gamescom 2022: Sony sagt PlayStation-Präsenz für die Messe ab

Die Spielemesse gamescom findet in diesem Jahr wieder in Köln vor Ort mit regulärem Publikum statt. Das Event ist für den Zeitraum vom 24. bis 28. August 2022 angesetzt. 2020 musste die Messe wegen der Pandemie ausfallen. Im letzten Jahr fand die gamescom mit eingeschränktem Besucherverkehr als Hybrid-Event statt. 2022 wollten die Veranstalter wieder groß ausholen. Doch viele Entwickler und Publisher sehen das offenbar anders.

So hatten unter anderem schon Rockstar Games, 2K Gaming, Wargaming, Private Division, Nintendo und Activision Blizzard der gamescom 2022 eine Absage erteilt. Jetzt gesellt sich Sony mit seiner PlayStation-Marke dazu. Man werde der Messe in Köln in diesem Jahr ebenfalls fernbleiben. Das ist ein herber Schlag für das Event, auf dem Sony traditionell eine sehr große Präsenz unterhielt.

Laut GamesWirtschaft habe Sony auf Nachfrage des Magazins jedoch die Absage bestätigt. Auf der Messe wird es dadurch zwangsweise kein neues Material zu Titeln wie „God of War: Ragnarok“ und Co. geben. Microsoft hat im Übrigen bisher weder zu- noch abgesagt und gilt als Wackelkandidat. Mal sehen, ob die Redmonder auf der Messe Präsenz zeigen.

Der Ticketverkauf laufe laut den Veranstaltern bisher dennoch blendend: Über 60.000 Eintrittskarten seien bereits verkauft worden.

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16 Kommentare

  1. Zu Anfangszeiten der Messe war das wirklich immer ein schönes Erlebnis.
    Aber ungefähr seitdem diese nach Köln umgezogen ist, hatte man immer mehr das Gefühl das auf der Messe Warteschlangen anstatt Spiele ausgestellt wurden.

  2. hmm, was bleibt dann noch, außer ein paar indie entwickler und World of Tanks?

    Gut man konnte die Gamescom in den letzten paar Jahren eh nicht mehr gut besuchen, weil einfach zu viele Leute da waren.
    2009 und 2010 war das noch super. In den paar Jahren drauf ging es schon nur noch gut wenn man irgendwie an ein Fachbesucherticket kam, aber selbst das war dann irgendwann total überlaufen.

  3. Eine Gamescom ohne Rockstar Games, 2K Gaming, Wargaming, Private Division, Nintendo, Activision Blizzard und Sony?
    Wenn jetzt noch Microsoft absagt, frage ich mich, ob es nicht besser wäre, die Messe abzusagen.
    Viele der Ticketkäufer werden sich sicherlich ärgern, weil sie eben zu Sony & Co. wollten.
    Ohne die Systemanbieter als Zugpferde wird das eine seltsame Messe….. oder????

  4. Überraschend dass der Ticketverkauf so gut läuft. Sind die Preise in diesem Jahr doch ziemlich angestiegen und die Auswahl an Studios nun wirklich minimal.

    • André Westphal says:

      Die Tickets gingen in den Verkauf, bevor die ganzen Absagen folgten. Viele haben da wohl „im guten Glauben“ zugeschlagen. Ich vermute, dass Microsoft auch noch absagen wird.

  5. Tot ! Was soll man auch gross Präsentieren ? Vieles wurde schon gezeigt, vieles auf 2023 verschoben, da wird es es im Herbst neues Material geben.

    • Die Gamescom war aber auch noch nie die große Reveal-Messe. Da gings schon immer mehr ums Anspielen und Business Meetings.

      • Ok, aber was möchtest du anspeilen ? GOW 3 evtl. ? Viele andere Titel sind wohl noch weit davon entfernt, anspielbar zu sein. Zumindest für die Öffentlichkeit. I dont know………

  6. Also ohne E3 und Gamescom knallen die Ankündigungen bei mir nicht mehr. Das Erlebnis ist ein ganz anderes, schaue es mir live auch nicht mehr an, wenn es eh nur aufgezeichnete Streams sind. Habe dieses Jahr wieder gemerkt, wie lahm das alles ohne direkten Konkurrenzdruck ist.

    Wenn ich da an die E3 PKs denke, in großen Theatern, auf Bühnen, mit dem Druck gegen alle anderen auch was zeigen zu müssen… da war ein Erlebnis, da bleieben wir nachts wach für die Pressekonferenzen, die ja dennoch nichts anderes als Werbung waren.

    Aber jetzt… juckts in meinem Freundeskreis keinen mehr. Schaut man nächsten Tag im Internet, was angekündigt wurde und gut ist. Echt schade.

    • Ich glaube, deshalb meiden die Konzerne auch inzwischen diese Veranstaltungen. Warum sich diesem Konkurrenzdruck aussetzen, wenn man doch bei einer selbst organsierten Solo-Veranstaltung doch viel mehr Aufmerksamkeit in der Presse für seine eigenen Produkte bekommt, anstatt die Aufmerksamkeit mit anderen Publishern zu teilen? Zudem geht man auch direkt möglichen Vergleichen aus dem Weg, nach dem Motto Sonys PK war aber viel geiler im Vergleich zu MS. Wer will bei so etwas schon der Buhmann sein?
      Nintendo hat dies, in meinen Augen, recht schnell erkannt, dass man mit den Directs-Streams viel besser für sich werben kann, im Vergleich z. B. zu einer E3-PK.

  7. Gamescom ist halt auch lahm. Viel zu voll, zu warm, zu teuer. Wenn mich die Spiele interessieren geh ich online und hab alle 50 Trailer und Gameplaydemos in 4k und ohne Wartezeit. Die 15min anspielen kann man sich auch schenken. Zudem wird das wirklich relevante schon zu E3 gezeigt worden sein.

    Das einzig coole an der GC waren die Communitytreffen aber dafür benötige ich keine GC.

    Noch irrelevanter sind die eigenen Streams und Veranstaltungen der Publisher. Da können gern ein paar Journalisten ihre Zeit opfern und mir am nächsten Tag die Zusammenfassung von dem gleichen uninspirierten Murks schicken den wir von den großen Publishern schon seit Jahren bekommen.

  8. Die Veranstalter:innen haben ihr Zeitfenster verpasst. Jetzt hat jeder relevante Anbieter eigene Messen (State of Play, Showcase, usw.). Das war es mit den Messen!

  9. Für mich persönlich hat das Konzept Messe längst ausgedient, der praktische Nutzen geht heut zutage immer weiter zurück. Auch als Anbieter würde ich mir sowas zwei mal überlegen, Aufwand und Kosten decken den Nutzen einfach nicht ab. Eigene online Showcase, keine Wartezeiten, nicht überfüllt, nicht zu warm, kein Aufwand zur Teilnahme. Außerdem macht man das einmal und holt weltweit alle ab, statt in X Ländern aufzulaufen und trotzdem nur nen Bruchteil zu erreichen.

    Der Event-Character geht vielleicht verloren, wie oben angesprochen. Aber Dinge ändern sich, so ist das nun mal. Und die Anbieter sind eher froh über den geringeren Konkurrenzdruck und den fehlen direkt Vergleich.

    Anderes Beispiel Sport: Früher bin ich für manche US Sportarten nachts aufgestanden. Heute erwische ich mich, wie ich immer öfter re-live gucke am nächsten Tag. Mag vielleicht auch etwas am Alter liegen 😀

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