Gastbeitrag: Techlogica: Ein kleiner portabler HTTP-Server

Die gängigen Webserver für einen lokalen Test-Betrieb sind ausgereift und gut zu konfigurieren – aber leider auf dem immer zu kleinen USB-Stick etwas zu voluminös und immer etwas zu speicherhungrig für einen unauffälligen Dauerbetrieb.
Manchmal darf es eben etwas weniger sein, entweder für den unauffälligen Dauerbetrieb oder portabel auf dem fast vollen USB-Stick.

Recht unbekannt ist der HTTP-Server der Firma Techlogica, den man sich kostenlos herunterladen kann. Bei dem Download handelt sich um eine schlanke Setup-Datei, die weniger als 500 KByte groß ist. Das Installationsprogramm erstellt auf Wunsch eine Programmgruppe im Startmenü oder eine Verknüpfung auf dem Desktop.

Undokumentiert kann nach der Installation der gesamte Programmordner auf einen USB-Stick kopiert werden und verrichtet dann von dort klaglos und portabel seinen Dienst. Wer PortableApps verwendet, kann das Programm auch in dessen Ordner für Applikationen schieben und den HTTP-Server über das PortableApps-Menü starten. Natürlich kann auch jeder andere Programm-Starter verwendet werden.

Beim ersten Start des Servers müssen ein Dokument-Verzeichnis, optional der Ordner von PHP und ein Log-Verzeichnis angegeben werden. Alle Angaben können absolut oder (ebenso undokumentiert) relativ für einen portablen Einsatz vorgenommen werden.
Eine Angabe in der Form „/Documents/webroot“ findet die Dokumente auf dem jeweils eigenen Laufwerk, in unserem Fall dem USB-Stick und auch das PHP-Verzeichnis kann in der Form „/php“ relativ angegeben werden.

Ab sofort ist der eigene kleine Server lokal oder portabel mit optionaler PHP-Unterstützung unter „http://127.0.0.1“ oder unter „http://localhost“ zu erreichen. Über den Infobereich der Startleiste ist der laufende Server zu erreichen und kann konfiguriert, gestoppt oder ganz beendet werden.

Wer übrigens noch kein PHP haben sollte, kann es sich problemlos von www.php.net als ZIP-Datei herunterladen und lokal oder auch portabel auf dem USB-Stick entpacken. PHP benötigt selbst keine Installation und kann „out of the box“ über die Kommandozeile oder wie in unserem Fall direkt von einem HTTP-Server verwendet werden.

Wer eine Datenbank benötigt kann unter PHP direkt mit SQLite arbeiten oder sich MySQL portabel einrichten, dies ist aber ein anderes Thema.

Wer sich bei den Entwicklern von Techlogica bedanken möchte, kann dies gerne mit einer kleinen Spende via PayPal machen.

Gastbeitrag von Stephan Elter.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Herzlichen Dank. Bei der Gelegenheit habe ich „TwitterOn“ von dem gleichen Produzenten entdeckt. – Ansonsten werde ich nach der MySQL-Einbindung für den kleinen feinen HTTP-Server schauen … – Ich bin jemand mit wenig Ahnung …

  2. Ich setze schon seit längerem den auch unter dem Link im vorherigen Beitrag genannten [url=http://www.usbwebserver.com/index.html]USBWebserver[/url] ein.

  3. Nackentoupet says:

    Ich habe an meiner Fritzbox einen 1Gig USB-Stick, den wir in unserem mickrigen Netzwerk als temp. Ablage nutzen. Ist es möglich mit diesem Tool einen Webserver auf diesem USB-Stick einzurichten, der dann von jedem Rechner aus erreichbar ist?

    Falls das nicht möglich sein sollte, gibt es da eine andere Software oder Technik die das möglich macht? Möglichst ohne den Kauf neuer Hardware. 😉

  4. Ultra2010 says:

    Coole Sache, werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, so was kann man portable immer mal gebrauchen!

  5. @Nackentoupet:
    Grundsätzlich ist das möglich. Du müsstest dann allerdings den Webserver von jedem Rechner aus starten, damit er über http://127.0.0.1/ oder http://localhost/ erreichbar ist.

    Eine andere Variante wäre, dir einen Telnet-Zugang auf der Fritz!Box einzurichten. Das geht per Firmware-Flash, einfach mal „Fritzbox Telnet“ googlen. Dann kannst du auf der Fritzbox einen Webserver starten, der im gesamten Netzwerk (und möglicherweise auch vom Internet aus, je nach Konfiguration) aufrufbar ist.
    Hierbei geht allerdings die Garantie an der Fritz!Box verloren!

