn es den herstellern egal ist was nach dem Kauf mit den Handys passiert (soll ja Firmen geben die von Kundenbindung nichts gehört haben ^^).

    Bzw wenn ich wieder hier sowas höre wie in etwa „deswegen kauf ich mir ein iPhone weil es einfach funktioniert und bei Android muss man sich selber drum kümmern …) muss icch doch glatt eine Runde lachen gehen 😉

  24. Mein Galaxy S läuft seit Wochen mit Android 4.0. 😉

  25. Ich denke, eins der Hauptprobleme ist, dass reine Hardwarehersteller ohne eigenes OS einfach keine großen Unterscheidungsmerkmale mehr haben. Apple ist ja auch nicht so erfolgreich, weil sie so hammeraußergewöhnliche Hardware haben, sondern weil sie ein Ökosystem geschaffen haben (ob man es mag oder nicht), welches sich einfach vom Rest unterscheidet.
    Deshalb können oder wollen einige halt nicht auf eine eigene Oberfläche verzichten, um dem Gerät wenigstens ein bisschen Individualität zu verpassen.
    Langfristig sehe ich es jedoch genauso wie meine Vorredner, dass sich eher die Herateller mit einem guten und verlässlichlen Support durchsetzen, als einer mit ner tollen Oberfläche…
    Ich jedenfalls bin mit meinem Nexus S und nacktem Android 4.0 voll zufrieden. Und falls ich mal was individuelles will, gibts ja immer noch Homescreen Apps, Wallpaper und Co…

  26. Ich habe bisher nur ein HTC Desire HD gehabt. Dort kam letzte Woche ein Update auf 2.3, dass dann tatsächlich auch mal das neue Sense brachte.

    Es wird viel über die individuellen Oberflächen der Hersteller gemeckert, allerdings gibt es für die Hersteller nur zwei Möglichkeiten, ihr Handy für die breite Masse herauszustellen: Einerseits das Design des Handys und dann eben eine eigene Oberfläche. Denn die normalen Kunden sehen nur Spezifikationen, können aber in Relation mit anderen Handys nichts damit anfangen. Und da selbst viele Design ähnlich aussehen, wird es eben über die Oberfläche versucht. Damit kann man sich offensichtlich abgrenzen.
    Apple hat dieses Problem nicht, die haben nur ein OS und ne Handvoll Designs anhand der Generationen. Innerhalb des Apple-Universums orientiert man sich chronologisch an Generationen, was bei Android durch die Vielzahl an Herstellen und dem Vor- und Zurücksprung an Versionen nicht möglich ist. Jeder muss sich abheben, dadurch entsteht das Problem (?) für Kunden.

    Jeder will sein Süppchen kochen und ein Apple unter den Androiden werden.

    So sehr ich auch die Freiheit unter Android liebe, als ich mir Tablets zu Weihnachten anschaute, war das Feeling auf dem iPad einfach am flüssigsten. Das UI ruckelt nicht, es gibt genügend apps und eine Menge an Zubehör, dass darauf zugeschnitten ist. Ein HTC wird das nur mit Mühe schaffen.

  27. Ganz ehrlich: Dem normalen Nutzer sind Updates völlig egal. Die meisten sind eher froh, wenn es keine gibt, dann ändert sich nichts…
    Wer sich, wie wir, darum kümmert hat eh was Custom-mäßiges drauf und interessiert sich nicht für die Hersteller-Updates.
    Finde es auch nicht so schlimm, wenn ältere Handys keine Updates mehr bekommen. Man kauft Handy yx mit gewissen Features, damit sind die m meisten glücklich. Wenn es später kostenlos mehr gibt als ich gekauft habe, ist das toll, aber eben nicht garantiert.
    Für die SicherheitsThemen sollte sich Google was überlegen, das sie diese unabhängig einspielen können, ansonsten sind 18 Monate UpdateGarantie genau der richtige Weg.

