Gaming-Monitore: 2020 könnten die Preise wegen Panel-Überflusses fallen

Der PC-Markt stagniert, da immer mehr Kunden ihre jeweiligen Rechner seltener erneuern oder aber sogar ganz auf einen Desktop-Computer oder ein Notebook verzichten. Denn für viele Anwendungen reicht im Alltag schon ein Smartphone oder Tablet aus. Ausnahme ist der Markt für Gaming-PCs und entsprechendes Zubehör, sodass sich Hersteller in dieses Segment flüchten, wo auch die Margen hoch ausfallen. Im Bereich der Gaming-Monitore könnte es da 2020 aber ein paar Veränderungen geben.

Zumindest geht man bei DigiTimes davon aus, dass 2020 ein Überangebot an Panels für Gaming-Monitore bestehen dürfte. Das liegt daran, dass viele Panel-Hersteller eher auf den IT-Bereich schielen, statt auf den schwierigen TV-Sektor. Als Beispiele mit entsprechenden Ambitionen nennt man da BOE Technology, CEC-Panda LCD Technology, China Star Optoelectronics Technology (CSOT) und LG Display. Die genannten Zulieferer planen also 2020 von dem lukrativen Markt für Gaming-Monitore zu profitieren.

Auch JDI, AU Optronics (AUO) und Innolux wollen offenbar ihre Produktion anpassen und Panels für Notebooks und Monitore mehr in den Fokus rücken. Wenn wir wiederum nochmals auf BOE blicken, dann rechnet man damit, dass jene 2020 ihre Auslieferungsmengen von Monitor-Panels um 10 bis 15 % erhöhen. CSOT wiederum fokussiert sich derzeit auf Monitore mit 21,5, 27 und 32 Zoll, will aber auch auf 24 Zoll schielen. Auch da soll ein entsprechender Aufschwung durch die Erweiterung des Angebots folgen.

LG Display hingegen soll wohl etwas vorsichtiger vorgehen, wolle sich aber auf Modelle mit möglichst schmalen Rahmen mit mittleren Größen konzentrieren. Bei Samsung Display soll die Strategie wohl bleiben wie gehabt, während AUO und Innolux beispielsweise auch an Panels mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung für das High-End-Gaming-Segment basteln. Da muss man aber mal abwarten, wann es wirklich Resultate geben könnte.

Die Auslieferungsmengen von Gaming-Monitoren sollen 2019 bereits um ca. 50 bis 65 % höher liegen als im Vorjahr. 2020 sollen Produktions- und Auslieferungsmengen nochmals drastisch ansteigen. Profitieren würden am Ende vermutlich die potenziellen Käufer, denn ein Überangebot an Panels würde für Preisdruck sorgen, den die Hersteller an die Kunden weitergeben könnten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Ich würde mir ja Monitore mit 36-38″ mit 5K2K-Auflösung wünschen… (zum Arbeiten, nicht zum Spielen)

  2. Kleiner Fehler auf dem Bild: Need for Speed mit der Tastatur spielen und den Controller buchstäblich links liegen lassen?

  3. Hoffen wir mal, dass es so kommt. Ich würde mir einen ordentlichen Preissturz bei den Curved 32″-34″ Bildschirmen mit hohen Auflösungen wünschen.
    Durch die recht hohe Nachfrage sind die Preise da eigentlich noch nicht gefallen. Die WQHD-Monitore in der Kategorie kosten alle noch um die 600-700€, von WQHD+ brauchen wir gar nicht erst anzufangen.

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