    @Stephan:
    Sehr schöner Beitrag, sehr schönes Tool. Ein integriertes MySQLd, welches beim Aufruf automatisch mitstartet wäre noch schön gewesen, aber da muss wohl wieder die Batch-Datei ran.
    Immerhin wieder mal was nützliches auf meinem Stick. 🙂

    Da ich nebenher als Webdesigner/-developer arbeite bietet sich das Tool auch an, um es neben dem eigentlichen Webprojekt auf CD zu brennen, sodass meine Kunden sich das Projekt direkt ansehen können, auch, wenn es PHP enthält.

  6. @Nackentoupet: So einfach ixt das nicht möglich. Zwar ist es durchaus möglich einen Webserver auf einigen Routern ans laufen zu bekommen (solang eine Linuxcersion drauf ist und man root rechte hat), jedoch sind Rechenleistung und Internetanbindung in fast allen fällen zu gering.

    Falls es unbedinkt ein Server im eigenem heim sein soll: Ein günstigen Nettop kaufen und im Router die nötigen Ports (80,21 etc) auf den Server weiterleiten.

  7. Ich kann den folgenden Artikel nur ansatzweise beurteilen, vielleicht gibt es Passagen daraus, die hierher passen … – http://www.tecchannel.de/netzwerk/tipps/2028208/trick_remote_fernzugriff_auf_die_fritzbox/?qle=rssfeed_

  8. Ich nutze seit Neuestem diesen portablen Webserver:

    http://www.chsoftware.net/de/mowes/mowesportable/mowes.htm

    Dort gibt es auch den „MoWeS-Mixer“, sprich man kann sich seinen eigenen portablen Webserver (optional: diverse Applikationssoftware wie z.B. WP) zusammenstellen und herunterladen.

    Für mich der beste portable Webserver, aus o.g. Gründen und weil er auch immer aktuell ist und weiterentwickelt wird.

  9. Bei mir ist das ganze leider nicht ganz „portable“!
    Wenn ich „\root“ bzw „/root“ eingebe findet er den „WWW“ nicht.
    Wenn ich aber anbebe… „c:/…etc./Techlogica HTTP Server/root“
    dann funktioniert das ganze einwandfrei.

    Okay Problem gelöst…
    Muss ohne das „/“ bzw. „\“ am Anfang eingegeben werden.
    Einfach „root“ oder „php“ angeben okay Danke für den Tipp!

    MfG Ray

  10. hier ist auch noch ein ganz kleiner einfacher web-server:

    http://www.aidex.de/software/webserver/download.html

  11. alter Mann says:

    der
    http://www.rejetto.com/hfs/
    ist wohl zu klein (kann nicht viel) um hier geanannt zu werden

  12. @alter Mann:
    Ne, den hatte ich sogar schon vor Jahren verbloggt 🙂

  13. Wer MySQL benötigt, für den ist folgender Blogeintrag vielleicht ganz hilfreich:
    http://narcanti.keyboardsamurais.de/mysql-on-a-stick.html

    Die Kommunikation von PHP mit MySQL ist AFAIK sowieso an sich unabhängig von einem laufenden Webserver. Aber das ist wie gesagt ein anderes, interessantes Thema 🙂

  14. An Stephan:
    Danke. Deinen Hinweis gelesen und dabei das gefunden: http://narcanti.keyboardsamurais.de/fastfood-fuers-volk.html
    An den „Alten Mann“:
    Alles ist nie zu klein, zu alt … Es gibt wieder immer einen Empfänger. (fem. + masc.)

  15. Den Abyss Web Server gibt’s auch noch: http://www.aprelium.com/abyssws/download.php

  16. Zitat:
    Hi all,
    as promised in the last mailing you will not have to wait for ages for new versions. And here it is: Version 1.8.1 was released some hours ago.
    This is mainly a bugfix release. Here is whats new:

    * Fixing bug with APC
    * Fixing bug with SQLite
    * Fixing bug with Shutdown-Exe-File-Starter
    * Made some smaller Win7 improvements

    There are some changes in the project infrastructure to. I closed the forum some time ago because of massive spam attacks. I now use Google Groups instead. I will give it a try. You can find them under http://groups.google.com/group/server2go-user
    And there is a public bugtracker too: http://bitbucket.org/thaberkern/server2go/issues/

    Thats it for today.
    Timo

    Server2Go
    http://www.server2go-web.de/

  17. Prima Einfall – damit kann man so munter drauf los experimentieren.

  18. cloud2010 says:

    Toller Artikel. Ich würde mich über Teil 2 freuen, in dem Du beschreibst, wie man den kleinen Webserver um PHP und MySQL Funktion erweitert.

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