Gelöschte Fotos wiederherstellen

Heute möchte ich wieder einmal auf eine Software hinweisen, die ich zwar schon erwähnt hatte, mir allerdings gerade quasi den sprichwörtlichen Arsch gerettet hat. Gestern morgen wollte sich meine bessere Hälfte mit ihrer Freundin Fotos anschauen. Genauer gesagt die Fotos unseres Urlaubs in Rhodos. Irgendwann meinte die bessere Hälfte, dass die Fotos nicht zu finden seien.

Was war passiert? Irgendwie mussten bei den Kopieraktionen (oder auch hinterher) auf mein neues NAS die Fotos abhanden gekommen sein. Das Backup / die Synchronisation per Robocopy brachte bei mir auch nichts: mit dem Switch /MIR löscht man auch am Ziel alles, was an der Quelle nicht mehr vorhanden ist.

Da machte sich bei mir natürlich Hektik breit. Dokumente? Nichts ist so wichtig, dass ich es nur in Binärform auf der Platte hätte. Musik? Meine CDs kann ich auch wieder rippen, gekaufte Musik kann ich ein weiteres Mal herunter laden. Aber Fotos? Klar, könnte man auf DVDs brennen. Doch was ist, wenn man auch diese nicht mehr lesen kann? Bei mittlerweile über 50 Gigabyte Fotos wird das schwierig. Dennoch waren mir die Fotos sehr, sehr wichtig. Sind halt Erinnerungen.

Keiner Wiederherstellungssoftware gelang das Erkennen meinen Netzlaufwerkes. Ich probierte diverse kostenlose Programme als auch kostenpflichtige Testversionen aus. Nichts half. Auf meinem Windows-PC, auf dem die Sicherungen per Robocopy landen konnte Recuva & Co zwar die Ordner und Files „sehen“, aber nicht korrekt wiederherstellen.

photorec

Dann erinnerte ich mich daran, dass ich ja mein MacBook mit im Urlaub hatte und dort immer abends die Fotos betrachtet hatte. Also mal eben die Photorec angeworfen, was ja ein Teil von Testdisk ist. Eine Software, die ich hier schon einmal Schritt für Schritt erklärt hatte. Diese Open Source Software ermöglicht es euch, eure Festplatte nach verlorenen Dateien zu durchsuchen. Dieses kann man nach Dateityp eingrenzen. Wer so nach verlorenen Dateien sucht, der sollte Zeit mitbringen: auf meiner 500 Gigabyte-Systemplatte kündigte die Windows-Version von Photorec „mal eben“ 72 Stunden Wiederherstellungszeit an. Zum Glück konnte ich in der Zwischenzeit 1,2 Gigabyte Fotos mit der Mac-Variante von meinem Book retten.

Was habe ich daraus gelernt? Fotos sind Erinnerungen und somit äußerst wertvoll. Ich werde mich weiterhin nicht auf ein NAS im RAID-Modus verlassen. Weiterhin werde ich Fotos automatisch per Robocopy sichern, allerdings einstellen, dass gelöschte Quelldateien nicht am Ziel gelöscht werden. Photorec & Testdisk ist so weiterhin mein Favorit in der Wiederherstellung gelöschter Dateien. Übrigens werden nicht nur Festplatten unterstützt sondern auch SD Karten & Co. Die Software ist kostenlos. Wer wie ich wichtige Fotos oder Daten retten konnte, der kann dem Autor über seine Webseite eine Spende via PayPal zukommen lassen. So wie ich gerade. Denn meine Urlaubserinnerungen in Fotoform sind mir einiges wert.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

64 Kommentare

  1. Guter Tipp. Danke dafür.

    BTW: Für Syncro nehme ich Allwaysync, schon länger auf mehreren Systemen. Nicht gratis aber gut. http://www.allwaysync.com

  2. Habe ich auch ne Lizenz von. Ist aber bei mir mit großen Datenmengen toooooootal langsam gewesen.

  3. paar Fragen:
    1. Du hattest seit Anfang an von Photorec/Testdisk geschwärmt, wieso hast du nicht sofort damit angefangen und vorher „diverse kostenlose Programme als auch kostenpflichtige Testversionen aus[probiert]“
    2. Wieso sich ein NAS im Raid Modus anschaffen, wenn man sich nicht drauf verlassen kann? Mir ist klar, dass dieser etliche andere Vorteile mit sich bringt, aber dann schon lieber etwas holen, worauf man sich verlassen kann?

