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Gartner: Ohne Huawei und Xiaomi wären die weltweiten Smartphone-Verkaufszahlen im dritten Quartal auffallend zurückgegangen

„Hätten wir Huawei und Xiaomi aus der Liste der globalen Smartphone-Händler gestrichen, wäre der Verkauf von Smartphones an Endverbraucher merklich zurückgegangen“, so Anshul Gupta, Research Director bei Gartner. Gupta bezieht sich auf die Verkaufszahlen aus dem dritten Quartal dieses Jahres und erklärt, warum trotz fehlender Innovationen der Absatz von Smartphones in diesem Zeitraum dennoch um 1,4 Prozent auf 389 Millionen Einheiten anstieg.

Wie bereits erwähnt, fehlt es an wirklichen Innovationen auf dem Markt. Dafür seien aber viele chinesische Hersteller mittlerweile auch auf das Pferd aufgestiegen, trotz ihrer niedrigen Preise, immer besser Kameras und Displays in den Geräten zu verbauen – gerade die Umsätze in den Schwellenländern sind dadurch noch einmal deutlich gestiegen.

Wo sich der Absatz bei den meisten Handyherstellern eher verlangsamt, konnte beispielsweise Huawei im dritten Quartal 2018 ein Nachfrage-Wachstum von 43 Prozent verzeichnen, was dem Unternehmen auch weiterhin Platz eins unter den chinesischen Herstellern sichert (in Deutschland konnte man den Umsatz 2018 verdoppeln). Doch auch die aggressive Vermarktung der preisgünstigeren Honor-Geräte treibe den Absatz von Smartphones in Märkten des Nahen Ostens, Asien/Pazifik und Afrika weiter voran. So verkleinere sich die Kluft zwischen Samsung und Huawei immer weiter.

Für Samsung war das dritte Quartal 2018 wiederum kein gutes. So erlebte das Unternehmen wohl den größten Absatz-Rückgang seit Gartner den weltweiten Verkauf von Smartphone verfolge, so Gupta. Um satte 14 Prozent sank der Smartphone-Umsatz von Samsung im dritten Quartal, woran auch Galaxy S9/S9+ und Note 9 nichts ändern konnten.

Bei Apple sieht es mit knapp 0,7 Prozent Wachstum fast unverändert aus, was laut Gupta vor allem am mittlerweile gut gesättigten Premium-Smartphone-Markt liege. Dennoch erwarte man, dass das iPhone XS Max auch auf dem chinesischen Markt bis Jahresende einen recht guten Umsatz erwirtschaften könnte – ein Markt, auf dem Apple bisher Anteile verloren hatte.

Auch für Technologien wie 5G und faltbare Smartphones wagt Gupta eine Prognose, der wohl aber sicherlich viele von euch sicherlich nickend zustimmen können. So erwarte man derzeit nicht, dass 5G bereits 2019 so weitreichend vertreten sein wird. Vielmehr werde nun erst einmal ausreichend Zeit in die Entwicklung und den Ausbau des Standards gesteckt werden müssen, bis dann vermutlich 2020 ein paar mehr mobile Geräte mit jenem Standard zusammenspielen.

Faltbare Smartphones werden wir wohl zukünftig vor allem von LG, Samsung und auch Huawei zu sehen bekommen, allerdings heißt es hier bereits, dass wir wohl vor allem anfangs noch mit allerlei Kompromissen bei der Benutzerfreundlichkeit leben werden müssen und die Geräte auch keineswegs für jedermann erschwinglich sein werden.

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