Gboard: So bin ich schneller mit der Android-Tastatur unterwegs

Auf der Android-Plattform gibt es ein paar Tastaturen, zwischen denen sich der Nutzer entscheiden kann. Zu den bekanntesten dürften SwiftKey, Swype und das Gboard von Google gehören. In Sachen Performance habe ich immer das Gefühl als sei SwiftKey um Haaresbreite vor Gboard, dafür hat Gboard für Google- und GIF-Fans andere Vorteile parat. Auf der Android-Plattform sieht es bei mir derzeit so aus, dass ich Gboard nutze, nicht aber das auf meinem Smartphone vorinstallierte SwiftKey. Und falls noch jemand nicht lange Gboard nutzt – oder es mal ausprobieren will, habe ich hier mal ein paar Tipps gesammelt, die mir im täglichen Umgang helfen.

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Wartezeit für langes Drücken verkürzen

Mich persönlich stört immer die Wartezeit, die standardmäßig verwendet wird, um die Zweitbelegung einer Taste aufzurufen. In meinem Fall bei ausgeblendeter Zahlenreihe hat der Buchstabe U zum Beispiel den Buchstaben Ü und die Zahl 7 im Angebot. Man muss das U also länger drücken, um die anderen Zahlen aufzurufen. Bis zur Aktivierung vergehen 450 Millisekunden. Kann man aber abkürzen, verbessert in meinen Augen die Nutzungserfahrung.

Ihr findet die Einstellung unter Einstellungen > Verzögerung für langes Drücken (in die Einstellungen gelangt man in der Tastatur über die Google-Taste und dann das Zahnrad). Momentan habe ich bei mir 200 Millisekunden eingestellt. Müsst ihr mal für euch ausprobieren. Hatte sonst mal 220-250 Millisekunden, aber 200 Millisekunden finde ich nicht zu schnell.

Schneller Sonderzeichen (Dritt-Belegung) tippen

Durch das längere Betätigen einer Taste bekommt ihr deren Zweitbelegung angezeigt. Aber es gibt noch mehr Zeichen und wenn ihr Pech habt, müsst ihr oft mit Sonderzeichen hantieren, die man erst über die Umschalttaste erreicht. Beispiel sind Trenn- oder Unterstriche.

Den Standard-Trennstrich erreicht man durch das längere Drücken des Buchstabens H (F wäre der Unterstrich). Wenn ihr aber irgendwann raushabt, wo sich die oft von euch gewünschte Taste befindet, müsst ihr nicht lange über die Umschalttaste (?123) gehen, stattdessen klickt ihr diese an und zieht mit gedrücktem Finger auf die Taste, die normalerweise nur über die Umschalttaste ihr Geheimnis preisgibt.

Ihr müsst also nicht viel klicken, ihr könnt auch wischen. Ist auch nett bei den Zahlen – wischt man auf der Tastatur von ?123 auf die Zahl 1, so bekommt man unter anderem 1/2, 1/4 oder 1/8 zur Auswahl. Oder die Taste D, die den Euro bereithält – beim Wischen über die Umschalttaste gibt es noch andere Währungen zur Auswahl. So spart man Zeit und Klicks, denn wenn man die Umschalttaste loslässt, so ist man automatisch wieder in der normalen Ansicht mit den Buchstaben.

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Schneller einzelne Buchstaben größer schreiben

Kommt vielleicht seltener vor, aber vielleicht will man einzelne Buchstaben im Text oder Wort mal groß schreiben. Muss man sich nicht umständlich aus dem Flow herausreißen lassen, wie auch bei den Sonderzeichen kann man wischen. Statt der Umschalttaste wischt man von der Caps-Lock-Taste auf den gewünschten Buchstaben, der in der Folge dann groß geschrieben wird. Danach wird automatisch wieder auf das normale, vorige Layout umgestellt.

Wörter löschen

Ihr müsst nicht jeden einzelnen Buchstaben umständlich löschen, stattdessen könnt ihr auch mehrere Wörter schnell löschen. In einem Satz wischt ihr einfach von der Löschen-Taste die gewünschten Wörter weg.

Also: Finger auf der Lösch-Taste lassen, dann von rechts nach links wischen, um Wörter zu markieren. Zu viele Wörter markiert?