    Ansonsten muss ich zustimmen, Bilder sind heiliger als alles andere.
    greetz’s

  4. Deswegen lager ich ab&an ne backup-Platte bei meinen Eltern. Denn was nützt der ausgeklügelste Backup-workaround, wenn die Bude brennt 😉

  5. Ein zusätzliches Backup in der Cloud (beispielsweise mit Wuala http://www.wuala.com/referral/7NNB6NKFJHPNBFNF5GGN) könnte nicht schaden.

  6. Na, Ref-Link nicht richtig gesetzt? Zur Info: wuppe mal hier Wuala an, ich gehörte zu den ersten Nutzern. Wenn es SO geil wäre, dann würde ich es nutzen. Btw: wir reden hier von 50 Gigabyte 😉 (wobei ich bei Wuala 34 GB habe)

  7. Hallo ,
    ich sicherer meine Bilder auf 2 externen Festplatten.Unbearbeitet .Wichtige Bilder zb. USA-Urlaub separat auf SD-Card.Diese liegen dann in entsprechenden Boxen.Als Syncro benutze ich das hier:http://www.goodsync.com/

  8. Wieso wird hier ( im Blog ) eigentlich immer gesagt, das Raid kein BAckup ist!?!? Und hier jetzt im Topic das man sich nicht drauf verlassen kann – Gehts noch?

    Was kann Raid faür wenn irgendein User Daten löscht…Raid ist eben nicht da um den UTBE Faktor auszuschließen!
    Wer aus der IT kommt, weiß ganz genau, das Raid dafür da ist, eine Ausfallsicherheit zu garantieren und die Downtime je nach RAidmodus eines System ( Server, oder FEstplatten Storage a la EMC etc. ) so kurz wie möglich zu halten.
    Es ist eben eine andere Art von Backup als das selektive kopieren von Files auf Tapes, CD´s.

  9. Wenn du aus der IT kommen würdest, dann wüsstest du, dass es nicht nur eine Sorte BACKUP gibt. Insofern kann ich auch in diesem Zusammenhang (Beitrag oben) sagen: RAID != Backup. Können wir gerne länger und ausführlicher drüber plaudern, war Teil meiner Abschlussprüfung 2001 zum IT-SE (Novell & Co).

  10. Jetzt dreh hier mir nicht die Worte im Mund rum! GEnau das habe ich oben gesagt, das Raid auch eine Art von Backup ist…

  11. Ich drehe dir das Wort nicht im Mund um. In meinem Falle war das RAID zwar zwecks Ausfallsicherheit da, aber eben nicht für den spezifischen Backupfall. Würde ich jetzt von ner kaputten NAS-Platte labern, dann wäre RAID=Backup 🙂

    Keep cool 😉

  12. auch nicht kostenlos, mächtig, ein alleskönner …. mein favorit

    http://www.allsync.de/

  13. Globo Klaus says:

    Kann nur bestätigen, dass Testdisk/Photorec ein absolut
    geiles Tool ist.

    Hatte am Wochenende meine 160GB-USB-Festplatte
    mit Fotos und allem versehentlich gelöscht.

    Ein Scan mit Ontrack Recovery brachte unzählige, teils
    doppelt belegte Daten zum Vorschein. Das würde ja
    heiter werden. Doch nach Google-Foren-Suche fand
    ich Testdisk und konnte mit wenigen Klicks die
    ursprüngliche Partitions-Tabelle wieder herstellen.

    Unbedingt empfehlenswert – auch die gute Doku
    auf der Website:

    http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk

  14. @caschy: Also ich mag es mittlerweile sehr gern. Der Upload geht fix und die Daten sind save. Warum also nicht? Zur Zeit speichere ich 17GB via Wuala und bin happy damit.

  15. Vielen dank für die Softwarevorstellung. Hatte vor kurzem erst ein paar Bilder gelöscht welche ich doch gerne wieder hätte. Es wäre zwar nicht ganz so schlimm wenn ich die Bilder nicht wieder zurück bekomme. Aber wenn es doch klappt mit der Software wäre das natürlich perfekt.

  16. Da ich letztes Jahr mal in einer ähnlichen Situation war, hab ich mir damals eine Lifetime-Lizenz von [url=http://www.jungledisk.com/]Jungle Disk[/url] gekauft und sichere damit meine Fotos auf Amazon S3.

