
Der Brexit habe sich übrigens bisher noch nicht auf die Auslieferungszahlen ausgewirkt, dazu ist das Thema wohl auch noch zu frisch. Wie sich Großbritanniens umstrittener Austritt aus der EU langfristig auf dem PC-Markt widerspiegeln könnte, ist aber noch offen. Lenovo bleibt dabei international Marktführer im PC-Markt, gefolgt von HP und Dell. Während Lenovo allerdings bei den Auslieferungsmengen ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste, konnten HP (+ 1,8 %) und Dell (+ 3,1 %) gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015 sogar zulegen. An vierter Stelle steht Asus mit einem Plus von 1,3 %, während Apple auf Platz 5 ein recht hohes Minus über 4,9 % hinnehmen musste, wenn man das zweite Quartal 2016 mit dem zweiten Quartal 2015 in Bezug setzt.
In den USA sieht es für sich genommen übrigens etwas anders aus: Dort belegt Dell vor HP den Platz der erfolgreichsten PC-Hersteller. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen jeweils Lenovo, Apple und Asus. Insgesamt rechnet man bei Gartner für das dritte und vierte Quartal nun mit einer schleichenden Erholung des Marktes. So rüsten etwa im dritten Quartal oft öffentliche Institutionen in den USA ihre IT-Infrastruktur auf. Auch Geschäftskunden könnten international Ende 2016 verstärkt zu Windows 10 wechseln.
Für Europa bzw. speziell die EU bleibt jedoch der aktuell schwache Euro ein Problem. Da in England außerdem der Pfund durch den Brexit geschwächt ist, muss man auch dort mit im Verhältnis hohen Preisen und damit geringen PC-Verkaufszahlen rechnen.