Für mehr Snapchat-Feeling: Facebook integriert MSQRD-Filter testweise in die Haupt-App

artikel_facebookFacebook bläst offenbar zum Großangriff gegen Snapchat. Nachdem mit Instagram Stories eines der stark genutzten Snapchat-Features kopiert wurde, gibt es nun Neuigkeiten zur Facebook-App selbst. Dort finden Nutzer in einem Test in Brasilien und Kanada eine direkte Möglichkeit, Bilder mit Filtern und Stickern zu posten. Facebook übernahm ja MSQRD und integrierte es auch in Facebook Live-Videos, nun also die nächste Möglichkeit. Damit das auch geschmeidig über die Bühne geht, sehen Nutzer im Feld für einen neuen Post auch einen „Kamera öffnen“-Link. Angetippt kann man so direkt ein Foto oder einen kurzen Videoclip aufnehmen.

Nutzt man die Frontkamera, kann man sein Bild noch mit MSQRD-Filtern oder Stickern verfeinern. Veröffentlicht man ein solches Bild oder Video, wird dies ganz normal wie jeder andere Post auch angezeigt. Facebook möchte die Nutzer offensichtlich zu mehr Bildpostings animieren. Dafür ist es natürlich wichtig, dass diese auch unkompliziert angefertigt werden können und nicht allzu viele Schritte benötigen.

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In Kanada wird die neue Funktion unter Android und iOS getestet, in Brasilien hingegen nur mit iOS. Sachin Monga von Facebook erklärt dazu, dass es sich um einen kleinen Test handelt, man aber hofft, die Funktion auch weltweit anbieten zu können. Auch den Menschen, die bisher nicht die Gelegenheit dazu hatten.

Aber ein Selbstläufer dürfte so eine Funktion für Facebook auch nicht sein. Sieht man bereits an Instagram Stories. Während diese von Nicht-Snapchat-Nutzern sehr gut angenommen werden (Marketer rund um den Globus feiern Instagram Stories ebenfalls bereits), zeigen sich Snapchat-Nutzer (normale Nutzer, nicht die Marketing-Leute) weniger beeindruckt. Sie nutzen weiterhin Snapchat, warum sollten sie das auch ändern, wenn es für sie funktioniert. Und da sind Zugriffszahlen eher zweitrangig (was im Bereich Marketing eine sehr große Rolle spielt). Allerdings spricht auch wenig dagegen, dass sich die Nutzung solcher Angebote eben auf mehrere Dienste verteilt, Menschen sind ja unterschiedlich.

(via The Verge)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Ein Kommentar

  1. Die FB App wird immer aufgebläht… Di sollten lieber Pluins machen die ggf. selbstständi funktionieren … Ein Bausteinprinzip würde auch gut mit FB Home (gibbet das überhaupt noch) zusammenpassen – Ein Facebook Phone (subventioniertes eigenes OS) wäre auch ne geil Idee gewesen für 100 Euro (wie halt das Amazon Tablet)

    Die FB Kamera für iOS is bestes Beispiel: Eingestellt, kam nie fürs erfolgreiche AndroidSystem raus