    Allerdings haben die (also die von Jungle Disk), wie ich gerade gesehen hab, wohl mittlerweile ihr Lizenz-System geändert und man muss da nun monatlich 2$ zahlen…

    Amazon S3 kostet pro GB 0.15$ bzw. 0.18$ (abhängig davon, ob US oder EU-Server), sind bei mir und meinen 45GB an Daten also monatlich ~7$… seitdem ich damals auch ins Schwitzen kam und schon alle Fotos im Nirvana gesehen hab, sind’s mir die paar Flocken wert, beim derzeitigen Kurs zum Euro sowieso… 😉

  17. Ich habe ja auch n Flickr-Pro Account, da kann ich eigentlich ja auch alles hoch schieben.

  18. @paulbrause: für die 7€ kannst du dir auch jeden Monat ne neue 50GB Festplatte besorgen und die fein säuberlich zu den anderen in den Schrank / Tresor / Hochsicherheitsgefängnis legen 😉

    @Josef: Allway Sync ist für den Privatmann kostenlos. Nur die pro-Version kostet $20.

  19. Mich würde interessieren welche signifikanten Unterschiede es zwischen Recuva und Photorec gibt

    Mac –> Photorec
    Win –> Recuva
    ?

  20. @caschy:
    Hab auch das Problem mit AllwaySync gehabt, dass es bei großen Dateimengen sehr langsam war. Wenn du aber die Internetverbindung vor einem Sync schließt, hat es bei mir einen immensen Geschwindigkeitzuwachs gegeben.

  21. Gut zu wissen, dann weiß ich worauf ich in Zukunft setzen werde. 🙂 Danke caschy.

    Da ich Dich sehr lesenswert finde, bist Du für mich nominiert zum Kreativ Blogger Award: http://big2k.net/2009-kreativ-blogger-award-fuer-big2k

  22. DermitdemComputerspricht says:

    Da ist eben der Unterschied zwischen Synchronisation und Backup.

    Ich kann übrigens File Scavenger nur empfehlen!

  23. Allwaysync ist nicht das schnellste das habe ich auch gemerkt, da ich aber alle Sicherungen nachts abgleichen lasse ist mir das egal.

  24. Dein Problem mit der Syncronisation kommt mir bekannt vor Caschy..
    Raid als Sicherung ist schon TOP!! Ich habe nur eine NAS ohne Raid und sichere zusätzlich auf externer Festplatte.

    Wenn jetzt eine Syncronisation zwischen Rechner und NAS stattfinden soll, schenke ich mir das.. Ich habe mir stattdessen einen ORDNER „downloads“ eingerichtet, wo jeden Monat gesammelt wird. Rechner für Rechner.. wichtige Dateien verschiebe ich dann einmal im Monat auf den NAS, wo die Daten sicher sind

  25. 50GB==2 x Windows Skydrive

  26. Empfehlenswert ist es, eine persönliche Risikoanalyse durchzuführen und daraus eine Sicherungsstrategie abzuleiten.

    Man sollte dabei durchaus alles betrachten, was man sonst so in der Zeitung liest, Brand (s.o. bei ANDI), Diebstahl, Supercrash, Tod.

    Ein Sicherungselement ist bei mir auch (s.o. bei Caschy) ein Flickr-Pro-Account den ich regelmäßig vollpumpe.

    Ich wünsche einen schönen Tag ohne all die unschönen Sachen die ich angesprochen habe. 🙂

  27. Na caschy,
    gerade von so einem IT´ler wie dir hätte ich nicht erwartet das dir ein Backup von soooo wichtigen Daten eigentlich egal war.

    Selbst bin ich auch kein Freund von Backups, obwohl mir mal vor vielen vielen Jahren eine platte abgestorben ist (und da wollte ich mir fast das leben nehmen, der Großteil meiner damilgen Progrämmchen die ich für mich oder die Firma geschrieben hatte waren weg) habe ich nicht draus gelernt und weiterhin kein Backup erstellt. Allerdings habe ich irgendwann angefangen zumindest meine Bilder von meiner ersten DigiCam auf eine DVD zu brennen. Mal gut, dir Platte ist mir dann auch mal verreckt (k.a. warum das früher so oft vorgekommen ist). Leider musste ich feststellen, dass ein Großteil der Bilder von der DVD nicht mehr zu lesen war. Mann konnte zwar mit einem Programm auch fehlerhafte Bilder von der DVD recovern, aber da fehlten Bereiche der Bilder. Und seit diesem Tag habe ich alle meine Fotos auf mindestens 3 verschiedenen Platte liegen. 😉 DVD´s vertraue ich jedenfalls nicht als Archifmedium.

