
Der Spielehändler GameStop steckt schon länger in der Krise. Mehr und mehr Gamer kaufen ihre Spiele dirkt in den digitalen Stores von Microsoft und Sony oder bestellen die Disc-Versionen online. Früher arbeitete GameStop in erster Linie mit seinem Trade-In-Modell: Spieler können alte Games abgeben und direkt neue Titel vergünstigt mitnehmen. Auch das klappt aber nicht mehr so gut wie anno dazumal. Ergebnis: Der Druck wächst weitere Filialen zu schließen.
So hat das Wall Street Journal ein Schreiben erhalten, unten als Quelle verlinkt, in dem der Kapitalgeber RC Ventures, vertreten durch den Mitgünder Ryan Cohen, fordert, die Modernisierung voranzutreiben. RC Ventures hält 9,8 % an GameStop und ist somit einer der größten Investoren der Kette. Die Vorschläge sind dabei durchaus drastisch. Etwa fordert man das Filialgeschäft von GameStop in Europa und Australien entweder stark zusammenzustreichen oder generell gar einzustampfen.
Laut Cohen hätten Gespräche mit dem Management von GameStop da bisher keine Früchte getragen. Daher wende er sich nun offen an den Aufsichtsrat. Der Unternehmer bemängelt, dass es den Verantwortlichen bei GameStop an dem Willen fehle, sich weiterzuentwickeln und sich den neuen Gegebenheiten des Marktes anzupassen. So sei es weiterhin möglich, im Gaming-Markt Geld zu verdienen und GameStop könnte wieder ganz vorne mitspielen. Dafür seien aber aggressivere Veränderungen notwendig.
Beispielsweise sollten mehr Filialen weichen und der Fokus auf den E-Commerce gelegt werden. Ob GameStop den Forderungen nachkommen wird, ist natürlich offen.