Gameloft macht 85% des mobilen Umsatzes mit Freemium-Titeln

Gameloft hat gestern seinen Jahresbericht für 2013 veröffentlicht. Das Freemium-Konzept scheint für die Franzosen perfekt aufzugehen, nicht nur wegen des Gewinns, der damit erzielt wird, sondern auch durch die Spieler-Bindung, die man damit erreicht. Laut Pressemitteilung ist der Umsatz auf Smartphones und Tablets im Vergleich zum Vorjahr um 36% gestiegen, wobei 85% dieses Umsatzes aus Freemium-Titeln resultieren. Interessant ist die Tatsache, dass 75% des Umsatzes aus Titeln stammen, die vor 2013 veröffentlicht wurden, was die Langlebigkeit von Freemium-Titeln gegenüber Premium-Spielen zeigt.

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Mehr als 1 Milliarde Mal wurden 2013 Freemium-Titel von Gameloft geladen, in den letzten 30 Tagen spielten 160 Millionen Menschen ein Gameloft-Game, 20 Millionen Spieler greifen täglich zu Titeln von Gameloft. Diese Zhalen erreicht man, indem man aktuell rund 15 Spiele pro Jahr veröffentlicht.

Kommen wir zu den nackten Zahlen aus 2013. Der Jahresumsatz lag bei 233,3 Millionen Euro (Wachstum: 12%), das operative Ergebnis bei 28,4 Millionen Euro (Wachstum: 39%). Der Umsatz teilt sich folgendermaßen in die verschiedenen Regionen auf: EMEA 32%, Nordamerika 28%, LATAM 21% und APAC 19%.

Tja, und nun soll noch einmal jemand über Freemium-Games meckern. Die Zahlen zeigen sehr schön, wie gut dieses Modell funktioniert, auch wenn es alles andere als fair eingesetzt wird. Ich persönlich finde die Freemium-Modelle von Gameloft heftigst überzogen, aber Gameloft handelt vollkommen richtig, schließlich ist es ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen. So lange eine solche Methode funktioniert, helfen auch die paar „ich nutze aus Prinzip keine Freemium-Games“-Störenfriede wenig.

Eines muss man Gameloft trotzdem lassen, sie liefern Jahr für Jahr wieder grandiose Spiele, die auf mobilen Plattformen ihresgleichen suchen. Es ist also nicht so, dass sie ihr Geld mit Schrott verdienen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Kunststück, wenn man nur noch Freemium auf den Markt wirft ist doch vollkommen logisch, dass man damit den größten Umsatz macht. Wer will denn noch die nicht Retina optimierten Uralt-Titel für 89ct?

    Zudem werden Freemium Titel regelmäßig mit neuen Updates und Inhalten versorgt, Premium Titel eher selten. Damit ist der Langzeit-Spielspaß der Freemium-Titel erklärt.

    Das hat erstmal nix mit Freemium zu tun.

  2. Ich ziehe Freemium Titel den Premium Titeln vor, zumindest wenn es keine Lite Version zum testen gibt. Es mag sein, dass ich dem Geiz-ist-geil verfallen bin, aber ich kaufe höchst ungerne die Katze im Sack. Das musste ich in den 90er Jahren bevor es Demoversionen gab für teuer Geld lernen. Ich teste gerne bevor ich Geld ausgebe. Natürlich sollen die Entwickler Geld für gelungene und gefallende Software bekommen. Aber auch ich verurteile es, wenn das Freemium Konzept unseriös umgesetzt wird, wenn ich an mehr als einer Stelle im Spiel zahlen soll um weiter kommen zu können oder jedes halbwegs umfangreiche Update in einer sparaten Version resultiert.

  3. Leider die Zukunft, aber nicht für mich. Zumindest nicht, wenn dabei gnadenlos abgezockt wird…

  4. @submac
    Oh ja. In den 90er hatte ich auch einiges an Geld verbrannt durch den Kauf von Spielen/Programme zu denen es leider keine Demoversion gab und welche sich dann nach dem Kauf als durch und durch schlecht herausgestellt hatten.

  5. Dieses Prinzip nervt mich so was von, so dass ich diese Abzockerbude klein hauen würde..!

  6. Und funktionieren tun die Spiele auch nicht, da die andauernd crashen

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