  28. „RAID = Backup“…nee, Jungs. Jeder, der professionell mit dem Thema Backup und Storage befasst ist, wird Euch hier widersprechen. Ich auch 😉
    RAID ist Ausfallsicherheit – soweit stimme ich Euch (zum Teil zu, da dies nur bestimmte RAID-Arten betrifft. Wenn im RAID 1/5/6 eine Platte ausfällt, habe ich durch die Technologie, die das RAID anwendet, immer noch die Chance meine Daten vor Ausfall zu schützen (Spare-Platte o. der gespiegelte Platte). Trotzdem brauche ich einen Backup-Prozess, der auch diesen Ausfall absichern kann. Also zusätzlich auf ein weiteres Medium (zu Hause die CD/DVD oder noch ne externe USB-Platte; in Firmen durch spiegelung der Storageinfrastruktur auf ne zweite Site oder Auslagerung auf Bänder).
    Das ich ein Backup benötige, um meine Daten von meinem Produktivsystem (PC/Notebook/Server)auf eine entsprechende Infrastruktur zu bringen, auf der meine Daten ausfallsicher gelagert sind (Server/NAS/SAN), setze ich dabei voraus. Daher ist Backup immer ein Prozess, der mit den gegebenen Verhältnissen und den Anforderungen in Einklang gebracht werden muß (Datenmenge, Wiederherstellungszeit, Technologien, Ausfallrisiko, Level-of-Paranoia, Budget, Complianceanforderungen in Unternehmen etc.).
    Aber nochmal: RAID ist nicht gleich BACKUP. Kann aber Teil einer Backup-Lösung/Strategie sein!

    …my 2 cents

    joschi

  29. @joschi
    hat aber caschy doch auch geschrieben Raid != Backup.

    Aber es ist schon richtig, wenn ich selbst eine Datei löschen, wird sie dank Raid natürlich auf allen gespiegelten Platten gelöscht.

  30. @Willi

    Eben nicht! Hiermit wird ja suggeriert, wenn ich ein RAID (z.B. RAID1 im Server oder NAS) habe, brauche ich kein Backup. Das ist FALSCH! Die Daten bei RAID 1 liegen gespiegelt auf zwei Platten und ich habe Ausfallsicherheit, falls mal eine ausfällt. Mehr nicht! Fallen beide Platten aus, hab ich nix mehr auf dem RAID!
    Bei RAID 5 (min. 3 Platten, darf auch nur eine ausfallen….sonst kann ich nicht mehr zugreifen. Bei RAID6/DP dürfen es zwei Ausfälle gleichzeitig sein). Wie man es sieht und wendet, es geht um Verfügbarkeit, Ausfallschutz und gegebenenfalls um schnelle Wiederherstellung. Wenn die Daten vom RAID beschädigt sind und ich kein Backup habe, dann gute Nacht!
    Sprich mal mit nem Admin oder nem IT-Leiter….da wird Dir jeder genau das bestätigen. RAID ist kein Backup!!! Was hab ich denn, wenn das RAID beschädigt ist und beim Rebuild im RAID-Verbund die zweite oder dritte Platte beschädigt wird….? Ein Riesen-Problem ohne Backup!
    Also sich nur auf ein RAID zu verlassen, ist gefährlich!
    Aber es kann ein Baustein in einer Backup-Strategie sein.

    Um im Home-User-Umfeld zu bleiben: Wenn die Daten nur auf dem RAID liegen, würde ich mir Gedanken machen, was im vorher genannten Fall passiert. Daher wenigsten noch ein weiteres externes Backup der Daten vorhalten! (USB-Platte, Bandsicherung, DVD….)

    joschi

  31. Joschi, dann haste meinen Text nicht gelesen. Denn dort steht klipp und klar, dass ich das NAS NICHT zu Backupzwecken nutze 😉

  32. Caschy:

    Aber Du hast doch in Deinem Kommentar selbst dieses Statement abgegeben:
    Zitat:
    „…RAID != Backup. Können wir gerne länger und ausführlicher drüber plaudern,…“

    Das kann ich so nicht stehen lassen, weil es hier als auch in anderen Foren immer wieder derartige „falsche“ Auffassungen gibt.
    Deshalb meine ausführlichen Anmerkungen dazu.

    joschi

  33. Du weisst aber, dass != ein Operator ist, der ungleich bedeutet, oder?

  34. Hallo zusammen, ich habe da ein ähnliches aber doch irgendwie noch komplizierteres Problem, das ich seit 4 Monaten nicht lösen kann.