  28. @namerp: vieles was du sagst ist richtig. Die Sicheits-Problematik blendest du allerdings aus. Es muss tatsächlich nicht jede OS Version auf jedem Gerät laufen. Sicherheitstechnisch muss aber jedes Smartphone mindestens 3 Jahre unterstützt werden.
    Die Freiheit von Android ist zugleich das Problem:
    * keine Market Sicherheits-Policy
    * jeder dumme Provider will am System rumfummeln, Updates müssen eine weitere Instanz passieren, noch mehr Verzögerung
    * keine Update-Policy von Google (Hersteller müssten zum Support verpflichtet werden)
    * Bootloader Lock verhindert oft die Selbsthilfe
    Da Smartphones über die Provider Abrechnung direkt an Zahlungssysteme angebunden sind, werden sie immer stärker in den Fokus organisierter Banden rücken und ohne Gegenmaßnahmen jeder Smartphone Plattform die nicht rechtzeitig reagiert den Garaus machen.
    Ich bin Android Nutzer, würde die Plattform allerdings momentan nur technisch versierteren empfehlen.

  29. @Namerp
    Ah, ich vergass. Das Nexus One war ein Billighandy, bei dem man keine Updates erwarten darf. Muss man halt zum Hardwarebewertungsexperten werden, bevor man sich ein Androidhandy kauft. Und nicht von irgendwem wie Samsung oder HTC in Verbindung mit Google. Das sind ja auch nur Androidmitläufer.
    Und Aussagen, dass etwas läuft, sind Marketinglügen, die als solche zu bewerten sind. „Laufen“ meint nicht „benutzbar“. Natürlich. Wer käme denn auch auf die Idee? Insbesondere, da die Hardwareanforderungen von 2.3 zu 4.0 nicht mal gestiegen sind (gesunken, wenn man die Hardwarebeschleunigung nutzen kann – das hat auch bis zur 4-er Version gebraucht!).

    Lach ruhig. Aber wenn Google das nicht allmählich in den Griff bekommt, dann kann man von Android nur noch abraten. Und bisher sieht es nicht danach aus. Klar, die Hardcorefraktion nutzt selbstgebastelte Roms aus Russland (Open Source – kompiliert ihr die Roms selber? Lest ihr DEREN Sourcecode? Und den aller enthaltenen Apps?); für den Rest wird bei jeder neuen Androidversion versprochen, dass es jetzt aber endlich klappt. Und das System modularer wird, so dass man gar nicht mehr auf die Hardwarehersteller angewiesen ist. Diese Durchhalteparolen kamen jetzt ein paarmal zu oft. Glaubt auch keiner mehr. (Naja, Fanatiker, die jede noch so absurde Propaganda glauben, gibt es immer.)

    Nicht einmal die Vorzeigehandys werden mit aktueller Software versorgt. Ich würde jede Wette eingehen, dass wir dieselbe Diskussion in zwei Jahren über das aktuelle Nexus führen können. Dann wird es wieder irgendwelche Gründe geben, warum keine Updates mehr verfügbar sind. Lohnt wirtschaftlich nicht, im Vergleich zu wenig verkaufte Einheiten. Bestimmte Hardwarespezifikationen nicht mehr erfüllt. Die Nutzer wollen es eigentlich nicht, wer aktuelle Software will, baut eh selber (i.e. lädt irgendwo ein Customrom runter). Und ich würde ebenfalls wetten, dass das jetzt aktuelle iPhone dann immer noch eine aktuelle Softwareversion hat.

    Mobiltelefone sind heute keine Mobiltelefone mehr, sie sind nicht aus Mobiltelefonen entstanden, sondern aus geschrumpften Allzweckcomputern. Sie brauchen aktuelle Software. Wer heute mit einem ungepatchtem Desktopbetriebssystem (egal welchem) unterwegs ist, der handelt fahrlässig. Dass Google dieses Problem ignoriert hat, ist eine Katastrophe. Liegt vielleicht an deren Projektkultur, Webapps, dauernder Betastatus. Da funktioniert das. Mit Betriebssystemen nicht. Das war das Risiko, das auch vorhergesagt wurde. Unverständlich, dass ein Unternehmen wie Google trotzdem in diese Falle getappt ist.

    (Und da dieser bescheuerte „Vorwurf“ immer kommt: Nein, ich habe kein iPhone, werde nicht von Apple bezahlt; ich nutze Android. Und baue auch Software dafür. Allerdings immer widerwilliger. Lohnt wirtschaftlich kaum, macht technisch nur in Randbereichen Spaß, aber nicht im allgemeinen. Für n Betriebssystemversionen * m Hardwarespezifikationen * o Bildschirme * p Eingabemöglichkeiten zu entwickeln, designen, testen, ist Mist.)

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