FTC nimmt sich Social-Media- und Streaming-Anbieter zur Brust

Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) will sich Social-Media- und Videostreaming-Plattformen zur Brust nehmen, wie sie in einer Mitteilung bestätigt. Dabei geht es vor allem um Maßnahmen, um Werbung für Scams zu unterbinden. Entsprechende Anfragen zu den Strategien und praktischen Eingriffen von Anbietern wie Meta, TikTok, YouTube und Twitter sind bereits verschickt worden.

Es geht nicht nur darum, wie die Plattformen gegen Scam vorgehen, sondern auch darum, wie sie Werbung für Produktfälschungen unterbinden. Als Beispiele nennt die FTC Werbung für betrügerische Gesundheitsprodukte, Finanzbetrug oder eben gefälschte Markenprodukte. Laut der FTC soll Verbrauchern allein 2022 ein Schaden in der Höhe von mehr als 1,2 Mrd. US-Dollar durch derlei Scams in sozialen Netzwerken entstanden sein.

Zusätzlich erfragt die FTC bei den Plattformen, wie es für die Nutzer möglich ist, Werbung konkret auch als solche klar zu erkennen. Die Aufforderungen gingen laut der Behörde an Meta Platforms, Inc.; Instagram, LLC; YouTube, LLC; TikTok, Inc.; Snap, Inc.; Twitter, Inc.; Pinterest, Inc. und Twitch Interactive, Inc. Man unterstellt, dass die Plattformen für Scammer immer noch eine wahre Goldgrube seien.

Ziel ist es nun, herauszufinden, nach welchen Standards die genannten Plattformen handeln und gegen Betrug vorgehen. Man möchte etwa herausfinden, welche automatisierten Systeme und manuellen Eingriffe Anwendung finden. Die Firmen sollen der FTC auch ihre Werbeeinnahmen und Werbeaufrufe konkret beziffern. Hier möchte man auch Zahlen speziell zu Produktsegmenten aufgeschlüsselt sehen, in denen es besonders viel Betrug gibt.

Die FTC will auch besser verstehen, auf welcher Basis Werbung eingesetzt und angezeigt wird und welche Rolle KI dabei spielt. Man strebt hier nach Daten aus den Kalenderjahren 2019 bis 2023. Die Anfragen wurden nach dem Reglement 6(b) an die Unternehmen übermittelt, welches der Behörde erlaubt, entsprechende Studien anzufertigen, ohne ein spezifisches, rechtliches Vorgehen anzustreben.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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