    Vorgeschichte: Habe auf meinem WinXP Rechner zusätzlich Ubuntu installiert. Hatte aus der C Partition noch 50gb abzwacken können und hatte diese für Ubuntu aufgeteilt.

    Clever wie ich war, dachte ich mir hmm machste ma eben Win7RC drauf, hast ja noch Ubuntu falls das nicht läuft. Noch viel cleverer war ich als ich mir dachte „ach was wozu denn C nur formatieren, löschste einfach die Partition und erstellst ne neue und formatierst dann“

    Das war sehr clever, da sich mein gesammtes Ubuntu mit seinen Partitionen in dem erweitertem logischen Bereich von C befand und der ist nu auch weg nachdem ich alles aufglöst hatte.

    Nun habe ich den ursprünglichen WinXP Bereich der Festplatte wieder Partitioniert(exakt so wie vorher) und habe win 7 rc drauf.

    Aber die 50gb in denen meine drei Ubuntu Partitionen waren liegen immer noch als nicht verwendeter Bereich herum. Ich trau mich nicht die mit einer neuen Ubuntu installation wiederherzustellen, da ich denke das die ursprünglichen Daten spätestens dann weg sind. Habe schon verschiedene Windows tools versucht aber die erkennen in dem Bereich garnix (liegt wahrscheinlich daran das es ja Linux Formatierungen sind ext usw….)

    Da sind aber locker 6 Monate Fotos drinn die ich retten will, aber nicht weiß wie. eigentlich müsste ich nur eine der Linux Partitionen wiederherstellen oder auslesen können.

    Habe aber keine Ahnung wie oder ob das machbar ist.

    Tim

  35. Hi Tim, boote doch einfach eine Ubuntu Live-CD oder Knoppix um auf die noch vorhandenen Partitionen zuzugreifen.

  36. @Tim:
    Nimm ne Linux-Live-CD und starte die von CD/DVD. Bei einer Live-CD wird nichts auf der Platte geändert, da alles im RAM ausgeführt wird und bei Bedarf von CD/DVD nachgeladen wird.
    Mittels GParted solltest Du die Partitionen sehen können, falls die noch vorhanden sind. Meistens kannst Du die Partitionen auch mounten und die Daten dadurch sichern auf einen USB-Stick, USB-Platte oder nen Netzwerkpfad.

    Viel Erfolg!

    joschi

    P.S. Backup in Zukunft nicht vergessen!

  37. Das ist ja das Problem, die Partitionen sind ja leider nicht mehr vorhanden…. denke ich

    Aber das habe ich noch nicht getestet vieleicht kann ich die doch mit ner Live CD einfach so sichtbar machen. Dachte die ganze Zeit die Partitionen sind eh weg die muß ich versuchen mit irgendeinem Sicherungstool auszulesen.

    Mist hätte besser meinen Ubuntu USB Stick nicht gelöscht, der wär nu nützlich gewesen.

    Vielen Dank Caschy und auch dir Joschi, ich versuche es mal damit

    PS: Ja ich weiß Backup gerade bei meinen mir so wichtigen Fotos wäre echt wichtig. Dumm nur das es mittlerweile so ca 140gb!!! sind.

  38. Naja, solange der Bereich noch nicht überschrieben ist, ist ja noch nichts verlolen. Mein Tip (aber leider nicht umsonst) ist getdataback. Zumidest kannst du es damit versuchen. Du kanst gucken ob er die Daten tatsächlich wiederherstellen könnte. Damit er es macht musst du allerdings das Programm kaufen. Aber mann kauft zumindest nicht die Katze im Sack 😉

    ps. sorry nur für fat und ntfs partitionen. Wenn du also ext2/ext3 hast gehts leider nicht

  39. Bei mir heisst es jetzt: Alles aufs NAS, von dort via Robocopy /E auf einen anderen PC und von dort auf einen separaten NAS-Ordner 😉

  40. hmm leider zeigt mir auch Ubuntu / Gparted nur einen „nicht zugeteilten Bereich von 50 gb an…. aber vieleicht finde ich jetzt ein Linux tool zur Datenrettung…. mal suchen

  41. SOCIALBREAKZ says:

    Ist vielleicht a bisserl offtopic, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen.

    Mein Netbook stand der ganzen Gruppe im Ostseeurlaub zur Verfügung. Ich habe meinen USB-Stick mit TrueCrypt vollverschlüsselt. Leider hat aber jemand –im Arbeitsplatz– die Formatierung angeklickt. (Nein, nicht die TrueCrypt-Formatierung). Kann man das rückgängig machen?

    Bin dankbar für jede Hilfe!