Dann bei gedrücktem Finger wieder nach rechts wischen. Lässt man den Finger los, so werden die markierten Wörter gelöscht. Aber: Falls euch dabei ein Fehler unterläuft, so bleiben sie noch aufrufbar, werden nämlich in den Vorschlägen von Gboard – also in der Leiste, wo sich das G-Logo befindet – zum erneuten Einfügen angezeigt.

Navigation im Text

Fehler im Text entdeckt? Nicht schlimm: Wischt man auf der Leertaste hin und her, so bewegt man den Cursor. So kann man etwaige Rechtschreibfehler ausbessern. Übrigens kann man so auch den Cursor an irgendeine Stelle in den Text setzen und dann den oben erwähnten Vorgang zum „Wörter löschen“ durchziehen. Statt der letzten Wörter werden so von euch frei definierbare gelöscht.

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Welche Tastatur nutzt ihr auf der Android-Plattform? Habt ihr heiße Tipps auf der Pfanne? Lasst hören!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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36 Kommentare

  1. Gerade nochmal den direkten Vergleich gemacht und Swiftkey läuft wesentlich schneller und besser und ist perfekt in den Vorhersagen.
    Aber Gboard sieht wesentlich besser aus und hat gif Unterstützung.
    Schwierig, schwierig.

  2. Wolfgang D. says:

    Gboard, aber alle Automatiken aus, keine Smilies, keine Spracheingabe, kein Wischen, Zahlen immer an, ‚eher groß‘. Oder Hacker’s Keyboard.

  3. Cool, danke für die ganzen Tipps. Bin gerade erst von Swype auf Gboard umgestiegen. Der Artikel kam (für mich) genau zur richtigen Zeit!

  4. Muss meinen Beitrag korrigieren:
    Gboard läuft wesentlich schneller als SwiftKey,bei SwiftKey stockt es doch ab und an.
    Aber SwiftKey hat die besseren Vorhersagen.
    Nutze zur Zeit Gboard als Haupt Tastatur,aber habe echt Probleme mich zwischen SwiftKey und Gboard zu entscheiden.

  5. Nutze gerne Gboard. Vermisse aber Copy & Paste der BlackBerry Android Tastatur. Wechsele daher immer hin und her.

  6. Ich wechsle häufig zwischen Gboard und Swype hin und her. Bei Gboard kommt es häufiger mal vor, dass keine Wortvorschläge angezeigt werden oder dass die Wischgeste nicht funktioniert, sondern als Drücken des ersten Buchstabens interpretiert wird. Dafür finde ich die Navigation mit der Leertaste super, denn immer genau an die korrekte Stelle zu tippen, zu der man möchte, finde ich manchmal doch sehr fummelig.

  7. Bisher bin ich mit keiner Tastatur so schnell gewesen wie mit MessagEase. Zwar ist die Lernkurve extrem steil – änlich wie mit Editoren wie Vim – aber dafür bietet MessagEase das größte Repertoire an Sonderzeichen und riesige Tasten, wodurch fast keine Tippfehler mehr entstehen. Würde nichts anderes mehr wollen.

  8. Vielleicht doch mal Gboard probieren. Nutze seit langem SwiftKey aber ich habe das Gefühl, das wird von Update zu Update immer langsamer. Häufig ziemliche Lags, bis die Tastatur hochkommt und das auf einem 2016er Smartphone mit 3GB RAM und Octacore.

  9. @Timo:
    Habe das auch beobachtet.
    Verstehe das echt nicht wieso Swiftkey immer lahmer wird.

  10. Sehr schön, danke. Aber wie heißt die Einstellung, mit der ich die Sonderzeichen auf den Tasten einblende, so wie in deinen Screenshots?

  11. @Martin: unter Einstellungen „Symbole einblenden – lang drücken“ aktivieren

  12. @Dierk zu einfach…. 😉 Danke!

  13. moritz baumeister says:

    Ich hab grad mal in meinen Appeinstellungen geschaut und gesehen, das das Gboard saftige 140MB braucht.
    Ich kenne mich mit der Materie leider nicht aus, würde aber aus dem Bauch raus sagen, dass 14MB reichen sollten….

  14. moritz: Allerdings entfallen „nur“ knapp 50 MB auf die App selbst, fast 100 MB sind „Daten“. Hat vermutlich mit den Wortlisten/-vorschlägen zu tun …

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