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GameStop: Investor fordert Schließung weiterer Filialen

Der Spielehändler GameStop steckt schon länger in der Krise. Mehr und mehr Gamer kaufen ihre Spiele dirkt in den digitalen Stores von Microsoft und Sony oder bestellen die Disc-Versionen online. Früher arbeitete GameStop in erster Linie mit seinem Trade-In-Modell: Spieler können alte Games abgeben und direkt neue Titel vergünstigt mitnehmen. Auch das klappt aber nicht mehr so gut wie anno dazumal. Ergebnis: Der Druck wächst weitere Filialen zu schließen.

So hat das Wall Street Journal ein Schreiben erhalten, unten als Quelle verlinkt, in dem der Kapitalgeber RC Ventures, vertreten durch den Mitgünder Ryan Cohen, fordert, die Modernisierung voranzutreiben. RC Ventures hält 9,8 % an GameStop und ist somit einer der größten Investoren der Kette. Die Vorschläge sind dabei durchaus drastisch. Etwa fordert man das Filialgeschäft von GameStop in Europa und Australien entweder stark zusammenzustreichen oder generell gar einzustampfen.

Laut Cohen hätten Gespräche mit dem Management von GameStop da bisher keine Früchte getragen. Daher wende er sich nun offen an den Aufsichtsrat. Der Unternehmer bemängelt, dass es den Verantwortlichen bei GameStop an dem Willen fehle, sich weiterzuentwickeln und sich den neuen Gegebenheiten des Marktes anzupassen. So sei es weiterhin möglich, im Gaming-Markt Geld zu verdienen und GameStop könnte wieder ganz vorne mitspielen. Dafür seien aber aggressivere Veränderungen notwendig.

Beispielsweise sollten mehr Filialen weichen und der Fokus auf den E-Commerce gelegt werden. Ob GameStop den Forderungen nachkommen wird, ist natürlich offen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Fand die noch nicht gut. In den Großstädten wo die nun mal ansässig sind kann prima und viel besser bei EBay Kleinanzeigen und Co kaufen und verkaufen.

  2. Ich hatte die Chance dort eine PS5 zu bestellen und hab es lieber gelassen. Wenn die Insolvent gehen, hat man den Spaß 😀

  3. Kein Wunder. Bei den Preises die die teilweise für Games verlangen aber im gleichen Atemzug dir 2,51€ für ein 2 Wochen altes Spiel bieten, was Neu noch rund 70€ kostet – ist halt unverschämt.

  4. Kenne Gamestop nur durch irgendwelche Worte über extrem schlechte Ankaufspreise.

  5. Der Laden hat die Pleite auch verdient. Überteuerte Preise, lächerliche Ankaufspreise, selbst bei quasi Neuware, unfreundliches Personal, grottiger Service, sowohl im Laden als auch online. Total ins Aus geschossen haben sie sich mit den unsäglichen PS4 trade-in Aktionen.

    Ich versteh nicht wie man freiwillig Kunde bei den sein kann.

    • Ich bin gern GameStop Kunde. Kaufe dort gerne die 9,99€ Aktionen. Sprich 2 Spiele von der Eintauschliste gegen ein neues für 10€. Oder ein ausrangierten Xbox Controller beilegen. Dafür käme ich bei Ebay Kleinanzeigen schlechter weg. Oft finde ich sogar 2 Spiele von der Eintauschliste für 25€ bei Ebay. Sprich, dann kostet dich ein nagelneues AC Valhalla oder CoD Cold War 35€ zum Release.

      Vorbestellungen von Konsolen liefern sie auch immer pünktlich bei mir. Hab dort bereits 3 gekauft. Storniert haben die mir weder die 360, noch die Switch und die PS5 kommt auch morgen. Also ja wer den Laden clever nutzt, spart dort einfach Geld.

      • Genau!
        9,99 waren super Aktionen.
        Hatte da immer die neusten Spiele bevor die alten Games nur im Regal versauern.
        Gerade Spiele die man nur einmal spielt waren gut zum eintauschen. Falls man das Spiel irgendwann mal wieder spielen will, ist es bis dahin billig im Angebot.

  6. Die sollen ruhig Pleite gehen. Preise waren immer zu hoch, und das Geld was man für seinen gebrauchten Kram bekommen hat immer zu niedrig. Einzig deren Merch-Kram habe ich gemocht. Aber den bekommt man auch woanders.

  7. Kein Geschäft hat es verdient “Pleite“, oder wie ich sagen würde, Insolvent zu gehen. Ich gehe mal davon aus, wer so was schreibt, ist zur Zeit in keiner Anstellung.
    Solche Unternehmen haben eine klare Struktur, diese Roadmap gilt meistens für alle Filialen. Der Fisch stinkt meistens vom Kopf, den Managment. Die Angestellten machen nur das was das Managment vorgibt.

    Wenn von oben nun gesagt wird, wir zahlen nur 2,50 € für Game X, dann ist das so. Als Kunde habe ich die Wahl darauf einzugehen oder nicht. Wenn nicht, verkaufe ich mein Game in der Bucht. Ich habe in so einer Filiale schon das ein oder andere Schnäppchen mitgenommen und die Mitarbeiter waren immer sehr freundlich und hilfsbereit.

    Klar, Gamestop geht es schon seit Jahren schlecht aber viel hat das jetzige Managment in den letzten Jahren aber auch nicht getan. Bei einer Umstrukturierung bleiben immer ein paar Arbeitsplätze auf der Strecke und in der heutigen Zeit möchte ich nicht frei gesetzt werden…..

    • Ich denke bei so Diskussionen muss man immer unterscheiden.
      Natürlich tun mir auch die Mitarbeiter leid die es in so einen Fall trifft, zumal diese am wenigsten für die strategischen Fehlentscheidungen können.

      Aber das Unternehmen Gamestop an sich hat ihren Niedergang wirklich mehr als „verdient“ durch diverse Fehlentscheidungen und die nicht vorhandene Wertschätzung dem Kunden gegenüber.

  8. GameStop ist ein richtiger Saftladen, der wird nicht überleben. Man kann nicht alles mit einer Umstrukturierung retten, die werden verschwinden. Das ist sicher. Ich war schon öfter dort, habe überhaupt keine positiven Erfahrungen gemacht. Extrem unfreundliche Mitarbeiter, selbst wenn man freundlich, höflich und die Mitarbeiter anlächelt, kommt nur aggressives Verhalten oder Lustlosigkeit von den Mitarbeitern zurück. Ich hatte immer den Eindruck die waren von Kunden genervt, wollten dass niemand sich im Laden aufhält um sich mit was anderem zu beschäftigen. Die Mitarbeiter waren eh ganz komische Gestalten… zu den Preisen brauche ich nichts schreiben, das ist allgemein bekannt.

  9. Das Modell mit dem Ankauf von Spielen klappt nicht mehr so gut, weil die heutige Jugend, dank dem Internet, die Marktpreise für ihre Spiele kennt und sich nicht mehr so leicht über den Tisch ziehen lässt wie wir damals :).

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