  42. Ich nutze eigentlich immer kostenlose Programme, aber bei gelöschten Daten lasse ich vorher dann doch lieber erst R-Studio drüberlaufen. Denn wenn dort nichts gefunden wird, brauche ich auch kein anderes Programm zur Wiederherstellung benutzen.
    Zitat:
    „R-Studio ist ein Produkt aus der Familie der leistungsfähigen und kosten-effektiven Software zum Löschen und wiederherstellen von Daten. Mit seiner neuen Wiederherstellungstechnik ist es eines der besten Programme, wenn es um die Wiederherstellung von Daten auf FAT12/16/32, NTFS, NTFS5 (erstellt oder aktualisiert von Windows 2000/XP/2003/Vista), Ext2FS/Ext3FS (LINUX-Dateisystem) und UFS1/UFS2 (FreeBSD/OpenBSD/NetBSD) geht. Es funktioniert sowohl auf lokalen wie auch auf Netzlaufwerken, dabei ist es egal, ob die Partitionen formatiert, beschädigt oder gelöscht wurden. Mithilfe von flexiblen Parametern haben Sie die volle Kontrolle über die Wiederherstellung der Daten.“
    http://www.data-recovery-software.net/de/

    Und ich meine 80 euronen sind für mehrere tausend bilder angemessen 😉

  43. Ach ich sehe gerade sind ja 80 USD. Also doch noch günstiger.

  44. Das sicherste Backup sind voll ausgedruckte Fotos oder ?!!!!
    Also ich hatte mal einen Totalausfall meiner externen Platte. Viele Fotos unwiderbringbar vernichtet. So was merkt man sich. Also auch mal Fotos entwickeln lassen. Kommt ja heute auch recht billig bei den vielen Rabatt- und Neukundenaktionen.

  45. Wundert mich, dass hier so auf dem Standpunkt RAID ungleich Backup rumgeritten wird, während andererseits nichts zu der ach so tollen „Backup“-Strategie von Caschy gesagt wird.

    Also zum Mitschreiben: Synchronisieren != Backup.
    Es bringt absolut nichts, ein „Backup“ so zu gestalten, dass das Ziel nicht nur vom Vorhandensein, sondern auch vom Nicht-Vorhandensein abhängig gemacht wird. Ist doch genau dasselbe Ergebnis wie beim Raid: wenn der Benutzer etwas (absichtlich oder nicht) in der Quelle löscht, ist es irgendwann im Ziel auch weg. Das kann nie und nimmer der Sinn eines Backups sein. Wenn man schon so komplexen Kram wie Robocopy nutzt, sollte man auch wissen, was man tut (und warum man tut).

    Aber schön, dass man noch etwas retten konnte. 🙂

  46. In dem Beitrag (den ich vorher überlesen hatte) steht, wie Du es _jetzt_ machst, also wohl sicherer als vorher. Naja, ich hatte mich vorher nur gewundert, dass Du öfter mal Werbung für Robocopy machst, aber es dann selber nicht geschafft hast, ein Backup statt einer Synchronisation zu starten (gelöschte Quelldateien auch im Ziel löschen). War das Absicht gewesen?

    Bei mir fällt nicht soviel „Material“ fürs Backup an. Ich nehm dann ab und zu eine externe Festplatte, sage im Freecommander, er soll alle neuen/neueren Dateien von Quelle zu Ziel kopieren. Genügt bei mir vollkommen, was so die persönlich angefertigten Stücke angeht. Musik und Filme sind nicht so wichtig, und eine Kamera für Fotos hab ich (noch) nicht. Wenn’s soweit ist, komme ich bestimmt wieder hierauf zurück. 😉

  47. Jedem, der sich (noch dazu so ausführlich wie Caschy) mit dem Thema Backup beschäftigt ist es wohl schon mal passiert, das „irgendwelche“ Dateien aus „irgendeinem“ Backup nicht mehr auffindbar oder nutzbar waren – so ging es mir mit dem Datenbank-Backup meines alten Blogs: Datei physikalisch (auch in korrekter Grösse vorhanden), aber leider nicht (mehr) lesbar.

    Und das falsche Setzen eines Schalters kommt leider vor, meine eigentlich als „inkrementell“ angelegte Sicherung stellte sich ähnlich wie bei Caschy als simple Synchronisation dar – Quelldatei weg >> Zieldatei auch weg. Blöd, aber nicht zu ändern.

    Was die RAID-Thematik betrifft:
    Auch ich bediene mich öfter des Operators !=, der für „ungleich“ bzw. „ist nicht“ steht und weise freundlich (aber bestimmt!) daraufhin, das ein RAID ein Backup _NIEMALS_ ersetzen kann. So schlummert alles, was für den täglichen Zugriff auf dem RAID-System meines NAS liegt, als ständig aktualisierte Kopie auf einer externen Platte. Man stelle sich nur vor, der Blitz zerschiesst das NAS samt seiner zwei RAID-Platten. Da würd ich aber blöd aus der Wäsche schauen… :-\

  48. Ich sichere zusätzlich zur externen HDD auch noch auf Online-Festplatten, die gibt es mittlerweile schon mit 50 GB, das reicht für die allerwichtigsten Dinge.

  49. @Jörg:

    Gegen physikalische Fehler kann man leider nicht viel machen, da hast Du recht. Vielleicht noch einen zusätzlichen Sicherungsplatz einräumen, indem das Backup wieder (automatisiert) gesichert wird. Mir wäre das zuviel Aufwand für alle Daten, da ich nicht über den notwendigen Sicherungsplatz für „alles“ verfüge. Somit nur die erwähnten eigenen Dateien, die Diplomarbeit (die ist bis zu 5x vorhanden mit Versionsgeschichte), das genügt mir.

    Das Setzen falscher Schalter kann vorkommen, ist für mich aber nur ein Beweis dahingehend, dass das Backupprogramm zu komplex ist. Wenn Sicherheit durch falsche Bedienung leiden kann, bewirkt es das Gegenteil. Zudem möchte ich genau wissen, was ein Programm macht, wenn es nicht ausschließlich Daten zusätzlich anlegt, sondern Dinge überschreibt oder löscht. Hier im Blog gab’s ja schon einige Tipps zu Backupprogrammen, aber bei vielen gab es keine Liste, was warum wohin kopiert oder gelöscht wird. Deswegen nehme ich auch Robocopy und seine GUIs nicht. Zuviele (nicht immer notwendige) Optionen, und ich weiß im Vorfeld nicht, was mit den Daten passieren wird.

    Dann nehme ich lieber den FreeCommander, der hat eine Synchronisation, bei der man wenige (sinnvolle) Optionen hatt und zusätzlich wirklich für jede Datei sieht, wo sie herkommt (Quelle/Ziel) und was mit ihr passiert. Leider fehlt hier eine Option, mehrere Verzeichnisse automatisiert zu sichern. Sonst wäre es ideal und vor allem verwendungssicher.

  50. Die in deinem Commander eingesetzte Funktion ist auch nur eine GUI für irgendeinen Prozess.

  51. Wegen RAID: haben die Leute hier, die das verwenden, irgendeine Datenbankanbindung für einen Webshop oder eine Homeverzeichnis-Struktur für 100 Benutzer, sodass absolute Vefügbarkeit gewährleistet sein muss? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Gerade im Heimbereich nicht. Es ist deutlich wahrscheinlicher, dass irgendeine Software, Virus oder der Benutzer aus Versehen Daten löscht — dagegen hilft ja ein Backup. Aber Festplattenausfall? Wie oft kommt der vor, im Verhältnis gesehen? In vielen Fällen ist eh gleich das ganze Ding (z.B. NAS) hin.

    Ein RAID anzulegen halte ich für einen großen Verwaltungsaufwand. Es kostet mehr Geld (weil man zusätzlich noch Platz für das Backup braucht), es verbraucht mehr Strom, erzeugt Wärme, und im Fall der Fälle dauert die Wiederherstellung ähnlich lange wie das Einspielen eines Backups. Der einzige Vorteil ist tatsächlich die absolute Verfügbarkeit, aber ist die im Heimbereich wirklich notwendig?

  52. @Caschy: ja natürlich, aber ich *sehe* vorher, was gemacht wird, und es gibt klare Optionen, die dort heißen „keine Synchronisation, sondern Backup“. Dann bin ich mir sicher, dass keine Dateien im Backup gelöscht oder überschrieben werden.

  53. @Rainer: Behauptung: ein NAS mit RAID ist einfacher einzurichten als ein weiterer PC zu Backupzwecken. Mir geht es auch um Verfügbarkeit. Home Office & Co 🙂

  54. Hm, ich hab ein NAS noch nie eingerichtet, von daher glaub ich dir mal, dass da ein RAID ebenso leicht zu konfigurieren ist. 🙂

    Realistisch betrachtet wird sich für mich ein Raid wohl nie lohnen. NAS ist zu langsam, teuer und stromfressend (wird vielleicht mal besser), mein Backup lege ich auf externen (nackten) Platten an, die eben auch nicht immer angestöpselt sind. Ich hab mir das angewöhnt, einmal die Woche die 15 Minuten zu opfern um das Backup selbst anzufertigen. Einen zusätzlichen PC brauch ich nicht, nur einen Einschubslot für die Platten.
    Den Rest erledigt die Wahrscheinlichkeitsrechnung: einen Festplattenausfall hatte ich noch nie. Verlorene Daten aufgrund von eigener Blödheit schon einige. 😉

  55. Eine NAS lohnt sich immer wenn die internen Platten deines PC´s voll sind, bzw. wen du mehrere PC oder in meinem Fall mehrer Dreamboxen hast die auf dieselben Daten zugreifen müssen.

    Ob eine NAS teuer ist, naja ist relativ. Jedenfalls ist eine NAS mit 4 Platten einfacher zu handeln als 4 USB Platten zumal das in meinem Fall ohnehin unpraktisch währe (habe das jahrelang gemacht).
    Der Stromverbrauch ist ehrlichgesagt Peanuts wenn ich bedenke was mein Plasma so wegsaugt(oder Kühlschrank/Herd etc) außerdem habe ich es nur an wenn ich es brauch) Selbst wenn ich von woanders mal auf NAS zugreifen möchte, habe ich die Möglichkeit das ding aus der ferne aufzuwecken.
    Und langsam kann ich nicht bestätigen, ich habe viele Programme auf der Nas die ich dann auch von dort aufrufe und auch damit arbeite. Sicherlich, der Programmaufruf ist geringfügig langsamer als von der internen platte und kommt natürlich auch auf den Umfang der Programme an, aber es ich durchaus möglich.
    Aber ein Raid finde ich persönlich auch verschwenderisch aufgrund des geringen Risikos eines Plattenausfalls, aber ein Raid wegen eines höheren Datendurchsatzes ist natürlich ok (Nur in Verbindung eines extra Backups zu empfehlen.)

  56. @ Rainer:

    Mein Senf dazu:
    – wenn das NAS teuer genug ist, dann ist es auch schnell. Und ist auch nicht ’stromfressend‘.
    – heutzutage sind HDDs sehr groß, wenn ich mir ne neue zulege dann gleich 1 TB od. 750 GB. Die Frage ist dann für mich, wohin und mit welchem Aufwand soll ich das noch (ab)sichern? Also ein NAS mit RAID, wenn eine Platte kaputt kein Problem. Was mache ich wenn in meinem PC ne 750 GB HDD abraucht? Das heißt bestenfalls sehr viel Arbeit, wenn man alles gesichert hat.
    – Ich benutze NAS auch deswegen, weil ich so Problemlos in verschiedenen Räumen Musik hören od. Filme schauen kann und das eben ohne PC, also spare ich dadurch auch Strom, für Bittorrent gilt das selbe, läuft auch ohne PC. FTP Server wäre der nächste Grund, ich lasse mir nachts per FTP-Push größere Dateien draufschieben, auch wieder ohne das ich dafür den PC brauche.
    Nicht zuletzt kann ich auch von ausserhalb auf meine Sachen zugreifen, dafür müsste dann sonst ja auch mein PC ständig laufen.
    Matze

  57. Cashy: „Ich habe ja auch n Flickr-Pro Account, da kann ich eigentlich ja auch alles hoch schieben.“

    Genau so mache ich das auch schon lange. Neben der (für Fotos) genialen Flickr Lösung mache ich noch Timemachine und sporadisch ein Backup auf mittlerweile 3 USB Hds…
    Ich fühle mich eigentlich sicher, oder sollte ich mir doch noch Gedanken machen? Meine Fotos zu verlieren wäre der absolute Alptraum.

  58. Womit schiebst du deine Fotos auf Flickr hoch?

  59. Da Flickr leider kein FTP unterstützt, pfeif ich die Sachen per Plugin (http://regex.info/blog/lightroom-goodies/flickr mittlerweise extrem stabil und komfortabel) direkt aus Lightroom (sehr gute Software) auf Flickr oder manchmal direkt per Webformular im Browser. Funktioniert im Browser wirklich erstaunlich gut…

  60. @willi @Matze_B:
    Danke für Erläuterungen aus einer anderen Sichtweise. Ich sehe ein, dass es in einigen Szenarien doch sinnig sein (NAS wie auch RAID). Für mich kann ich weiterhin nur sagen: lohnt sich nicht.